Neuer Direktor der Anästhesie übernimmt ab 1. April größte Abteilung ...

Die Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin ist seit dem 1. April 2018 unter neuer...

Standorte

Klinikzentrum Mitte (Beurhausstraße 40)
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Klinikzentrum Nord (Münsterstraße 240)
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Häufig gestellte Fragen

Ja. Anästhesisten absolvieren nach dem Medizinstudium und dem letzten Staatsexamen eine Facharztweiterbildung, die derzeit mindestens 5 Jahre dauert und genau definierte Tätigkeiten umfassen muss. Sie wird mit einer Facharztprüfung bei der zuständigen Ärztekammer abgeschlossen.

Dies kann nicht generell beantwortet werden. Es ist die Aufgabe des Anästhesisten, durch die Untersuchung des Patienten, die Erhebung seiner Krankheitsgeschichte (Anamnese) und die Kenntnisse der Notwendigkeiten der Operation herauszufinden, welches das bessere Verfahren für einen Patienten ist. Er erläutert im sogenannten Prämedikationsgespräch das Für und Wider mit dem Patienten und gibt ihm eine Empfehlung für ein bestimmtes Verfahren nach bestem Wissen und Gewissen und nach seiner klinischen Erfahrung. Dabei erläutert er dem Patienten das genaue Vorgehen bei der Narkose oder bei der Regionalanästhesie. Der Patient kann sich dann in Ruhe entscheiden, was er bevorzugt.

Nicht unbedingt. Bei der Anlage einer Regionalanästhesie muss der Patient wach und kooperativ sein, da der Anästhesist genau wissen muss, ob die Anästhesie optimal sitzt. Hat der Anästhesist sich davon überzeugt, so kann der Patient weiter wach bleiben oder auch durch verschiedene Medikamente oder deren Kombinationen schlafen. Es ist auch möglich, und bei einigen Operationsverfahren notwendig, eine Regionalanästhesie mit einer Vollnarkose zu kombinieren. Dies hat den Vorteil, dass die Narkose flach gehalten werden kann. Darüber hinaus kann, wenn ein Schmerzkatheter gelegt wurde (Periduralanästhesie) die Schmerztherapie über die Operation hinaus über den Katheter fortgeführt werden.

Viele Patienten stellen sich vor, dass bei Beginn der Narkose der Anästhesist eine Dosis an Narkose-Medikamenten gibt, die für die ganze Dauer der Operation wirkt. Die Frage stellt sich immer: Was passiert, wenn ich zu früh aufwache?

Diese Ansicht über die Narkose ist falsch.

Vergleichen Sie die Durchführung der Narkose mit einer Fahrt mit dem Auto. Wenn Sie eine kurze Strecke fahren, sagen wir 1 km, dann geben Sie anfangs nicht weniger Gas, als wenn Sie eine lange Strecke, sagen wir 100 km, fahren wollen. Sie müssen soviel Gas geben, dass das Auto anfängt, sich zu bewegen und dann die Geschwindigkeit erreicht, die Sie wünschen, unabhängig von der Entfernung, die sie zurücklegen wollen. Dann geben Sie nur noch soviel Gas, dass die Rollwiderstände und der Luftwiderstand etc. ausgeglichen und die Geschwindigkeit beibehalten werden kann.

Bei der Anästhesie ist das ähnlich. Wenn der Anästhesist eine Narkose durchführt, dann wählt er Medikamente aus, die genau das erreichen können, was für den Patienten und die Operation notwendig ist. Dazu hat er viele Medikamente und deren Kombinationen zur Auswahl. Er dosiert diese Medikamente auch in bestimmter Art und Weise, damit die gewollten Effekte erzielt werden. Der Patient erreicht dadurch ein Narkosestadium, das für ihn ungefährlich ist aber die Operation problemlos ermöglicht. Die Medikamente werden dabei individuell nach ihrer Wirkung verabreicht.

Nach dieser Anfangsphase gibt der Anästhesist entweder über die Vene oder über das Atemgas weiter Medikamente, die dazu dienen, die Tiefe der Narkose beizubehalten.

Die Tiefe der Narkose kann der Anästhesist an Hand der Reaktionen des Patienten und der Veränderung seiner Körperfunktionen abschätzen. In den letzten Jahren kommen auch zunehmend Überwachungsgeräte auf den Markt, die die Gehirnfunktion über ein EEG erfassen und damit einen Anhaltspunkt für die Narkosetiefe darstellen. Diese Geräte sind aber noch nicht Routine und von ihrer Funktion und Aussage her noch umstritten.

Soll der Patient wieder wach werden, so gibt der Anästhesist kein Narkosemittel mehr nach und lässt den Patienten reinen Sauerstoff atmen. Dann wird der Patient innerhalb von kurzer Zeit, d.h. innerhalb weniger Minuten, wieder wach. In einigen Fällen verabreicht der Anästhesist dem Patienten auch Gegenmittel gegen die Medikamente, so dass das Aufwachen schneller erfolgt. Die Entscheidung darüber fällt der Anästhesist an Hand seiner Erfahrung und der Notwendigkeit.

Nein. Nach der Einnahme einer Beruhigungstablette hat man sich bei den derzeit gebräuchlichen Medikamenten voll unter Kontrolle. Man kann sich zwar oft später nicht an diese Phase erinnern, aber während dieser Zeit weiss man genau, was man tut. Nach der Einleitung der Anästhesie spricht man nicht mehr. Hierfür sind einerseits die Medikamente verantwortlich, die verwendet werden. Auf der anderen Seite liegt bei Narkosen, bei denen ein Luftröhrentubus verwendet wird, dieser zwischen den Stimmbändern, so dass ein Sprechen schon mechanisch unmöglich ist. Auch bei der Anwendung der sogenannten Larynxmaske, die oberhalb des Kehlkopfes platziert wird, ist ein Sprechen ausgeschlossen.

Anästhesisten erleben immer wieder, dass Patienten, die zu einer Operation in den OP kommen, und in den letzten Jahren schon einmal operiert worden sind, sagen: „Beim letzten Mal habe ich das Alles aber nicht erlebt, sondern schon geschlafen!“

Das ist eigentlich nie der Fall. Vielmehr spielt den Patienten das Gedächtnis einen Streich. Unter dem Einfluss der Medikamente für die Prämedikation und dann unter den Medikamenten, die für die Anästhesie verwendet werden, wird das Kurzzeitgedächtnis nicht in das Langzeitgedächtnis übernommen. Damit kann sich der Patient nicht mehr an das Erinnern was kurz vor und kurz nach der Anästhesie oder Sedierung passiert.

Diese Phase kann unterschiedlich lang sein, sogar bei ein und demselben Patienten bei verschiedenen Narkosen. Vorhersagbar ist dieser Erinnerungsausfall nicht.

Moderne Medikamente ermöglichen ein rasches und angenehmes Einschlafen des Patienten. Dabei werden die Medikamente typischerweise intravenös verabreicht, bei Kindern und in seltenen Fällen auch bei Erwachsenen auch über eine Maske über die Atemluft. Der Patient schläft dann schnell und problemlos innerhalb weniger Minuten ein.

Der Patient spricht spätestens 24 Stunden vor der Operation mit dem Anästhesisten. Es kann leider nicht immer der Anästhesist sein, der auch die Anästhesie durchführt; nach Möglichkeit soll dies aber so sein. Es handelt sich dabei um das Prämedikationsgespräch auf der Station oder in der Anästhesie-Sprechstunde. Der Anästhesist sichtet die Unterlagen des Patienten, befragt ihn noch einmal über wichtige Daten aus seiner Vorgeschichte und erklärt ihm, wie prinzipiell die Anästhesie bei ihm durchgeführt werden kann, welche Vor- und welche Nachteile ein bestimmtes Verfahren hat. Danach kann sich der Patient fü ein Verfahren entscheiden.