15. Klinischer Abend der gynäkologischen Onkologie Dortmund

PIPAC bei Ovarialkarzinom

Ausgezeichnet für ihr Engagement: Treuepreis 2017 für drei ...

Sie glänzen mit außergewöhnlichem Engagement und empathischem Verhalten gegenüber Patienten und...

Mit Liebe genäht: Frauenklinik wird von Sternenzauber & Frühchenwunder ...

Von Lätzchen bis Sternchen-Betten

Entwicklung in der operativen Gynäkologie

In der Bibliothek der alten Frauenklinik, Raum Dudenstift (Bibliothek Dudenstift)

Das Kontinenzzentrum bekommt Rezertifizierung

Der Erfolg spricht für sich: Die Qualität des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums im Klinikum...

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16.05.2017 - Kreißsaal-Führung in der Frauenklinik

Bei sehr großen Brüsten kommt es oft zu körperlichen Schmerzen wegen einer erheblichen Wirbelsäulenbelastung. Häufig zeichnen sich starke Schnürfurchen an den Schultern durch einen Einschnitt des Büstenhalters ab. Bei warmen Temperaturen sammelt sich oft Feuchtigkeit unter der Brust und es kann zu Hauterkrankungen kommen.


In diesen Fällen hilft einer operative Verminderung des Brustvolumens (Reduktionsplastik). Eine solche Verminderung des Volumens kann aber auch bei Frauen in Betracht kommen, bei denen eine ungünstige Relation zwischen der Größe des Busens und den übrigen Körperformen besteht. Sehr schlanke Frauen leiden manchmal darunter, dass die Größe des Busens nicht zu ihrer Konfektionsgröße passt.


Es gibt verschiedene operative Techniken, mit denen die Brust verkleinert werden kann. In der Regel muss gleichzeitig die Brustwarze angehoben werden. Sie wird jedoch so weit im Gewebeverbund belassen, dass ihre Sensibilität normalerweise vollständig erhalten bleibt. Je nach Umfang der Operation kann häufig auch die Stillfähigkeit erhalten bleiben.


Ohne Narben ist eine Reduzierung des Brustvolumens nicht möglich; durch sehr feines Nahtmaterial und extrem sorgfältige Nahttechniken kann die Sichtbarkeit jedoch sehr begrenzt werden. In der Regel bleibt eine Narbe um den Warzenvorhof, von dort verläuft eine zweite Narbe senkrecht nach unten zur Brustumschlagsfalte und dort findet sich schließlich eine weitere querverlaufende Narbe. Bei vielen Frauen ist später von diesen Narben kaum noch etwas sichtbar, andere haben leider die Neigung zu einer etwas ausgeprägteren Narbenbildung. Dies lässt sich im Einzelfall nicht vorhersehen.

  • Für die Brustreduktion ist normalerweise ein stationärer Aufenthalt von drei bis fünf Tagen erforderlich. In seltenen Fällen - wenn es sich überwiegend um ein Lifting der Brust handelt - kann der Eingriff ambulant vorgenommen werden.

  • Für diese Operation, ganz besonders für die Durchblutung der Brustwarzen ist es wünschenswert, dass sie nicht rauchen. Wenn Sie Raucherin sind, stellen Sie bitte mindestens zwei Wochen vor der Operation das Rauchen ein und verzichten auch zwei bis drei Wochen nach der OP und darauf.

  • Zwei Wochen vor dem Eingriff dürfen Sie keine aspirinhaltigen (Acetylsalizylsäure-haltigen) Präparate mehr einnehmen, da es sonst zu unkontrollierten Nachblutungen kommen kann und das kosmetische Ergebnis gefährdet wird. Achten Sie auch auf „verstecktes“ Aspirin in Kombinationspräparaten!

  • Häusliche Schonung benötigen Sie für etwa 2 Wochen, danach ist die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt Die Fäden werden ein bis zwei Wochen belassen.

  • Sie erhalten von uns eine Verordnung über einen speziellen Büstenhalter zur Kompression und Formung der Brust, den Sie etwa zwei Monate tragen sollen. Danach ist es langfristig empfehlenswert, regelmäßig einen BH zu tragen. Sport können nach etwa sechs bis acht Wochen wieder betreiben.

  • Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten der Operation von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Voraussetzung dafür ist, dass es durch die Größe der Brust zu Folgeerscheinungen mit Krankheitswert gekommen ist (Fehlhaltung, Rückenschmerzen, Hauterkrankungen etc.). In der Regel ist dies der Fall, wenn auf jeder Seite mindestens 500 g Drüsengewebe zuviel vorhanden ist. In diesen Fällen erhalten Sie von uns eine ärztliche Bescheinigung zur Beantragung der Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse. Wenn die Krankenkasse die Kosten übernimmt, benötigen wir deren schriftliche Bestätigung. Wenn Sie den Eingriff selbst bezahlen müssen, beraten wir Sie über die Kosten.

Für viele Frauen hat die Größe der Brust im Verhältnis zu ihren anderen Körperproportionen eine besondere Bedeutung für die seelische Ausgeglichenheit und ein optimales Selbstwertgefühl.


Bei manchen Frauen ist die Brust primär relativ klein, bei anderen kommt es nach der Geburt von Kindern zu einem Rückgang von Brustdrüsengewebe. Die Haut wirkt erschlafft und ist nicht mehr ausreichend mit Gewebe gefüllt (sog. Involutionsbrust) Gelegentlich ist auch nur eine Brust deutlich kleiner als die andere.


Typischerweise erfolgt der Brustvergrößerung in diesen Situationen durch die Einlage eines sog. Implantates. Unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Situation besprechen wir mit Ihnen

  • die Auswahl, welche Implantate eingesetzt werden können,

  • wie groß das Implantat gewählt werden soll,

  • ob das Implantat vor oder unter dem großen Brustmuskel zu liegen kommt und

  • wie die Schnittführung ist.

Das Implantat kann über einen kleinen Schnitt von der Achselhöhle aus, von der Brustumschlagsfalte aus oder durch den Warzenvorhof eingeführt werden. Die Schnitte sind jeweils so klein, dass man die Narben später kaum noch sieht. Für die Implantate kommen entweder silikonhaltige oder Salzwasser gefüllte Kissen in Betracht. Beide Kissen sind in Deutschland zugelassen.


Es ist inzwischen durch große Untersuchungen wissenschaftlich bewiesen, dass Silikon-Brustimplantate keine spezifischen Erkrankungen auslösen. Die Implantate sind heute extrem dicht, so dass auch kein Silikon in den Organismus austritt. Man kann davon ausgehen, dass die Lebensdauer derartiger Implantate 10 bis 15 Jahre beträgt. Jährliche Kontrolluntersuchungen werden empfohlen, um einen Implantatwechsel rechtzeitig vornehmen zu können.


Die Resultate eines Brustvergrößerungs sind normalerweise sehr gut. Sie erhalten wieder eine volle Brustform und für viele Frauen trägt der Eingriff erheblich dazu bei, ihr Selbstvertrauen zu steigern.

  • Je nach Ihrer individuellen Situation kann die Brustvergrößerung durch Implantateinlage ambulant oder stationär vorgenommen werden.

  • Die wenigsten Komplikationen ergeben sich, wenn sie nicht rauchen. Sind sie Raucherin, ist es erforderlich, mindestens zwei Wochen vor dem Eingriff den Zigarettenkonsum auf höchstens 5 Zigaretten pro Tag zu reduzieren und dies auch zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff durchzuhalten.

  • Zwei Wochen vor dem Eingriff dürfen Sie keine aspirinhaltigen (Acetylsalizylsäure-haltigen) Präparate mehr einnehmen, da es sonst zu unkontrollierten Nachblutungen kommen kann und das kosmetische Ergebnis gefährdet wird. Achten Sie auch auf „verstecktes“ Aspirin in Kombinationspräparaten!

  • Häusliche Schonung benötigen Sie etwa eine Woche, danach sind Sie wieder arbeitsfähig.

  • Die sehr dünnen Fäden werden nach acht bis zehn Tagen entfernt.

  • Einen festen Stütz-BH müssen sie für ca. 6 Wochen tragen. In dieser Zeit sind körperliche Anstrengungen zu meiden. Danach sind alle körperlichen und sportlichen Aktivitäten wieder uneingeschränkt möglich.

  • Weder gesetzliche noch private Krankenkassen übernehmen in der Regel diesen Eingriff. Ausnahmen bestehen bei einer deutlichen Seitenungleichheit. In diesen Fällen erhalten Sie von uns eine ärztliche Bescheinigung zur Vorlage bei Ihrer Krankenkasse. Wenn die Krankenkasse die Kostenübernahme zugesichert, benötigen wir vor dem Eingriff deren schriftliche Bestätigung. Wenn Sie den Eingriff selbst bezahlen müssen, beraten wir Sie über die Kosten.

Die Betreuung diabetischer Schwangerer gehört zu den Schwerpunktaufgaben des Perinatalzentrums Dortmund. In enger Zusammenarbeit mit den Medizinischen Kliniken Mitte und Nord erfolgt die Einstellung und Führung der Stoffwechsellage während des gesamten Schwangerschaftsverlaufs.

Jugendlicher, insulinpflichtiger Diabetes mellitus

Beim jugendlichen Diabetes mellitus besteht schon in der Kindheit oder als Jugendlicher eine Erschöpfung der körpereigenen Insulinproduktion. In dieser Situation ist die tägliche Zufuhr von Insulin in Spritzenform erforderlich. Diese Patienten sind in der Regel durch einen Internisten, heute oft durch einen spezialisierten Diabetologen, gut in ihrem Zuckerstoffwechsel eingestellt.


In der Schwangerschaft steigt der Insulinbedarf stark an und die Stoffwechseleinstellung muss besonders sorgfältig erfolgen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den betreuenden Internisten und an den Frauenarzt. Durch eine konsequente Stoffwechseleinstellung haben insulinpflichtige Frauen während der Schwangerschaft ein kaum noch erhöhtes Risiko für sich selbst und ihr Kind. Das setzt aber eine intensive Überwachung über den gesamten Schwangerschaftsverlauf voraus.


In der Schwangerschaft schwanken die Blutzuckerwerte oft erheblich. Es kann häufiger zu Infektionen, Erkrankungen des Mutterkuchens (Plazenta) und nachfolgend zu vorzeitigen Wehen und zur Frühgeburt kommen. Daher ist auch eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin erforderlich. Bei übermäßigem Zuckerangebot kommt es zu einer vermehrten Gewichtszunahme des Kindes (Makrosomie) und oft auch zu einer vermehrten Bildung von Fruchtwasser (Hydramnion). Damit können Probleme für die Geburt verbunden sein und manchmal wird zur Verhinderung von Geburtsproblemen ein vorbeugender Kaiserschnitt erforderlich.

Schwangerschaftsbedingter Diabetes mellitus (Gestationsdiabetes)

Bei jeder siebten bis zehnten Schwangeren besteht das Risiko, eine besondere Form der Zuckerstoffwechselstörung erst in der Schwangerschaft zu entwickeln. Dieser sogenannte Gestationsdiabetes tritt erstmals in der Schwangerschaft auf und nach der Schwangerschaft verschwinden die Probleme meistens von selbst.


An einem Gestationsdiabetes können alle Schwangeren erkranken. Besondere Risikofaktoren sind jedoch eine Übergewichtigkeit, Spätgebärende, ein Gestationsdiabetes in einer vorangegangenen Schwangerschaft und ein hohes Geburtsgewicht in einer vorhergehenden Schwangerschaft.


Der Gestationsdiabetes wird oft nicht frühzeitig erkannt, sondern erst, wenn Komplikationen wie übermäßiges Wachstum des Kindes, vermehrte Fruchtwasserbildung und Funktionsstörungen des Mutterkuchens eintreten. Im schlimmsten Fall kann es bei nicht erkannter und unzureichend behandelter Stoffwechselstörung zum Absterben des Kindes noch im Mutterleib kommen!


In Deutschland wird bisher kein routinemäßiges Screening auf einen Gestationsdiabetes vorgenommen, da hierüber noch keine Einigung mit den Krankenkassen erfolgt ist. Um so wichtiger ist es daher, bei folgenden Risikofaktoren eine Untersuchung auf einen Gestationsdiabetes vorzunehmen:

  • Zuckernachweis im Urin (Glukosurie)

  • Erhöhter mütterlicher Blutdruck (Hypertonus)

  • Gestationsdiabetes in vorheriger Schwangerschaft

  • Übergewichtiges Kind in vorheriger Schwangerschaft (Makrosomie)

  • Kind mit Fehlbildung in der Vorgeschichte

  • Schwangere mit höherem Alter (> 35 Jahre)

  • Gehäufte Infektionen in der Schwangerschaft

  • Verdacht auf erhöhtes kindliches Gewicht im Schwangerschaftsverlauf (Ultraschall)

  • Verdacht auf vermehrtes Fruchtwasser (Hydramnion)

  • Verdacht auf Funktionsstörung des Mutterkuchens (Plazentainsuffizienz)

In diesen Fällen sollte ein sog. Glukosetoleranztest erfolgen. Hier wird nüchtern zunächst der Blutzuckerwert bestimmt und dann ein Saft mit einer definierten Menge Glukose getrunken. Nach 1 Stunde und nach 2 Stunden erfolgen weitere Blutentnahmen. Aus den ermittelten Werten kann abgelesen werden, ob eine Stoffwechselstörung vorliegt oder nicht.


Wird ein Gestationsdiabetes nachgewiesen, ist eine Ernährungsumstellung nach entsprechender Diätberatung notwendig. Wenn trotz Ernährungsumstellung weiter erhöhte Blutzuckerwerte nachgewiesen werden, ist eine Umstellung auf Insulin dringend geboten, um Schäden für Mutter und Kind zu vermeiden.

Überwachungsmaßnahmen


Sowohl beim insulinpflichtigen Diabetes mellitus als auch beim Gestationsdiabetes sind von frauenärztlicher Seite intensive Überwachungsmaßnahmen mittels Kardiotokographie (CTG), Ultraschall, Labor etc. notwendig.


In Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzten bieten wir Ihnen eine Mitbetreuung im Rahmen unserer Sprechstunde für Risikoschwangere an.


Auch die Geburtsplanung sollte sowohl beim insulinpflichtigen Diabetes als auch beim Gestationsdiabetes rechtzeitig vor dem Einsetzen von Wehen oder vor einem Blasensprung erfolgen. Sinnvoll ist ein Gespräch, evtl. mit Untersuchung, etwa 3 bis 4 Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin.

Die enge Nachbarschaft zwischen den inneren Geschlechtsorganen der Frau sowie Blase und Harnröhre machen verständlich, dass ein Zusammenhang zwischen Senkungen der inneren Geschlechtsorgane (Gebärmutter und Scheide) und Störungen der Blasenfunktion besteht. Die Diagnostik und Therapie von Blasenstörungen (unwillkürlicher Urinabgang, Entleerungsstörungen) haben daher eine ebenso lange gynäkologische Tradition wie die operative Korrektur senkungsbedingter Beschwerden.


In der Frauenklinik des Klinikums Dortmund besteht eine spezielle Sprechstunde, in der vor einer Behandlung eine sorgfältige Diagnostik von entsprechenden Beschwerden vorgenommen werden kann. Häufig ist dazu eine Messung der Druckverhältnisse in Blase und Harnröhre (urodynamische Untersuchung) notwendig. Dazu wird ein dünner steriler Katheter zur Druckmessung in die Blase eingeführt. Diese Maßnahme einschließlich einer sorgfältigen Befragung und gynäkologischen Untersuchung dauert ca. 45 Minuten.


Erst nach dieser gründlichen Diagnostik wird besprochen, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen.


Bei ausschließlicher Senkung ohne Urinverlust kommen Operationen zur Rückverlagerung der vorgefallenen Organe in Betracht. Dabei kann die Gebärmutter oft erhalten werden, manchmal ist deren Entfernung aber notwendig, um eine lange anhaltende Stabilisierung zu erreichen. Je nach Situation erfolgt die Operation über einen Bauchschnitt oder von der Scheide aus.


Bei unwillkürlichem Urinabgang muss die genaue Ursache durch die Blasendruckmessung ermittelt werden:

  • In den Fällen, die durch das unwillkürliche Zusammenziehen der Blase verursacht sind, muss dann nur mit Medikamenten behandelt werden (Drang- oder Urge-Inkontinenz).

  • Ist die Ursache eines Wasserverlustes in einem schwachen Blasenverschluss lokalisiert, kann durch Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur manchmal eine Besserung oder Heilung ohne Operation bewerkstelligt werden. Bei höherem Schweregrad ist die Operation jedoch unumgänglich, wenn die Beschwerden geheilt werden sollen.

Besteht neben dem unwillkürlichen Abgang von Urin keine nennenswerte Senkung, kommen zwei typische Operationsverfahren zum Einsatz, die von uns beide häufig eingesetzt werden:

  • Die sogenannte Kolposuspension (z.B. Operation nach Burch) hebt über einen kleinen Bauchschnitt den Übergang von der Harnröhre zur Harnblase so an, dass bei Belastungen wie Husten, Springen, Sport o.ä. die Blase wieder dicht ist.

  • In einem relativ neuen Operationsverfahren wird von der Scheide aus ein Kunststoffband spannungsfrei unter die Harröhre gelegt und stabilisiert dadurch ebenfalls den Blasenverschluss. Bei diesem sog. Tension Free Vaginal Tape (TVT) erfolgt die Operation normalerweise in örtlicher oder regionaler Betäubung. Dieses Verfahren bietet wie die Kolposuspension Heilungsaussichten für Erstoperationen von ca. 90 %. Der Vorteil dieser Technik liegt in der relativ kurzen Dauer des notwendigen Krankenhausaufenthalts (ca. 3 Tage). Es gibt wegen der Neuheit dieser Technik aber noch keine Langzeiterfahrungen. Die Ergebnisse nach 4 Jahren sind ähnlich gut wie bei der Kolposuspension.

Was sind Myome?
Myome sind gutartige Knoten die von der Gebärmutter ausgehen und aus Gebärmuttermuskulatur und Bindegewebe bestehen. Sie kommen bei 20 bis 30 Prozent der über 30-jährigen Frauen vor, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter zunimmt. Ihre Anzahl, ihre Größe und ihre Lage können stark variieren. Einzelne oder auch mehrere Myome in verschiedener Größe können in der Gebärmutterwand sitzen (intramural) und in die Gebärmutterhöhle (submukös) oder auch in den Bauchraum (subserös) reichen.

Welche Beschwerden können vorliegen?
In vielen Fällen verursachen die Myome keine Beschwerden und werden in der Vorsorgeuntersuchung zufällig entdeckt. Je nach Größe und Lage der Myome können unterschiedliche Beschwerden ausgelöst werden. Häufig sind verstärkte oder verlängerte Menstruationsblutungen, die zu einer Anämie (Blutarmut) mit zum Beispiel Schwindel und Kopfschmerzen führen. Große Myome können auf die Nachbarorgane, wie Harnblase und Darm drücken und Unterbauchschmerzen, Harndrang und Verstopfung verursachen. Selten besteht bei gestielten Myomen die Gefahr der Stieldrehung mit plötzlich eintretenden starken Schmerzen. Schwangerschaften können durch submuköse Myome erschwert und durch Wachstum der Myome gestört werden. Äußerst selten liegt eine bösartige Entartung der Zellen (Sarkome) vor.

Wie werden Myome untersucht?
Größere Myome können in der gynäkologischen Untersuchung getastet werden. Kleinere Myome lassen sich durch eine Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke und über die Scheide gut darstellen. Die Kernspin-(MRT)-Aufnahme kann im Einzelfall notwendig sein, um eine genauere Ausdehnung der Myome und die Wirkung auf die Nachbarorgane zu erfassen. Durch eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) können submuköse Myome eingesehen werden, meist wird diese Untersuchung mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) kombiniert, um zusätzlich die Durchgängigkeit der Eileiter zu prüfen.

Welche Therapiemöglichkeiten bestehen?
Je nach Untersuchungsbefund, den Beschwerden, den individuellen Wünschen und der weiteren Familienplanung erfolgt in unserer gynäkologischen Ambulanz der Frauenklinik die ausführliche Beratung über folgende Therapiemöglichkeiten von myombedingten Beschwerden:

1. Medikamentös-hormonelle Therapie:
Myome wachsen unter dem Einfluss der weiblichen Hormone. Durch die Hemmung der Hormone oder der Hormonproduktion kann das Wachstum gestoppt und Myome verkleinert werden, zudem wird die Blutungsstärke reduziert und die Beschwerden gemildert. Die Therapie erfolgt für drei bis sechs Monate und kann einer geplanten Operation vorgeschaltet werden. Hierzu zugelassene Medikamente sind zum Beispiel Ulipristal und Goserelin (GnRH-Analoga).

2. Myomembolisation:
Durch einen Verschluss der die Myome versorgenden Gefäße können myombedingte Beschwerden beseitigt oder gemindert werden. Dieses Vorgehen stellt eine Alternative zur Operation dar und wird in der hiesigen radiologischen Klinik angeboten. Die Voruntersuchung, Beratung und die Terminierung erfolgt über die Frauenklinik.

3. Operative Myomentfernung:
Ziel der operativen Entfernung der Myome ist der Erhalt der Gebärmutter. Das hierfür gewählte Verfahren ist von der Größe und Lage der einzelnen Myome abhängig. Die meisten Myome lassen sich durch minimalinvasive Verfahren, Schlüsselloch-Chirurgie, entfernen. Submuköse Myome bis 4 cm Durchmesser können mittels operative Spiegelung der Gebärmutter (Hysteroskopie) abgetragen werden. Die meisten serösen und intramuralen Myome werden durch die operative Bauchspiegelung (Laparsokopie) entfernt. Selten muss ein Bauchschnitt erfolgen, um sehr große Myome auszuschälen.

   

Was bieten wir?
Wir bieten in unserer gynäkologischen Ambulanz die fachärztliche Untersuchung und die Beratung bei Myomen durch einen erfahrenen Facharzt an. In Kenntnis der Therapiealternativen, ihrer Erfolgchancen und Grenzen sowie typische Nebenwirkungen und möglichen Komplikationen steht für uns die Berücksichtigung des Patientinnenwunsches im Vordergrund.

Wie erreichen Sie uns?

Frauenklinik
Klinikum Dortmund gGmbH
Beurhausstraße 40
44137 Dortmund

Klinikdirektor
Prof. Dr. Thomas Schwenzer
Sekretariat: Petra Hartjen
Tel. 0231 953-21480
petra.hartjen(a)klinikumdo.de

Terminvereinbarung
Gynäkologische Ambulanz
Tel. 0231 953-21488
Anrufzeiten: 8.00 – 16.00 Uhr
frauenklinik(a)klinikumdo.de

Sprechstunde
Dienstag 9.00 – 14.00 Uhr
Donnerstag 9.00 – 14.00 Uhr

Plastisch ästhetische Operationen an der Brust

  • Der Bereich der plastischen-ästhetischen Operationen an der Brust umfasst ein weites Spektrum an Eingriffen. Es kann sich um Operationen nach einem vorangegangenen Brustkrebs ebenso handeln, wie um gutartige Situationen.

  • Wir kennen die Bedeutung der Brust für das körperliche und seelische Wohlbefinden der Frau. Es ist daher unser Anliegen, Ihnen auf diesem Weg in jeder Weise behilflich zu sein.

  • Die Frauenklinik ist Teil des Brustzentrums des Klinikums Dortmund.

  • Sie können darauf vertrauen, dass im Verbund des Brustzentrums eine hochspezialisierte Diagnostik und Therapie nach den modernsten Erkenntnissen der Medizin durchgeführt wird.

  • Über unsere Brustsprechstunde kann eine Terminvereinbarung für eine individuelle Beratung erfolgen.

Eine Kontaktaufnahme kann auch per eMail erfolgen:

Info(a)BrustzentrumDortmund.de

Die Bundesärztekammer hat am 27. Oktober 1999 einen Entwurf für eine Charta der Patientenrechte vorgestellt. Unabhängig von deren Weiterentwicklung und gesetzlichen Ausgestaltung fühlen sich die Ärztinnen und Ärzte der Frauenklinik schon heute dieser Charta verpflichtet. Sie dürfen darauf vertrauen, dass wir bei der ambulanten und stationären Behandlung der uns anvertrauten Patientinnen nach diesen Grundsätzen verfahren.

Prof. Dr. med. Thomas Schwenzer

Direktor der Frauenklinik der Klinikum Dortmund gGmbH

Entwurf für eine Charta der Patientenrechte (30.09.99)

Präambel
Angesichts der besonderen Schutzbedürftigkeit eines Menschen, der als Patient bei einem Arzt Hilfe sucht, ist es sinnvoll, auf der Grundlage der allgemein anerkannten Menschenrechte Patientenrechte zu formulieren. Ärzte und andere, die mit der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung betraut sind, haben eine gemeinsame Verantwortung, diese Rechte anzuerkennen und zu wahren.


Ärzte haben die Verpflichtung, der Gesundheit des einzelnen Menschen und der Bevölkerung zu dienen. Ihre Aufgabe besteht darin, Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern, Sterbenden Beistand zu leisten und an der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesundheit der Menschen mitzuwirken.


Die moderne Medizin stellt Patient und Arzt mehr denn je vor die Notwendigkeit, zwischen unterschiedlichen Maßnahmen einer möglichen medizinischen Versorgung zu wählen. Diese Wahl wird zunehmend von subjektiven Wertvorstellungen geprägt. Patient und Arzt sollten so weit wie möglich gemeinsam handeln. Würde und Selbstbestimmung des Patienten sind Grundlage des ärztlichen Handelns und der Patientenrechte.


Wenn den Patienten diese Grundrechte verwehrt werden, müssen Ärzte zur Sicherstellung dieser Rechte geeignete Maßnahmen ergreifen.

Das Recht auf medizinische Versorgung

Jeder Mensch - ohne Unterschied - hat das Recht auf angemessene medizinische Versorgung. Insbesondere darf niemand wegen seines Geschlechts, seines Alters, einer Behinderung, seiner Abstammung, seiner Herkunft, seiner Sprache, seiner Hautfarbe, seiner Armut, seines Glaubens, seiner politischen, religiösen oder sonstigen Anschauungen diskriminiert werden.

Das Recht auf Qualität

Der Patient hat ein Recht auf die gewissenhafte Ausführung der gebotenen medizinischen Maßnahmen nach den Regeln der ärztlichen Kunst.

Das Recht auf Selbstbestimmung

Jeder Mensch hat das Recht, über Art und Ausmaß seiner Versorgung - im Rahmen medizinischer Prinzipien - selbst zu bestimmen.


Alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen setzen die Zustimmung des Patienten voraus. Jeder Mensch hat damit grundsätzlich das Recht, eine Behandlung abzulehnen, selbst dann, wenn sie ärztlich geboten erscheint.


Der Patient hat das Recht, die für seine Entscheidung notwendige Information und kompetente Beratung in der dafür benötigten Zeit zu erhalten. Darüber hinaus hat er auch das Recht auf "Nichtwissen" und kann die Information ablehnen.


Jeder Mensch hat das Recht, die Mitwirkung an der medizinischen Forschung oder Lehre abzulehnen. Ihm dürfen daraus keinerlei Nachteile in der Diagnose oder Behandlung erwachsen.


Ist der Patient bewußtlos oder kann er seinem Willen aus anderen Gründen keinen Ausdruck geben, hat er das Recht, daß die Einwilligung zu einem medizinischen Eingriff von einem gesetzlichen Vertreter oder einer dazu befugten Vertrauensperson - nach deren fachgerechter

Information und Aufklärung - eingeholt werden muß. Falls ein gesetzlicher Vertreter oder eine dazu befugte Vertrauensperson nicht erreichbar ist, ein medizinischer Eingriff aber unaufschiebbar erforderlich ist, genügt die mutmaßliche Einwilligung.


Kinder haben das Recht, entsprechend ihrer geistigen Reife über ihre gesundheitliche Versorgung informiert und an den Entscheidungsprozessen beteiligt zu werden. Die Notwendigkeit einer Zustimmung des gesetzlichen Vertreters bleibt unberührt.

Das Recht auf Vorausverfügung

Jeder Mensch hat das Recht auf vorsorgliche Willensbekundung - z.B. durch eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht - für den Fall, daß er nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen rechtlich verbindlich zu äußern.

Das Recht auf Aufklärung und Beratung

Jeder Mensch hat das Recht, über seinen Gesundheitszustand oder seine Erkrankung, über die möglichen medizinische Eingriffe oder Verfahren in vollem Umfang in verständlicher Wiese informiert, aufgeklärt und beraten zu werden. Jeder Mensch hat aber auch das Recht,

auf Information, Aufklärung und Beratung zu verzichten, es sei denn, daß diese zum Schutz des Lebens oder der Gesundheit einer anderen Person unabdingbar erforderlich sind.


In Ausnahmefällen können dem Patienten Informationen vorenthalten werden, wenn es triftige Gründe zu der Annahme gibt, daß diese Information zu einer ernsthaften Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit des Patienten oder Dritter führen würden.

Das Recht auf Vertraulichkeit

Jeder Mensch hat das Recht, daß seine Informationen und Daten - auch über seinen Tod hinaus - der Schweigepflicht unterliegen und von Ärzten, Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen, den staatlichen Organen und den Organen der Sozialversicherung vertraulich behandelt werden.


Vertrauliche Informationen dürfen grundsätzlich nur mit einer auf freier Willensentscheidung beruhenden Zustimmung des Patienten weitergegeben werden. Der Patient kann den Arzt ermächtigen, Angehörigen oder Seelsorgern oder sonstigen von ihm benannten Personen,

wie Rechtsanwälten, Auskunft über seinen Gesundheitszustand und die Prognose zu geben. Die ärztliche Schweigepflicht besteht auch gegenüber anderen Ärzten, die nicht an der Behandlung des Patienten beteiligt sind.


Alle Daten, die den Rückschluß auf die Person des Patienten zulassen, müssen geschützt werden. Die Vertraulichkeit der Patientendaten muß durch geeignete technische und Maßnahmen der Datensicherung und Datenspeicherung gewährleistet sein.

Das Recht auf freie Arztwahl

Jeder Patient hat das Recht, den Arzt, das Krankenhaus oder eine sonstige medizinische Einrichtung frei zu wählen oder zu wechseln.


Jeder Patient hat das Recht, jederzeit die Meinung eines anderen Arztes einzuholen.

Das Recht auf Dokumentation

Jeder Patient hat das Recht darauf, daß der Diagnose- und Behandlungsablauf, unerwünschte Wirkungen medizinischer Eingriffe oder Verfahren sowie alle sonstigen wichtigen Informationen dokumentiert werden. Die Information des Patienten - aber auch der Verzicht auf Informationen durch den Patienten, wie auch gegebenenfalls das Vorenthalten der Information - müssen dokumentiert werden. Die Dokumentation muß im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen aufbewahrt werden.

Das Recht auf Einsichtnahme

Der Patient hat das Recht auf Einsicht aller ihn betreffenden konkreten Informationen, die in seinen Krankenakten festgehalten sind; dieses beinhaltet nicht die subjektiven Aufzeichnungen und Bewertungen des behandelnden Arztes.

Das Recht auf Schadensersatz

Der Patient hat ein Recht auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bei verschuldeter fehlerhafter Aufklärung oder Behandlung. Er hat das Recht auf kostenlose Anrufung der ärztlichen Schlichtungsstellen oder Gutachterkommissionen.

In der Städtischen Frauenklinik Dortmund können Operationen sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden. Welche Vorgehensweise bei Ihnen in Betracht kommt, hängt von vielen Faktoren ab: Natürlich von der Größe der Operation, aber auch von Ihren individuellen Lebensverhältnissen (Haben Sie Hilfe nach der Operation oder leben Sie allein). Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt werden Sie beraten und auch wir helfen gern bei der Entscheidung.


Wir sind gesetzlich verpflichtet, vor jeder stationären Aufnahme zu prüfen, ob alternativ auch eine ambulante Behandlung möglich ist. Ambulante Versorgung hat grundsätzlich Vorrang vor stationärer Therapie.


Wir möchten Ihren Aufenthalt in der Klinik so kurz wie notwendig machen. Daher sollen möglichst viele Untersuchungen schon vor der eigentlichen Krankenhausaufnahme durchgeführt werden. Wir können Sie dann unmittelbar am Tag vor dem Eingriff oder sogar erst am Operationstag stationär aufnehmen.


Sowohl für die stationäre Behandlung als auch für eine ambulante Operation benötigen wir eine Krankenhauseinweisung durch Ihren niedergelassenen Arzt.


Einen Termin in unserer Klinik vereinbart entweder die einweisende Praxis oder Sie selbst.

Telefon 0231/953-21488

Telefax 0231/953-21090

Bei größeren Eingriffen ist zunächst ein Besprechungstermin wichtig, da wir dann eine genaue Zeitplanung vornehmen können. So ist sichergestellt, daß Sie vor der Operation nicht unnötig lange in der Klinik liegen müssen!

Was muß ich mitbringen?

  • Einweisungsschein

  • Befunde / Arztbriefe vorausgegangener Operationen

  • Röntgenbilder, soweit vorhanden

  • Eine Liste der Medikamente, die sie regelmäßig einnehmen

  • Hier finden Sie eine Liste der blutverdünnenden Medikamente, die Sie 10 Tage vor einer Operation nicht einnehmen sollten! Bitte fragen Sie Ihre behandelnden Ärzte ob Ersatzmedikamente notwendig sind.

  • Allergiepaß