2. Interdisziplinäre Fallkonferenz - Herz und Hirn – Update 2018

Mittwoch, 14. Februar 2018, 16:15 – 20:00 Uhr, im Lensing Carrée Conference Center Dortmund

Focus-Klinikliste 2017: Klinikum Dortmund unter den Top-Kliniken

Hohe Reputation und medizinische Qualität

Per Infrarot ins Gefäß geschaut: Kardiologen entdecken frühzeitig ...

In ein Blutgefäß hinein schauen, ohne es öffnen zu müssen: Das ist seit kurzem mit der neuen...

In sechzig Sekunden drei Leben gerettet: Kardiologen helfen ...

Außergewöhnlicher Eingriff im Katheterlabor

Wenn die Luft wegbleibt: Herz oder Lunge – wer ist „schuld“?

Das Herz und die Lunge sind die beiden wichtigsten Organe, die dazu beitragen, dass sich Menschen...

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Ablation bei Vorhofflimmern

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06.11.2017 - Das "schwache Herz" - Chat anlässlich Dt. Herzwoche

Vorhofseptumdefekt

Der Verschluß von Defekten im Bereich der Vorhofscheidewand (sog. Vorhofseptumdefekte) erfolgt in der Regel bis zum 6. Lebensjahr. Allerdings werden bei fehlender Symptomatik solche Defekte manchmal erst im Jugend- oder Erwachsenenalter erkannt. Hier entsteht die Indikation für einen Defektverschluß vor allem aus der klinischen Symptomatik, welche in einer Belastungsschwäche als Folge der Durchmischung des Blutes aus dem linken und rechten Vorhof oder dem Auftreten von kleinen arteriellen Gefäßverschlüssen im Gehirn als Folge des Übertritts von Gewebeteilchen von der rechten auf die linke Vorhofseite des Herzens bestehen kann.

Das Mittel der Wahl für einen solchen Defektverschluss im Erwachsenenalter besteht heute in einer kathetertechnischen Plazierung eines Verschlussystems (sog. Schirmchenverschluß) im Defekt, d. h. einem Eingriff im Herzkatheter-Labor ohne Operation. Diese Schirmchen verankern sich selbst am Rand des Defektes und verschließen diesen sicher. Die dazu notwendige Prozedur wird an der seit mehreren Jahren mit großem Erfolg angewandt.

Leider kann diese Technik jedoch nicht in jedem Fall zur Anwendung kommen, da bei Vorliegen ungünstiger anatomischer Voraussetzungen (zu geringer Rand für eine sichere Plazierung des Schirmchens, sehr viel ausgedehntes Gewebe im Vorhofseptum-Bereich als sog. Vorhofseptum-Aneurysma) ein sicherer Verschluß nicht möglich sein kann.

In diesen Fällen muß zwangsläufig auf den "klassischen" operativen Verschluß zurückgegriffen werden. Allerdings sind wir heute in der Lage, ähnlich wie bei Eingriffen an der Mitralklappe, auch diese Operation in endoskopischer Technik ausführen zu können. Der Zugang erfolgt über die rechte Seite des Brustkorbes. Je nach Form und Größe des Defektes erfolgt dann nach Eröffnung des rechten Vorhofes der Verschluß direkt mittels Naht oder unter Verwendung eines Patches aus patienteneigenem Herzbeutelgewebe (Perikard). Da die Betroffenen nach dem Verschluß eines Vorhofseptumdefektes als definitiv geheilt gelten können, ist dieses Vorgehen aufgrund der Sicherheit des Verfahrens und der exzellenten kosmetischen Ergebnisse insbesondere auch bei jüngeren Patientinnen und Patienten sehr beliebt. Der Verschluss eines Vorhofseotumdefektes sollte heute immer ohne Durchtrennung des Brustbeines möglich sein.

Aufgrund unserer großen Erfahrung im Bereich der endoskopischen Herzchirurgie können wir Ihnen auch diesen Eingriff an der jederzeit anbieten.