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Geschichten

"Ich bin stärker als der Krebs"

Eine der ersten Patientinnen (2006) im Westfälischen Brustzentrum erinnert sich

WeiManuelle Brustuntersuchunghnachten stand vor der Tür. Maria Krämer (Name geändert) wusste es bereits, doch sie sagte nichts. „Ich wollte meiner Familie das Weihnachtsfest nicht verderben“, erinnert sich die heute 78-Jährige. Dabei hatte sie wenige Tage vor dem Fest bei der Selbstuntersuchung ihrer rechten Brust etwas ertastet, was sie etwas nervös werden ließ. Aber Frauen wie Maria Krämer nehmen sich gern zurück, wenn es um die Familie geht. Ihre Familie war ihr schon immer wichtig gewesen, ihr Mann, ihre beiden Kinder.

Hieraus schöpfte sie auch ihre Energie, auch, als es ernst wurde. „Ich habe sogar bis nach Neujahr gewartet und bin erst dann ins Westfälische Brustzentrum gegangen“, erinnert sie sich. „Das war natürlich offen gesagt doof, aber ich war auch überzeugt, dass es eine harmlose Zyste sein muss. Ich hatte schon mal eine solche Zyste, also war ich mir eigentlich sicher, dass es nichts Schlimmes sein kann.“

Die böse Überraschung

Maria Krämer wurde eine der ersten Patientinnen, denn die Untersuchungen ergaben, dass es doch keine Zyste war. Vielmehr handelte es sich um einen bösartigen Knoten. „Da fällt man natürlich in ein tiefes Loch, ganz klar. Aber ich kann nur sagen, dass mein Mann mir eine sehr, sehr große Stütze in dieser Zeit war. Auch meine Kinder haben sich sehr um mich gekümmert und geholfen, wann immer es möglich war. Und so wusste ich: Ich bin stärker als der Krebs“, sagt sie.

Die Operation folgte am 12. Januar 2006. Natürlich hatte Maria Krämer Angst, große Angst. Was, wenn sie die Brust entfernen müssen? Wenn der Krebs schon gestreut hat? „Doch Prof. Schwenzer beruhigte mich. Er sagte mir damals, dass wenn es so ist, wie die CT-Aufnahmen es vermuten lassen, ich meine Brust behalte, sie also nicht amputiert werden muss“, sagt sie. Während des Eingriffs stellten die Chirurgen dann fest, dass auch der sogenannte Wächterknoten mit einer Metastase befallen war, doch auch das war kein Grund, die Brust abzunehmen.

„Den sechsten Chemo-Block hätte ich sicherlich nicht mehr überlebt“

Als Maria Krämer nach der OP aufwacht, tastet sie sofort in Richtung Brust. Sie ist noch dran. Glück im Unglück also, sofern man das so sagen kann. Es folgt eine Chemo-Therapie. Fünf Einheiten erhält sie, die sechste verweigert sie. „Den sechsten Chemo-Block hätte ich sicherlich nicht mehr überlebt“, gesteht sie rückblickend. Während der Chemo-Behandlung baut Maria Krämer nämlich stark ab, wird mager, lustlos. „Es gab einen Moment, da wollte ich nicht mehr. Fünf Tage lang hatte ich nichts mehr gegessen, ich lag nur noch da. Und dann kam der Moment, in dem mir mein Mann quasi das Leben gerettet hat.“

„Mein Mann hat mir das Leben gerettet“

Er konnte das Leid seiner Frau nicht länger mit ansehen, rief seinen Hausarzt an, der Maria Krämer appetitanregende Medikamente verschrieb. Das war die Wende zum Guten. Maria Krämer wurde stärker. Mit dem Appetit kam der Lebensmut zurück. Wichtig war für sie dabei auch, sich ausschließlich mit gesunden Menschen zu umgeben. „Ich war nicht stark genug, um mich mit kranken Menschen auszutauschen“, sagt sie. Auch eine Reha lehnte sie aus diesem Grund ab. Es folgten noch Bestrahlungen, aber das war kein Problem mehr. Nach acht Monaten Behandlung war sie geheilt.

Das Wichtigste sind Menschen, auf die man zählen kann

Inzwischen ist Maria Krämer seit zehn Jahren ohne Befund. Regelmäßig kommt sie noch zur Kontrolle ins Westfälische Brustzentrum. „Ich freue mich immer, wenn ich Prof. Schwenzer auf die Frage, wie es mir geht, sagen kann: Gut!“ In der Rückschau war der 78-Jährigen vor allem eines wichtig: „Ein gutes Umfeld ist das A und O. Ich wünsche allen Patienten, dass sie von Menschen umgeben sind, die sie tragen und ihnen helfen, wenn sie nicht mehr können.“