Klinik für HNO-Heilkunde
Beurhausstraße 40
44137 Dortmund
Direktor:
Prof. Dr. Thomas Deitmer
Telefon: 0231 / 953 - 21520
Schon seit Jahrzehnten ist ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie und plastischen Operationen die Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren. Hier versorgt die HNO-Klinik viele Patienten auch aus der weiteren Region. Im Tumorzentrum HNO kooperieren die für die Behandlung wichtigen Disziplinen:
Ein optimales Ergebnis entwickeln wir durch Beratung über die Patienten in der wöchentlichen Tumorkonferenz, die an der HNO-Klinik bereits seit 25 Jahren existiert. Wir schlagen unseren Patienten wenn möglich auch unterschiedliche Behandlungswege vor und besprechen die jeweiligen Vor- und Nachteile mit Blick auf die Heilungsaussichten und die Lebensqualität.
Die Konzepte umfassen chirurgische Techniken von der minimal-invasiven Tumorentfernung mit dem Laser unter Mikrokop-Steuerung bis hin zu Tumorentfernung mit plastisch-rekonstruktiver Wiederherstellung der Funktionen. Hier wird auch routinemäßig der Gewebetransfer mit mikrochirurgischem Wieder-Anschluss der Blutgefäße am Hals durchgeführt.
Für die Strahlenbehandlung stehen modernste Geräte für eine computergestützte Planung und Durchführung der Bestrahlung zur Verfügung. Die genaue Eingrenzung der Bestrahlungsregionen erfordert moderne Technik und spezielle Erfahrung mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, um bei maximaler Bestrahlungwirkung ein Minimum an Nebenwirkungen zu erreichen.
Die Chemotherapie wird für Kopf-Hals-Tumoren in unterschiedlichen und auf die individuelle Situation angepassten Konzepten durchgeführt. Die moderne Antikörper-Chemotherapie wird auch bei Kopf-Hals-Tumoren angewendet. Da die Chemotherapie-Medikamente unterschiedlichste Nebenwirkungen haben können, erfordert die Anwendung eine genaue Kontrolle von Herz-, Lungen-, Leber- und Nierenfunktionen.
Ein wichtiger Beitrag für die Behandlung der Patienten mit Tumoren leisten die Pflegekräfte der HNO-Klinik, die oft schon über eine jahrelange Erfahrung verfügen. Diese einfühlende Beobachtung und Beratung erhöht die Sicherheit und fördert die schnelle Gesundung unserer Patienten.
Bei Bedarf können die Patienten die Hilfe einer Psychologin oder eines Psychologen wahrnehmen, die speziell in der Tumorbehandlung tätig sind (Psychoonkologie). Mit Sozialarbeiterinnen oder Sozialarbeitern können soziale Probleme, Fragen von beruflicher Rehabilitation oder von Rehabilitationskuren besprochen werden. Logopädinnen und Logopäden der Klinik sind besonders erfahren im Training von Stimme und Sprache sowie des Schluckvorganges nach den Behandlungen.
Nicht zuletzt hilft der Kontakt zur Selbsthilfegruppe der Kehlkopfoperierten den Patienten bei Entscheidungen und Bewältigung der Probleme. Der Kontakt zu Personen, die ein vergleichbares Schicksal meistern läßt die Patienten schwierige persönliche Phasen leichter überwinden. Die Klinikbetreuer der Selbsthifegruppe sind geschult und besuchen die Klinik regelmäßig.
So sind wir in der Lage unserer Überzeugung Leben zu geben, dass wir in der Behandlung auch bösartiger Tumoren für unsere Patienten das beste Ergebnis erreichen, wenn wir alle Beteiligten in einem Behandlungs- und Beratungsteam eng zusammenführen.