Urologische Klinik
Münsterstraße 240
44145 Dortmund
Direktor:
Prof. Dr. med. Michael C. Truß
Telefon: 0231 / 953 - 18701
Sekretariat:
Waltraud Drees
Telefon: 0231 / 953 - 18701
In unserem urologischen Zentrum für Minimal Invasive und Robotische Chirurgie (MIC/Robotic-Zentrum) führen wir ergänzend zu den klassischen Schnittoperationen "kamera-assistierte", laparoskopische, endoskopische und Roboter-assistierte Eingriffe ("Schlüssellochoperationen") in hoher Anzahl durch. Ein hochspezialisiertes Ärzteteam betreut Patienten mit gut- und bösartigen Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane.
Während bei den so genannten "offenen" Operationen ein längerer Hautschnitt den Zugang die Sicht auf das erkrankte Organ ermöglicht, führen wir bei der minimalinvasiven Chirurgie (MIC) alle benötigten Präzisionsinstrumente in Miniaturform über winzige Einschnitte in den Körper ein.
Eine kleine Videokamera überträgt hochauflösende Bilder vom Operationsfeld in ca. 15-facher Vergrößerung und ermöglicht so die Beurteilung erkrankter Organe aus verschiedenen Blickwinkeln. Hierdurch wird eine sehr exakte und detailgenaue Darstellung der inneren Organe ermöglicht. Die Operation findet in der geschlossenen Körperhöhle statt. Diese Vorgehensweise bietet bei urologischen Erkrankungen im Vergleich zu den konventionellen Techniken für den Patienten eine Reihe von Vorteilen:
Der Blutverlust ist gering
Die Schmerzen nach der Operation sind reduziert.
Das Risiko von Entzündungen oder eines Narbenbruches ist verringert.
In der Regel sind der Krankenhausaufenthalt und die Rekonvalenszenzzeit kürzer.
Das kosmetische Ergebnis ist i.d.R. besser
"World Congress of Endourology 2009: live surgery"
Heute werden standardmässig immer mehr Eingriffe in minimalinvasiver Technik durchgeführt. Die sogenannte Endoskopisch-Extraperitoneale Radikale Prostatektomie (EERPE) bei Patienten mit auf die Prostata begrenztem (also durch Operation heilbarem) Prostatakarzinom ist einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe. Verschiedene Eingriffe an Niere (Schlüssellochoperationen) und Nebenniere bei gut- und bösartigen Erkrankungen (u.a. Nierenentfernung, Nierenteilentfernung, Nieren- und Harnleiterentfernung, Nierenbeckenplastik, Nebennierenentfernung) können in minimalinvasiver Schlüssellochtechnik durchgeführt werden und gehören heute an spezialisierten Zentren zu den Routineeingriffen. Weiterhin eignet sich dieses Verfahren für verschiedene Korrektureingriffe an der Harnblase (u.a. Entfernung von Harnblasendivertikeln, Senkungsoperationen), zur Behandlung der Varikozele (Krampfaderbruch am Hoden) sowie zur Hodensuche bei Kindern. Sämtliche Eingriffe können in unserem MIC/Robotic-Zentrum in laparoskopischer oder endoskopischer sowie in Roboter-assistierter Technik (daVinci Operationen) durchgeführt werden.
Nein. Es kann durchaus vorkommen, dass z.B. beim Vorliegen schwerer Herz- oder Lungenerkrankungen, nach ausgedehnten Voroperationen im Bauchraum oder z.B. bei besonders großen oder ungünstig gelegenen Tumoren eine minimalinvasive Operation nicht ratsam ist. Für jeden Patienten muss in Absprache mit den Narkoseärzten und Internisten sowie dem zuweisenden, niedergelassenen Arzt geklärt werden, welche Operationsform die beste für ihn ist.
Donnerstags, 13:00-15:00 Uhr
Tel.: 0231-953-18750/18760