Etwa 4 Wochen nach der Operation wird im Rahmen eines ambulanten Kontaktes erstmalig nach abgeschlossener Wundheilung der Sprachprozessor (Soundprozessor) angepasst. Er wird wie ein Hörgerät hinter dem Ohr befestigt und die Außenantenne hält durch den Dauermagneten auf der implantierten Innenantenne Richtung Hinterkopf. Vorsichtig wird dann das Implantat über einen Computer angesteuert und Hörempfindungen an den Elektroden in der Hörschnecke erzeugt.
Dieses muss gerade bei Kindern, die noch nie gehört haben, sehr sanft und einfühlsam erfolgen, damit das Kind mit den neuen Höreindrücken sicher hört, aber nicht zu laut hört. Kinder haben bei den ersten Einstellungen nur begrenzt Geduld, so dass der Erstanpassungsprozess oft in etlichen Sitzungen erfolgen muss. Die Einstellungen und Nachjustierungen des Sprachprozessors sind ein lebenslanger Prozess, wenn auch die Kinder Jahre nach der OP nur noch einmal jährlich ins CI-Zentrum kommen.
Bei Erwachsenen, die zuvor gehört haben, geht die Einstellung oft schneller. Insgesamt sind in den ersten Wochen und Monaten die Einstellungstermine häufiger; wenn dann eine Grundeinstellung gefunden wurde, sind Nachjustierungen seltener erforderlich. Hierfür ist speziell technisch und audiologisch geschultes Personal vorhanden.
Parallel zum Einstellungsvorgang erfolgt ein Hör- und bei Kindern vor allem Sprachtraining durch speziell geschulte LogopädenInnen und SprachtherapeutenInnen. Die Anbahnung von Sprache ist gerade bei Kindern wichtig und erfordert Geduld und Zeit. Die Zusammenarbeit mit den weiteren Therapeuten und Förderern des Kindes sind wichtig.
Für technischen Service, Reparaturen, Zusatzprodukte und Beratung besteht eine enge Kooperation mit dem Kinderhörzentrum der Fa. GEERS, 5 Minuten Fußweg vom Klinikum entfernt.