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Vorhofflimmern

Normalerweise schlagen die Herzvorhöfe rhythmisch (unter Ruhebedingungen 60-80 mal pro Minute) und geben dadurch die Frequenz vor, mit der sich die Herzkammern zusammenziehen und wieder erschlaffen (Taktgeber). Dieser normale Rhythmus wird als Sinusrhythmus bezeichnet und ist letztlich vergleichbar mit einem elektrischen Vorgang. Im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen (Herzkranzgefäßverengungen, Erkrankungen der Mitralklappe oder der Trikuspidalklappe), aber auch als alleinige Erkrankung geraten die Vorhöfe außer Takt.

Häufigste Folge ist das Entstehen des sog. Vorhofflimmerns, bei dem die Herzvorhöfe mit einer Frequenz von 200-300 pro Minute fibrillieren. In den letzten Jahren wurde herausgefunden, dass die Ursache für dieses Flimmern in Veränderungen im Bereich der Einmündung der sog. Lungenvenen zu suchen ist. Die Folge daraus ist eine Arrhythmie, die von dem Betroffenen entweder als Unregelmäßigkeit (“Herzstolpern”) oder schneller Herzschlag (“Herzrasen”) empfunden wird.

Ziel der chirurgischen Therapie ist es nicht, die Ursachen des Flimmerns zu beseitigen, sondern die Ausbreitung der entstandenen “Flimmerwellen” zu unterbrechen. Dies gelingt durch eine Form der elektrischen Isolierung. Damit ist wieder eine normale Erregungsausbreitung möglich und die vom Betroffenen empfundenen Beschwerden können nicht mehr entstehen.

Um diese elektrische Isolierung zu erreichen, werden verschiedene Methoden angewandt. Prinzip ist immer das Erreichen lokaler Vernarbungen, welche eine elektrische Erregung nicht weiterleiten. In unserer Klinik wird die sog. Hochfrequenzstromablation angewandt. Hierbei wird ein sehr umschriebener Bereich in Form einer lückenlos fortgeführten Linie über einige Minuten mittels einer Elektrode erhitzt.

Der besondere Vorteil dieser Methode liegt darin, daß jegliche Schädigung umgebenden Gewebes ausgeschlossen werden kann. Sie kann insbesondere in Zusammenhang mit der Durchführung anderer Eingriffe am Herzen (Bypasschirurgie, Aortenklappenchirurgie) erfolgen.

Am häufigsten ist jedoch die Kombination mit Eingriffen an der Mitralklappe. Hierbei kann die Vorhofablation so wie diese Eingriffe ebenfalls in minimal-invasiver Technik ausgeführt werden. Bei isolierten Eingriffen zur chirurgischen Behandlung des Vorhofflimmerns sollte die minimal-invasive Operation das Mittel der Wahl sein.

Wir bieten Ihnen selbstverständlich die Methode der Vorhofablation in der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie in Kombination mit anderen Eingriffen oder auch als isolierten Eingriff und in Zusammenhang mit Eingriffen an der Mitralklappe, dann jeweils in minimal-invasiver Technik, an.