04.05.2015 - Kinderonkologie erhält Therapiegarten und sucht noch Spender für Pflanzen & Co.

Das Westfälische Kinderzentrum des Klinikums Dortmund plant derzeit im Hof einen Therapiegarten für die kinderonkologischen Patienten der Station K41. Der „Heilgarten Löwenherz“ soll Kindern im Kampf gegen Krebs vor allem Mut machen.


Das Wegenetz ist bereits angelegt, ein kleiner Zaun folgte Mitte April, die ersten bunten Farbkleckse, ein paar Stiefmütterchen, sind gepflanzt: Das Westfälische Kinderzentrum des Klinikums Dortmund plant derzeit im Hof einen Therapiegarten unter dem Titel „Heilgarten Löwenherz" für die kinderonkologischen Patienten der Station K41. „Kinder, die gegen Krebs ankämpfen müssen, bietet so ein Garten die Gelegenheit, sich durch Erlebnisse in der Natur lebendig zu fühlen und neuen Mut zu fassen", erklärt Prof. Dr. Dominik Schneider, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, das Konzept der Anlage.

 

Wo derzeit noch kahler Boden das Bild (Stand: Anfang Mai 2015) bestimmt, sollen bald Insekten ein zu Hause finden, Kräuter wachsen und Blumen blühen. Auch sollen schier verwunschene Winkel im Garten den Kindern einen Ort des Rückzugs, Träumens und Entdeckens ermöglichen. „Insbesondere Kinder und Jugendliche mit einer onkologischen Grunderkrankung sowie deren Angehörige fallen nach der Diagnose „Krebs" oftmals in eine Starre. Sie sind förmlich entwurzelt, herausgerissen aus ihrem bisherigen Leben. Aber Leben ist Wandel und dieser Wandel ist unmittelbar in der Natur, im Garten, spürbar", erklärt Katja Schultz, Kunsttherapeutin im Westfälischen Kinderzentrum. „Im Heilgarten Löwenherz können die Patienten zum „Gärtner" ihres eigenen Lebens werden und über die Gartenpflege wieder zu sich selbst finden."

 

Aktionstage geplant

Bis dahin ist aber auf dem Gelände noch einiges zu tun: Das Aufbereiten der Böden mit Humus, Mulch und Mutterboden geschah in den letzten Tagen, ein erstes Bepflanzen des Areals soll jetzt Anfang Mai stattfinden. Danach geht es an das Anlegen eines Hochbeetes und das Aufstellen eines Gartenhäuschens.

 

Viele Fürsprecher gefunden

Schon jetzt aber zeichnet sich ab, dass der Heilgarten für an Krebs erkrankte Kinder viele Fürsprecher findet. Möglich wird die Anlage aufgrund zahlreicher Spenden, die seit einiger Zeit bereits gesammelt werden.

 

Einige Beispiele:

- Familie Zettier unterstützte das Projekt mit großartigem Engagement beim Kauf und der Errichtung eines Zauns, um das Grundstück zu sichern.

 

- Die Firma Garten-Glück hilft bei der Grundanlage und bringt einen Teil ihrer Leistungen als Spende ein.

 

- Der Elterntreff e.V. Dortmund finanzierte die Entfernung der Grasnarbe sowie das modellieren der Anlage.

 

- Auszubildende der Agentur für Arbeit haben in einer Spendenaktion für die Anschaffung der Kindergartengeräte und Werkzeuge gesammelt.

 

- Menschen des Rotaract erklärten sich bereit, bei einer hands-on Aktion tatkräftig beim Aufbau des Gartens zu unterstützen.

 

- Schwestern und Freunde der K41 stellen ebenfalls ihre Tatkraft zur Verfügung und legen im Rahmen eines gemeinsamen Gartentags die Beete an.

 

- auch der Verein Kinderglück hat das Projekt großzügig unterstützt.

 

 

 

 

 

Und jeder darf sich an dem Garten mit einer Geld- oder Sachspende beteiligen – gern auch bei Pflanzenspenden als Ableger aus dem eigenen Garten. Gesucht werden beispielsweise noch Erdbeer-, Himbeer- oder Heidelbeersträucher, aber auch Rosmarin, Lavendel, Apfelminze und Bärlauch sowie Schaufel, Rechen, Geißkannen und Regenfass.

 

Übrigens: eröffnet werden soll der Garten Mitte/Ende Juni 2015. Wer Kontakt zur Kunsttherapeutin aufnehmen möchte: Katja Schultz, Tel.: 0231 / 953-21734.

 

 

Marc Raschke
Leiter der Unternehmenskommunikation

Klinikum Dortmund gGmbH
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