12.01.2015 - Schilddrüsenknoten immer abklären lassen

Für die Sprechstunden-Rubrik der Ruhr-Nachrichten erklärt Dr. Matthias Böhme, Oberarzt in der Endokrinologie und Diabetologie des Klinikums Dortmund, weshalb man Schilddrüsenknoten immer untersuchen lassen sollte.


Dr. Matthias Böhme, Oberarzt in der Endokrinologie und Diabetologie des Klinikums Dortmund, erklärt: "Jeder Dritte bis Vierte in Deutschland wird im Laufe seines Lebens einen Knoten in seiner Schilddrüse entwickeln. Aber keine Sorge, in den meisten Fällen sind diese Knoten gutartig und damit harmlos. Sie lassen sich häufig medikamentös in den Griff kriegen. Deutschlandweit gibt es pro Jahr gerade einmal 240 Fälle (bei Frauen) und 120 Fälle (beim Mann), bei denen die Knoten bösartig sind. Auf eine Stadt wie Dortmund mit rund 500.000 Einwohnern berechnet, sind es jährlich rund 15 Fälle (bei Frauen) bzw. acht Fälle (bei Männern). Insgesamt stellt generell Schilddrüsenkrebs gerade einmal zwei Prozent aller Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland. Wenn bei Ihnen ein Schilddrüsen-Knoten festgestellt wird, sollten Sie diesen generell untersuchen lassen. Als sinnvolle Diagnostik empfehle ich neben der Tastuntersuchung, der Sonographie, ggf. dem Szintigramm und in bestimmten Fällen der Punktion mit einer feiner Nadel auch eine Laboruntersuchung des Blutes. Hier ist insbesondere der Schilddrüsenwert TSH entscheidend. Auch das Calcitonin und die Schilddrüsen-Antikörper gilt es zu prüfen. Die Wahl der Therapie richtet sich letztlich danach, ob der Knoten gut- oder bösartig ist. Bei einem gutartigen Befund kann zunächst mit Medikamenten gearbeitet werden. Bleibt hier ein Erfolg aus, können eine Operation oder eine Radiojodtherapie nötig werden. Ist der Knoten bösartig, sollte direkt eine OP angeraten werden, ggf. gefolgt von einer Radiojodtherapie. Anzeichen für einen bösartigen Knoten können u. a. sein: 1. ein einzelner Knoten in einer sonst unauffälligen Schilddrüse, 2. ein jugendlicher Patient (unter 20 Jahre), 3. ein neu aufgetretener Knoten bei einem Patienten über 60 Jahre, 4. ein schnelles Knotenwachstum, 5. eine derbe, höckrige Struktur beim Tasten, 6. eine spontan aufgetretene Stimmbandlähmung."

 

Weitere Informationen zu Schilddrüsenknoten und deren behandlungsmöglichkeiten erteilt das Zentrum für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie am Klinikum Dortmund.

 

Marc Raschke
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