AkademieDO | Kompetenz in Gesundheit und Pflege

7. Pflegeforum

Pflegeforum 2011

Seit sieben Jahren ist das Pflegeforum im Klinikum DO ein fester Anlaufpunkt für alle Pflegenden, die sich über Veränderungen in der Pflege austauschen und Entwicklungen reflektieren wollen. Unter dem Leitsatz „Vom Kind bis zum alten Menschen – Pflege ist immer da“, lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf den Herausforderungen, die der Umgang mit speziellen Patientengruppen birgt.

Stroke Unit

Die Fachkrankenschwestern, Manuela Morawiec und Gabriela Prodöhl, stellten das Konzept der Stroke Unit am KlinikumDO vor, und zeigten anhand eines Rollenspiels, was es heißt, kommunikative Rahmenbedingungen für Patienten mit Aphasie zu schaffen. Einfühlungsvermögen und Geduld seien demnach ebenso wichtig, wie Kenntnis über die inneren Zustände der Betroffenen. Hier geht es zur Präsentation.

Prinzip Entschleunigung

Leonard Decker verwies, in seinem überzeugenden Vortrag auf das „Prinzip Entschleunigung“. Die Bedürfnisse geriatrischer Patienten stehen seiner Meinung nach der momentanen Ablauforientierung in Krankenhäusern gegenüber. „Entschleunigung“ sei hingegen nicht nur für Patienten, sondern auch für Pflegende nachhaltig gesundheitsfördernd. Die Entwicklung der Prozessorientierung von Unternehmen verglich er mit der Geschwindigkeit von InterCity Zügen, das Tempo geriatrischer Patienten hingegen symbolisch mit einer alternden Straßenbahn. Mehr zum Prinzip Entschleunigung finden Sie hier.

Health Cares Studies

Ausbildung und gleichzeitig studieren? Einblicke in den dualen Studiengang „Health Cares Studies“ gewährten, die Kinderkrankenpflegeschülerinnen, Nina Kerkering und Gülsen Yildiz. Welche Antworten die arbeitenden Studentinnen auf die eingangs gestellte Frage gaben, lesen Sie hier.

 „Das können Sie gleich wieder mitnehmen, Schwester!“
- Kommunikation in der Ausbildung -

Anette Wippich erläuterte auf Grundlage des Kommunikationsmodells Schulz von Thuns, die besondere Bedeutung von Kommunikation in der Pflege. Kurze, von Schülern der Kinderkrankenpflegeschule selbst gedrehte und geschauspielerte Videosequenzen, veranschaulichten während des kurzweiligen Vortrags, berufliche Alltagssituationen, in denen einmal „richtig“ und einmal „falsch“ kommuniziert wurde. Wer sich genauer für die Fallstricke der Kommunikation interessiert, findet hier die Präsentation zum Kommunikationsmodell sowie eine Literaturliste zum Thema.

Schmerzmanagement und Dekubitus-Prophylaxe am KlinikumDO

Vor der Mittagspause stellte Andrea Besendorfer die Ergebnisse des Audits 4-2011 im Schmerzmanagement und des Audits 8-2011 in der Dekubitus-Prophylaxe vor. Wenn Sie sich selbst davon überzeugen möchten, dass sich die Ergebnisse der Audits kontinuierlich verbessern, lesen Sie die Präsentation.

Stressbewältigung bei Kindern

Im dritten Teil der Veranstaltung wurden Kinder in den Mittelpunkt gerückt. Zunächst stellte Michaela Czech, Psychologin aus der Klinik für Kinder und Jugendmedizin, ihre Beobachtungen aus der Kinderklinik in puncto Stressbewältigung bei Kindern vor. Problematisch sei, dass viele Kinder bereits Stress empfinden, aber über keinerlei Bewältigungsstrategien verfügen. Mit dem Präventionstraining „Bleib locker“ soll hier Abhilfe geschaffen werden.

Kinder als pflegende Angehörige

Anschließend gab der Pflegewissenschaftler Jörg große Schlarmann eine „Anleitung zur Implementierung von Hilfeprojekten.“ Der Vortrag: Kinder als pflegende Angehörige – Ergebnisse aus einem Hilfeprojekt, wurde mit soviel Enthusiasmus vorgetragen, dass in der anschließenden Diskussion mehrmals gefragt wurde, wo man denn da mitmachen könne – gerne auch ehrenamtlich - oder warum es so was in Dortmund nicht gebe. Besonders interessant war, dass große Schlarmann die komplette Entwicklung des Projektes vorgestellt hat. Wie kam man auf die Fragestellung? Welche Daten wurden erhoben und ausgewertet? Wie war der Weg vom Abschluss der Studie bis zur Einführung des Projektes? Was gab es für Herausforderungen vor und während des Hilfeprojekts? Die Präsentation finden Sie hier. Weitere Infos unter www.supakids.de

Wie fördere ich mein Burn-out? Rahmenbedingungen der seelische Erschöpfung

Zum Abschluss des 7. Pflegeforums gab, Dr.Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für Psychatrie und Psychotherapie am Marienhospital Dortmund wertvolle Tipps, wie man sich schnellstens ein Burnout-Syndrom zulegt. Bei den rund 90 Gästen kam der nicht durchweg spitze Vortrag gut an. Ein Abstract lesen Sie hier.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer