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EOS-Scanner: Präzise Diagnose dank Nobelpreis-gekrönter Idee

Schnell und schonend - in nur wenigen Sekunden und mit einer geringen Strahlenbelastung röntgt der Ganzkörperscanner EOS das gesamte Skelett. Das Dortmunder Klinikum setzte diese Nobelpreis-gekrönten Idee als erstes Haus in Deutschland ein. Zwei zueinander rechtwinklig ausgerichtete Röntgenstrahlen „scannen“ den gesamten Körper, spezielle Detektoren zeichnen die empfangenen Daten auf. Das gewonnene Bild stellt den Patienten im Gegensatz zu gewöhnlichen Röntgenaufnahmen ohne Größenverzerrung und in natürlicher Position dar. Dies ermöglicht die schnelle Untersuchung und Interpretation von verschiedenen orthopädischen Problemen, insbesondere bei Wirbelsäulen- und Beckenstörungen, die durch herkömmliche Ganzkörperaufnahmen nicht ausreichend dargestellt werden konnten.


Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden. Der Patient befindet sich in einer speziellen Kabine, an deren Wänden die Strahlenquelle sowie die Detektoren montiert sind. Bei besonders geschwächten oder eingeschränkt mobilen Patienten sind die Aufnahmen im Sitzen möglich. Liegendaufnahmen sind aufgrund der Kabinengröße nicht durchführbar. Die Aufnahmen werden nach der Untersuchung mit Hilfe eines speziellen Software-Systems bearbeitet. Beckenneigung, Beckenschiefstand, Fehlrotationen der Oberschenkelknochen, Fehlstellungen der Wirbelsäule sowie Rotation und Fehlstellung jedes einzelnen Wirbelkörpers können anhand der Software präzise gemessen und dreidimensional dargestellt werden. EOS-Diagnostik eignet sich besonders bei orthopädischen Erkrankungen der Wirbelsäule, des Beckens und der unteren Gliedmaße (Wirbelsäulenfehlstellungen, Beckenfehlstellungen, Beinlängendifferenz, Beurteilung der Balance usw.). Für die Erkrankungen der oberen Gliedmaße ist die Methode weniger geeignet.

Bildquelle: EOS imaging GmbH

Was ist EOS?

EOS-Imaging ist eine moderne Art der Skelettdiagnostik. Es ermöglicht hochauflösende Aufnahme des Achsenskeletts zu erstellen und dabei die Strahlenbelastung des Patienten ohne Qualitätsverlust deutlich zu reduzieren. Die Methode basiert auf einer Nobelpreis-gekrönten Idee: Zwei zueinander rechtwinklig ausgerichtete Röntgenstrahlen "scannen" den gesamten Körper, spezielle Detektoren zeichnen die empfangenen Daten auf. Das gewonnene Bild stellt den Patienten im Gegensatz zu gewöhnlichen Röntgenaufnahmen ohne Größenverzerrung und in natürlicher Position dar. Dies ermöglicht die schnelle Untersuchung und Interpretation von verschiedenen orthopädischen Problemen, insbesondere bei Wirbelsäulen- und Beckenstörungen, die durch herkömmliche Ganzkörperaufnahmen nicht ausreichend dargestellt werden konnten. Unsere Klinik wurde als erste Klinik in Deutschland mit dem EOS-System ausgestattet.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung der EOS-Untersuchung?

Die Strahlenbelastung bei einer Aufnahme entspricht ungefähr der von zwei transatlantischen Flügen und liegt somit deutlich unterhalb der Strahlenbelastung bei gewöhnlichen Röntgen-Ganzkörperaufnahmen oder bei CT-Aufnahmen. Besonders bei korpulenten Patienten waren bisher die Röntgenbilder der Wirbelsäule trotz bester Einstellungen von schlechter Qualität und mit nicht unerheblicher Strahlung verbunden. Durch EOS können beide Probleme gleichzeitig gelöst werden -weniger Strahlung bei höherer Qualität.

Wie läuft die Untersuchung im EOS ab?

Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden. Der Patient befindet sich in einer speziellen Kabine, an deren Wänden die Strahlenquelle sowie die Detektoren montiert sind. Bei besonders geschwächten oder eingeschränkt mobilen Patienten sind die Aufnahmen im Sitzen möglich. Liegendaufnahmen sind aufgrund der Kabinengröße nicht durchführbar. Die Aufnahmen werden nach der Untersuchung mit Hilfe eines speziellen Software-Systems bearbeitet. Beckenneigung, Beckenschiefstand, Fehlrotationen der Oberschenkelknochen, Fehlstellungen der Wirbelsäule sowie Rotation und Fehlstellung jedes einzelnen Wirbelkörpers können anhand der Software präzise gemessen und dreidimensional dargestellt werden. EOS-Diagnostik eignet sich besonders bei orthopädischen Erkrankungen der Wirbelsäule, des Beckens und der unteren Gliedmaße (Wirbelsäulenfehlstellungen, Beckenfehlstellungen, Beinlängendifferenz, Beurteilung der Balance usw.). Für die Erkrankungen der oberen Gliedmaße ist die Methode weniger geeignet. Ungeeignet ist die Methode für die Erkrankungen der Brust- und Bauchorgane.

 

Bildquelle: EOS imaging GmbH

 

 

Newsartikel vom 11.05.2015 - Deutschlandpremiere: Erster „Nacktscanner“ in einer Klinik liefert Skelett als Ganzkörperbild im Stand

Mit dem neuen EOS-Scanner, der deutschlandweit als erstes am Klinikum Dortmund aufgestellt wurde, können die Mediziner eine Ganzkörper-Aufnahme im Stand oder sitzend machen – quasi der erste „Nacktscanner“ in einem Klinikbetrieb in Deutschland. Diese Aufnahmen können dann auch 3 D rekonstruiert werden.

Wer Rückenprobleme hat, versucht meist so zu laufen, dass er möglichst keine Schmerzen verspürt. Das ist durchaus nachvollziehbar, bringt jedoch die Statik des Körpers insgesamt aus dem Lot. Über die Zeit ändert sich der Gang, Gelenke an Hüfte und Knie werden massiv abgenutzt. Wenn sich Chirurgen nun daran machen, die Wirbelsäule wieder zu richten, müssen sie also auch im Blick haben, wie es um Füße, Beine und Hüfte bestellt ist. Das war bislang mit traditionellen Röntgen-Teilaufnahmen nicht möglich. Der Blick auf das große Ganze fehlte. Mit dem neuen EOS-Scanner, der deutschlandweit als erstes am Klinikum Dortmund aufgestellt wurde, können die Mediziner eine Ganzkörper-Aufnahme im Stand oder sitzend machen – quasi der erste „Nacktscanner" in einem Klinikbetrieb in Deutschland. Diese Aufnahmen können dann auch 3 D rekonstruiert werden. 

Das Gerät erinnert tatsächlich an jene Schleusen, die es an immer mehr Flughäfen bei der Sicherheitskontrolle von Passagieren gibt. Während mit diesen Schleusen aber nur auf der Suche nach Waffen und Sprengstoff unter die Kleidung „geschaut" wird, liefert der EOS dank Detektoren in den Wänden eine Aufnahme vom gesamten Skelett des Patienten. Dazu muss sich der Patient lediglich wenige Sekunden in das Gerät stellen. Die Strahlendosis, die bei einer EOS-Aufnahme genutzt wird, ist gut zehnmal geringer als bei einer normalen Röntgenaufnahme und bis zu 100mal geringer als bei einer CT-Aufnahme. Die Technik, die übrigens aus Frankreich stammt, wurde mit dem Nobelpreis prämiert. Inzwischen gibt es bundesweit fünf dieser Geräte, nachdem der EOS im Klinikum Deutschlandpremiere hatte.

Mediziner erhalten ein Rundum-Bild von Wirbelsäule und Knochen

Dadurch, dass der Patient steht, können die Mediziner die Wirbelsäule und Knochen unter Belastung begutachten. Zudem liefert der EOS mit nur einer Aufnahme ein gestochen scharfes Rundum-Bild. „Wir können damit deutlich bessere Diagnosen treffen, auch und gerade bei der Frage, ob eine Operation überhaupt nötig ist", sagt Priv.-Doz. Dr. Jörg Franke (Foto links), Direktor der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im Klinikum Dortmund. Konkret geht es dem Mediziner dabei um die so genannte „sagittale Balance"; sie beschreibt das idealtypische Verhältnis zwischen Wirbelsäulenkrümmungen, Beckenform und Position der Beine. Diese Ausrichtung muss durch Operationen bewahrt bzw. häufig erst wiederhergestellt werden.

„Wir wissen heute, dass der erste Wirbel das Becken ist."

„Bei jedem Patienten, der ein Implantat erhält, werden wir also künftig vorher diese Aufnahme machen", sagt Dr. Franke. „Wir wissen nämlich heute, dass der erste „Wirbel" bereits das Becken ist. Auf dieser Beckenform aufbauend können wir dann die Wirbelsäulenform individuell rekonstruieren." Bis zu 40 Patienten können im Klinikum Dortmund im EOS pro Tag untersucht werden. „Und gerade bei Kindern und älteren Menschen schaffen wir durch die niedrige Strahlendosis einen ganz besonderen Mehrwert", sagt Dr. Franke. Seine Kollegen aus der Radiologie, der Unfallklinik und der Orthopädie im Klinikum Dortmund setzen den EOS auch intensiv zur Diagnostik ein. Sehr gefreut hatte Dr. Franke auch, dass die Bezirksregierung Arnsberg innerhalb kürzester Zeit den Betrieb des neuartigen Geräts genehmigt hatte.

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