Schwangerschaft und Coronavirus

Liebe Schwangere und stillende Mütter,

wir verstehen sehr gut, dass Sie durch die zunehmenden Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus besorgt sind. Wir wissen aber auch, dass Besonnenheit in dieser Situation für uns alle sehr wichtig ist. Noch viel wichtiger ist jedoch Ihr Impfschutz.

Haben Sie vor Ihrer Schwangerschaft noch keine Impfungen erhalten, sollten Sie dies dringend nachholen. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die Impfung für Schwangere ab dem 2. Trimenon, also nach der 12. Schwangerschaftswoche. Das Gleiche gilt auch für die Auffrischimpfung, den sog. Booster. Auch Personen in Ihrem familiären Umfeld sollten diese Impfungen durchführen, um Sie und das Ungeborene vor einem schweren Krankheitsverlauf mit COVID-19 zu schützen.

Auch wenn schwere Verläufe und Komplikationen einer SARS-CoV-2-Infektion selten sind, weisen Studiendaten darauf hin, dass bei einer Schwangerschaft das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich erhöht ist. Dies gilt besonders, wenn zudem Vorerkrankungen vorliegen, wie z.B. starkes Übergewicht (Adipositas), Bluthochdruck oder Diabetes (siehe dazu die STIKO-Empfehlungen im Epidemiologischen Bulletin 38/2021).

Eine COVID-19 Impfung von Stillenden ist bei unkompliziertem Verlauf auch bereits im Wochenbett möglich. Eine Impfung unterstützt darüber hinaus auch die Aufrechterhaltung der Strukturen in den Kliniken und des öffentlichen Lebens.

 

Für die Geburtshilfliche Abteilung gelten folgende Empfehlungen:

  • Kommen Sie bitte nicht zu uns in die Klinik, wenn Sie nur leichte Beschwerden haben (Husten, Schnupfen ohne Fieber über 38 Grad).
  • Sollten sich die Beschwerden jedoch verschlechtern, melden Sie sich bitte telefonisch bei uns. Ggf. kann für Sie eine Antikörpertherapie infrage kommen, um einen schweren Krankheitsverlauf zu verhindern.
  • Vor der 22. SSW nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf (werktags bis 16 Uhr Tel. 0231/953-21488, sonst Zentrale Notaufnahme Mitte 0231/953-21340).
  • Nach der 22. SSW rufen Sie uns bitte zunächst über den Kreißsaal an (Tel. 0231/953-20410).
  • Kommen Sie bitte nicht ohne telefonische Kontaktaufnahme zu uns, sondern befolgen Sie unsere telefonischen Anweisungen, da unser Personal entsprechende Schutzmaßnahmen durchführen muss, um sich zu schützen.

 

Während und nach der Geburt:

  • Während der Geburt darf der Vater oder eine Begleitperson selbstverständlich mit in den Kreißsaal. Voraussetzung dafür ist ein aktueller negativer Schnelltest
  • Auf der Wochenstation sind aktuell zwei Personen pro Tag pro Patientin erlaubt. Diese dürfen nicht gleichzeitig kommen. Voraussetzung ist auch hier ein negativer Schnelltest (>24 Stunden).
  • Besuchszeiten:
    • Partner:innen & Geschwisterkinder: 9 bis 13 Uhr und 15 bis 20 Uhr
    • Alle weiteren Besucher:innen: 15 bis 17 Uhr
  • Alle weiteren wichtigen Fragen zu den Corona-Regelungen im Kreißsaal werden in den FAQ (unten auf der Seite) beantwortet.

 

Prof. Dr. med. Thomas Schwenzer, MBA

Direktor der Frauenklinik

Margot Lefarth

Leitende Hebamme

 

FAQ: Corona-Regelungen im Kreißsaal

Wie wirken sich die Corona-Regelungen auf die Situation im Kreißsaal aus? Wir haben alle wichtigen Fragen hier für Sie beantwortet.

(Um die Antwort zu sehen, klicken Sie bitte auf die Frage.)

Bei der Geburt ist eine Begleitperson mit negativem Schnelltest erlaubt. Eine Impfung ist keine Voraussetzung, wird aber empfohlen. Auf der Wochenstation sind aktuell zwei Personen pro Tag pro Patientin erlaubt. Diese dürfen nicht gleichzeitig kommen. Voraussetzung ist auch hier ein negativer Schnelltest (>24 Stunden).

Die Begleitperson darf ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie im Kreißsaal sind und diesen auch nicht mehr verlassen, dabei sein. Auch nach der Geburt und während der Überwachung darf Ihre Begleitperson bei Ihnen bleiben. Wenn es danach wieder auf die Station geht (und Sie kein Familienzimmer haben), muss sich die Begleitperson verabschieden und kann dann zu den Besuchszeiten vorbeischauen.

Während der Geburt müssen Sie keine Maske tragen. Bei der Aufnahme werden Sie getestet. Ihre Begleitperson sollte allerdings eine FFP2-Maske tragen.

Zu diesen Terminen müssen Sie alleine kommen. Ausnahmen werden beispielsweise bei Verständigungsproblemen gemacht. Hier darf eine Begleitperson als Übersetzer:in während des Gesprächs fungieren, allerdings nicht bei der Untersuchung. Bringen Sie bitte einen Nachweis über einen negativen Corona-Schnelltest mit (>24 Stunden).

Falls das bei Ihnen eintreffen sollte, rufen Sie bitte vorher an, damit wir alles entsprechend vorbereiten können. In einigen Fällen können wir eine Antikörper-Therapie anwenden, um Ihre Symptome abzuschwächen.

Zurzeit dürfen pro Patientin zwei Besucher:innen (nicht gleichzeitig) pro Tag zu folgenden Zeiten vorbeikommen:
Partner:innen & Geschwisterkinder: 9 bis 13 Uhr und 15 bis 20 Uhr
Alle weiteren Besucher:innen: 15 bis 17 Uhr

Eine spezielle Angstsprechstunde findet nicht statt. Sie haben aber natürlich die Möglichkeit, bei der normalen Sprechstunde Ihre Ängste zu äußern.

Aktuell findet pandemiebedingt keine Führung statt. Hier können Sie aber auf unserem YouTube-Kanal erste Eindrücke sammeln: zum Video