Patientin (77) bedankt sich kreativ bei Ärzten

Was die Frau da kürzlich im Foyer des Klinikzentrums Nord gemacht hatte, war Gesprächsstoff auf den...

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Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Plastische Operationen
Münsterstr 240
44145 Dortmund

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Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Plastische Operationen

Münsterstraße 240 44145 Dortmund
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20.09.2017 - Früherkennung von Kopf-Hals-Tumoren #2

Schwerpunkt Traumatologie

Die Traumatologie befasst sich mit Zahnverletzungen, mit drohendem Zahnverlust, mit Frakturen des Gesichtsschädels (Jochbein, Unterkiefer, Oberkiefer) und den oft damit verbundenen Weichteilverletzungen. Der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg nimmt zunächst die Erstversorgung dieser Verletzungen vor, kümmert sich dann um eventuell erforderliche Anschlussbehandlungen und führt gegebenenfalls wiederherstellende Eingriffe durch. Dabei stehen ihm am Klinikum Dortmund moderne Spezialröntgengeräte zur Verfügung.

Die dentoalveoläre Chirurgie befasst sich mit komplexen Zahnextraktionen, der operativen Entfernung von verlagerten Zähnen, mit Wurzelspitzenresektionen und der Therapie von Kieferzysten sowie der chirurgischen Vorbereitung des Kieferkamms vor zahnprothetischer Versorgung. Wann immer möglich, wird hier eine ambulante Behandlung angestrebt

Behinderte Patienten müssen während einer zahnärztlichen Behandlung häufig besonders betreut werden. Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie nimmt im Rahmen der regionalen und überregionalen Patientenversorgung diese Spezialaufgabe in großem Umfang wahr.

Verloren gegangene Zähne lassen sich heute in der Regel mit ausgezeichneten Erfolgsaussichten durch in den Kieferknochen eingebrachte zahnärztliche Implantate (künstliche Zahnwurzeln) ersetzen. Wir arbeiten hier in enger Abstimmung mit dem Hauszahnarzt. Die nach längeren Phasen der Zahnlosigkeit erforderlichen Knochentransplantationen zur Wiederherstellung der verloren gegangenen Kieferanteile vor dem Einbringen dentaler Implantate gehören zu unseren Hauptaufgabengebieten. Schwerpunkt unserer klinischen Forschung ist hierbei die Modifizierung der Einheilzeit in Abhängigkeit von der Implantatstabilität sowie die Beurteilung der ästhetischen Konzepte in Abhängigkeit von der Stabilität des umgebenden Knochens.

Nach einem Knochenbruch kommt es vorübergehend in der Heilungsphase im Knochenbruchspalt zur Ausbildung von Ersatzknochen (Kallus). Wird dieser verformbare Kallus gestreckt, kann man den Knochen verlängern. Hierzu muss vor und hinter dem Bruchspalt eine Apparatur befestigt werden, die über eine Spindel auseinander bewegt wird. Dieses Verfahren der Kallusstreckung nennt man Distraktionsosteogenese. Man macht es sich etwa bei einer einseitigen Unterentwicklung des Unterkiefers zu Nutze, indem auf der kurzen Seite ein künstlicher Bruch herbeigeführt wird. In der Heilungsphase kann der Knochen allmählich verlängert werden, bis beide Unterkieferseiten zueinander passen. Auch bei schlecht sitzenden Unterkieferprothesen aufgrund zu geringer Unterkieferhöhe findet die Kallusdistraktion Anwendung. Durch die neu gewonnene Höhe sitzt die Prothese besser. In den neuen Knochen können auch Implantate gesetzt werden, die die Anpassung einer festsitzenden Prothese ermöglichen.

Im Normalfall stehen Oberkiefer und Unterkiefer so zueinander, dass Sprechen und Abbeißen bzw. Kauen problemlos funktionieren. Fehlbildungen in diesem Bereich, sogenannte Dysgnathien, werden kieferorthopädisch behandelt, wenn sie nur gering ausgeprägt sind, und erfordern eine chirurgische Korrektur mit (vorheriger und anschließender) kieferorthopädischer Behandlung, sofern sie sehr ausgeprägt sind. So ist es möglich, zur Verbesserung von Funktion und Ästhetik den Ober- wie auch Unterkiefer sowohl vor- als auch zurückzuverlagern oder beide Methoden zu kombinieren. Ebenso können ergänzende oder alleinige Kinnkorrekturen durchgeführt werden.

Kraniofaziale Fehlbildungen werden hauptsächlich durch den vorzeitigen Verschluss von Schädelnähten am kindlichen Kopf hervorgerufen. Durch Trennung der Nähte und Ausformung der Knochenteile gemäß genaudefinierter und standardisierter Operationsverfahren („Frontoorbitales Advancement“) kann das Aussehen der kleinen Patienten entscheidend verbessert werden. Zudem werden auch die (oft mit diesen Syndromen einhergehende) Erhöhung des Hirninnendrucks verringert bzw. beseitigt und somit die Voraussetzungen für eine normale Hirn- und Intelligenzentwicklung geschaffen. Da diese operativen Eingriffe neben dem Gesichts- auch den Hirnschädel betreffen, werden sie in Zusammenarbeit mit den Neurochirurgen durchgeführt.

Die Geburt eines Kindes mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, einer der häufigsten angeborenen Fehlbildungen, stellt für alle Eltern eine große Belastung dar. Bei den durchgehenden Spaltformen sind neben dem äußeren Erscheinungsbild wichtige Funktionen wie Atmung, Ernährung, Sprache und Gehör gestört, so dass eine Behandlung durch mehrere Spezialisten, die in einem Behandlungsteam eng zusammenarbeiten, notwendig ist. Durch die enge Kooperation von Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Kieferorthopäden, Hals-Nasen- Ohrenärzten, Sprachtherapeuten unter anderem ist es heute möglich, schon sehr früh eine weitgehende Korrektur der Fehlbildung und eine Normalisierung der Funktionen zu erreichen. Spätestens zur Einschulung sollte die weitere ungestörte Entwicklung möglich werden. Dazu sind eine kontinuierliche beratende Betreuung und Behandlung nötig. Die Betreuung erstreckt sich in der Regel bis ins frühe Erwachsenenalter, bei Bedarf werden auch bei älteren Patienten Korrektureingriffe vorgenommen.

Die Mundschleimhaut ist ein Spiegelbild des Organsystems „Mensch“. So manifestieren sich viele Allgemeinerkrankungen durch frühzeitige und teilweise alleinige Veränderungen der Mundschleimhaut. Als Beispiel seien Pilzerkrankungen des Mundes (Candidiasis) bei Diabetes und vielen Arten der Immunschwäche genannt. Ziel unserer Sprechstunde ist die genaue Diagnostik dieser Veränderungen und deren Ursachen. Vor allem in Hinblick auf die Erkennung von Frühstadien des Mundhöhlenkrebses (Präkanzerosen) kommt dieser Sprechstunde eine besondere Bedeutung zu.

Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie verfügt über alle modernen Verfahren der Tumortherapie. Bei der Operation von Krebsgeschwüren im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich müssen nicht selten große Abschnitte des Kieferknochens und der angrenzenden Gesichts- und Halsweichteile entfernt werden. Die daraus resultierenden Defekte können – am sinnvollsten schon während der Operation – mit körpereigenem Gewebe oder mit Hilfe körperfremder Materialien plastisch gedeckt werden. Ziel ist die bestmögliche Wiederherstellung von Aussehen und Funktion des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereichs. So kann beispielsweise der Unterkieferknochen durch Stücke des Beckenkammknochens ersetzt werden. Müssen Teile des Oberkiefers entfernt werden, so wird der fehlende Knochen in der Regel sofort mit einer sogenannten Defektprothese (= Zahnprothese mit dichtem Abschluss zu Nase und Kieferhöhle) versorgt. In speziellen Fällen kann zu einem späteren Zeitpunkt der Oberkieferdefekt auch durch kombinierte Haut-, Muskel und Knochentransplantate ausgeglichen werden. Müssen kleinere Teile entfernt werden, kann der Arzt diese mit einer sogenannten Verschiebeplastik aus den angrenzenden Weichteilen decken. Bei größeren Defekten wird Gewebe aus der Hals-, Brust-, Schulter- und Armregion des Patienten zur Rekonstruktion verwendet.

Funktionsstörungen und -erkrankungen des Kauorgans können mit den für den menschlichen Bewegungsapparat typischen pathophysiologischen Folgeerscheinungen einhergehen. So kommt es zu Schmerzen, Entzündungen der Muskeln durch Fehlbelastungen, Diskusverlagerungen oder sogar zu sekundären Gelenkschäden. Neben der klinischen Funktionsanalyse sind die instrumentelle Funktionsanalyse, die bildgebende Diagnostik sowie weitere konsiliarische Verfahren einschließlich der psychosomatischen Exploration und der orthopädischmanualmedizinischen Untersuchung von Bedeutung. Nur aus der Gesamtsicht der diagnostischen Informationen ist es möglich, eine individuelle, Erfolg versprechende Therapiekonzeption zu entwickeln.

Die plastische Chirurgie des Gesichts bei Fehlbildungen, nach Verletzungen oder Tumorerkrankungen mit dem Ziel einer bestmöglichen Wiederherstellung des Gesichts nimmt einen zunehmend größeren Raum in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ein. So werden heute frühzeitig körpereigene Transplantate zur Rekonstruktionnach tumorbedingten Gewebeverlusten genutzt. Ästhetische Eingriffe im Gesichtsbereich betreffen vor allem die Beseitigung und Korrektur auffälliger Narben oder die Spannung erschlaffter Haut im Stirn-, Lid-, Wangen-, Kinn- und Halsbereich (Face-Lifting).

Seit Einrichtung der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 1989 unter Prof. Maerker, ist der jeweilige Klinikdirektor auch Lehrstuhlinhaber des Fachbereichs Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Witten/Herdecke. Er hält in dieser Funktion Vorlesungen und Kurse für die Studentinnen und Studenten der Zahnmedizinischen Fakultät auf dem Gebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Außerdem lernen die Studentinnen und Studenten während ihrer praktischen Ausbildung am Klinikum Dortmund die diagnostischen und therapeutischen Methoden des Fachgebiets kennen.

Mit Übernahme der Klinik durch Prof. Haßfeld im Herbst 2004 konnte die „Intraoperative Instrumentennavigation“ im Klinikum Dortmund etabliert werden. Diese innovative Technologie ermöglicht die direkte Nutzung der dreidimensionalen Bilddaten der Patienten während der Eingriffe und erhöht damit bei komplexen Eingriffen die Genauigkeit der Operationen, verkürzt deren Dauer und verringert so insgesamt das Operationsrisiko unserer Patienten.