Bin ich Risikopatient für Covid19?

15. April 2020

Bin ich Risikopatient? Wenn man diese Frage so einfach beantworten könnte. Klar, Risikofaktoren nennt das Robert Koch Institut einige, v.a. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen. Auch das Alter und Rauchen seien ein Risiko. Aber: was heißt das konkret? Vor allem in Kombination?


Und wofür genau eigentlich Risiko? Risiko, dass ich es EHER bekomme als andere? Nun, immun sind wir ja leider alle nicht. Dieses Risiko haben wir also alle. Man könnte also - angelehnt an Fußball - zynisch fragen: Wofür dann eine Abwehr aufbauen, wenn man doch eh einen reinbekommt?


So wenig dieses noch sehr neue Virus bislang auf seine Wirkung bei sämtlichen Erkrankungen geprüft ist, so allgemein lässt sich sagen: Es geht wie bei allen Viren stets um ihren Einfluss auf den weiteren Verlauf: Kommt es zu einem Domino-Effekt im Körper? Wer von Lücken in seiner Abwehr, also in seinem Immunsystem weiß, sollte harten Attacken möglichst aus dem Weg gehen. Und wer sicher ist, dass sein Körper aufgrund von Organschädigungen nicht den Höchstleistungen eines Treffers gewachsen ist, muss ebenfalls aufpassen.


Konkret werde ich z.B. oft gefragt, ob Asthmatiker ein Risiko haben. Hier weiß man generell aus Virus-Erkrankungen, dass wenn das Asthma unter laufender Therapie gut eingestellt ist, sich das Lungengewebe derart gut erholt, dass es recht gut aufgestellt ist. Anders Bluthochdruck: Der kann zwar aktuell gut eingestellt sein, aber in der Vergangenheit vor der Therapie bereits derart große und nicht mehr reparable Schäden an den Blutgefäßen angerichtet haben, dass er eben ein gewisses Risiko bleibt.


Es gibt in der Medizin leider kein Schwarz und kein Weiß. Im Zweifel fragt nicht irgendwelche Insta-Influencer, sondern immer Eure behandelnden Ärzte; die kennen Eure Krankenakte am besten.

 

Marc Raschke
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