Feilschen um Schutzmasken, Kittel und Co.

17. April 2020

Sie werden aus den Kliniken entwendet, massenweise gehortet und zu horrenden Preisen weiterverkauft: Masken, Kittel, Handschuhe, Visiere und Desinfektionsmittel sind mittlerweile auch auf dem Schwarzmarkt angekommen. Der Mangel an Schutzausrüstung ist hoch. Der Bedarf jedoch auch. In Zeiten von Corona ist das medizinische Personal auf die Materialien angewiesen - für die tägliche Arbeit mit den Patient*innen.


Und genau das macht sich mancher zu nutzen. Laut Medienberichten werden insbesondere Schutzmasken teilweise über die Grenzen geschmuggelt und auf dem europäischen Schwarzmarkt verkauft. Zu immensen Preisen. Der Schwarzhandel wächst. Und auch im Internet brummt das Geschäft mit den Mangelartikeln.


Gleichzeitig oder gerade deswegen stellen viele Kliniken auf Eigenproduktion um. Desinfektionsmittel wird selbst hergestellt, Mund-Nasen-Schutze genäht, FFP2-Masken aufbereitet. Zudem werden aber auch in der Bevölkerung immer mehr Masken getragen. Beim Einkaufen, auf der Straße, beim Spazieren. Die Menschen wollen sich vor einer Ansteckung schützen – häufig aber mit den falschen Mitteln. Denn ein Mund-Nasen-Schutz schützt mich nicht komplett. Er senkt lediglich das Risiko, dass ich andere anstecke, wenn ich selbst infiziert bin. Und auch nur dann, wenn ich ihn richtig benutze. Schnell mal eben telefonieren, die Maske dabei absetzen und schon kann sie kontaminiert sein.


So steigt der Verbrauch an Masken – auch außerhalb der Kliniken. Dabei sollte man sich aber immer fragen: Macht es Sinn, dass ich die Maske trage? Brauche ich sie gerade wirklich? Oder reicht auch der Mindestabstand. So kann man mit dazu beitragen, dass der Mangel an Schutzausrüstung gerade in den Kliniken, wo die Materialien gebraucht werden, nicht zusätzlich steigt.

 

Annika Haarhaus
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