Krebsvorsorge: Expert*innen warnen vor steigenden Fallzahlen

02. Februar 2021

Ist es seltsam, dass viele Menschen trotz Lockdown und monatelanger Ruhephase ständig das Bedürfnis haben, sich noch intensiver zu isolieren? Quasi die Suche nach einem Vakuum inmitten dramatischer Schlagzeilen? Hier kommt ein Friendly Reminder an alle, sich von der täglichen Nachrichtenflut nicht verrückt machen zu lassen und sich lieber auf das Wesentliche zu konzentrieren – vor allem auf die eigene Gesundheit, denn diese scheint „in Zeiten von Corona“ viel zu kurz gekommen zu sein.

Bereits 2020 titelten viele Zeitungen „Weniger Vorsorge wegen Corona?“, denn u.a. die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) meldete, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 70.000 weniger onkologische Fallzahlen inkl. Hautscreening in NRW abgerechnet wurden (genauer: die Zahlen sanken von 270.000 auf 200.000). Im Jahr 2021 setzt sich der Trend fort: So verkündete die Krankenkasse Barmer vor wenigen Tagen ebenfalls, dass seit Beginn der Krise im März 2020 deutlich weniger Krebserkrankungen diagnostiziert wurden (Quelle am Ende des Artikels). Aber woran liegt das? Kann es nicht sein, dass weniger Krebserkrankungen erkannt werden, weil schlichtweg weniger Menschen erkranken?

Eine Expertin des Hauttumorzentrums im Klinikum Dortmund erklärte bereits im Oktober 2020, dass das sehr unwahrscheinlich sei. Wahrscheinlicher: viele Tumore wurden aufgrund fehlender Vorsorge noch gar nicht entdeckt. Das lässt zudem vermuten, dass viele Erkrankungen einen deutlich schlimmeren Verlauf haben werden, da sie so erst im fortgeschrittenen Stadium auffallen – was eine Behandlung deutlich erschwert. Dabei handelt es sich natürlich vorerst um eine Vermutung – auffällig sei aber, dass die Behandlungszahlen von fortgeschrittenen Krebserkrankungen meist auf gleichbleibendem Niveau sind, während die Zahl der neuen Fälle sinkt (Quelle am Ende des Artikels).

Kleiner Tipp: Neben der Einkaufsliste einfach mal eine Liste der ausstehenden Vorsorgeuntersuchungen anfertigen und diese nach und nach abarbeiten. Auf diese Weise kann mit kleinem Aufwand Schlimmeres leicht verhindert werden.

 

„Weniger Krebsdiagnosen und -vorsorge während Corona“, Süddeutsche Zeitung Gesundheit 

„Expertin des Hauttumorzentrums warnt vor steigenden Fallzahlen“ - Klinikum Dortmund

 

Lisa Müller
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