Rezept gegen die Corona-Krise: Warum nicht alle Zutaten wirklich passen

17. April 2020

Wenn wir etwas Neues ausprobieren oder unsere Kochkünste zu wünschen übriglassen, orientieren wir uns gerne mal an einem Rezept. Die Zutaten sind vorgegeben, die einzelnen Schritte erklärt. Nach und nach befolgen wir die Anweisungen und zum Schluss entsteht mit etwas Glück das Gericht. Da kann fast nichts schiefgehen. Doch nicht für jedes Gericht gibt es ein Rezept. Manchmal muss man rumprobieren, verschiedene Zutaten wählen, abschmecken, wieder andere nehmen, probieren, verwerfen, neu mixen. Und nicht immer weiß man, wie das Ergebnis später aussieht. Dann muss man anpassen – nachwürzen.


Und wie sieht das Rezept für die Corona-Krise aus? Auch da wird gerade herumprobiert. Ausgangsbeschränkungen wurden erhoben, Schulen und Kitas geschlossen, Restaurants mussten auf Lieferdienst umstellen. Wichtige Zutaten, bei denen man aber auch schauen muss, wie sie sich auf die Zahl der Neuinfektionen auswirken. Reicht die Menge oder brauchen wir mehr? Wie schnell verbreitet sich das Virus weiter? Laut dem Robert Koch Institut (RKI) steigt die Zahl der Neuinfektionen deutschlandweit mittlerweile nicht mehr so stark an – die Kurve flacht ab. Die Zutaten zeigen Wirkung. In den letzten vier Wochen wurde auf Mindestabstand, Niesetikette, regelmäßiges Händewaschen und Social distancing geachtet. Die meisten Menschen sind zuhause geblieben, haben aus dem Home-Office gearbeitet und sind maximal zu zweit rausgegangen. Soweit gut für das Rezept.


Nun hat die Bundesregierung beschlossen die Beschränkungen zu lockern. Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern dürfen wieder öffnen, ab Anfang Mai soll der Schulbetrieb wieder anfangen. Neue Zutaten – und wieder muss geschaut werden, wie sie sich auswirken. Immer mit einem Blick auf die Zahl der Neuinfizierten. Mit einem Blick darauf, wie die Kurve sich entwickelt. Damit gegebenenfalls mit Gegenmaßnahmen reagiert werden kann.


So wird unser Rezept für Corona im Moment noch erprobt. Zutaten kommen dazu, wieder andere werden reduziert. Denn nicht alle passen zu dem Rezept. Die Wirkung wird getestet. Und manche Zutaten werden wieder gestrichen. Damit am Ende der Topf nicht überkocht und die Zahl der Neuinfektionen immer weiter abflacht. 

 

Annika Haarhaus
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