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Kontakt

Institut für Medizinische Strahlenphysik und Strahlenschutz

Abteilungsleiter
Dr. rer. nat. Andreas Block

Beurhausstr. 40
44137 Dortmund

Telefon: +49 (0) 231 953-20944
Fax: +49 (0) 231 953-21101
Email an den Ansprechpartner

Patienteninformation

(in Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie und der Praxis für Strahlentherapie am Klinikum Dortmund)

Bei der intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT) wird jedes Bestrahlungsfeld mit Hilfe des Lamellen-Kollimators in viele kleine Teilbereiche zerlegt, die Punkt für Punkt mit jeweils unterschiedlicher Intensität bestrahlt werden. Durch diese Technik ist es möglich mit höheren Gesamtdosen zu bestrahlen und die Heilungsrate zu verbessern. Denn die verordnete Strahlendosis gelangt sehr genau auch zu kompliziert geformten Tumoren und schont optimal auch eng benachbarte strahlenempfindliche Organe. Das Hauptanwendungsgebiet der IMRT liegt bei Bestrahlungen von Tumoren der Prostata, die eingeklemmt zwischen Darm und Harnblase liegt.

Fraktionierte stereotaktische Bestrahlung bei Läsionen im Kopfbereich Mit einer aufwendigen Maskenbautechnik wird eine sehr genaue, reproduzierbare Kopflagerung erreicht, die Abweichungen bei täglicher Bestrahlung betragen nicht mehr als 1 mm. Patienten mit kleinen Läsionen im Kopfbereich können mit dieser Technik von der schonenden, fraktionierten Bestrahlung bei nicht-invasiver Kopffixierung und sehr genauer Strahlführung kleiner Strahlungsfelder profitieren.

Unter atemgetriggerter Bestrahlung (respiration-gated radiotherapy) versteht man das Synchronisieren der Bestrahlung mit der durch die Atmung bedingten Bewegung. Auch bei korrekter Positionierung bewegt sich infolge der Atmung der Zielpunkt und entfernt sich periodisch immer wieder vom Zentrum des Bestrahlungsfeldes. Bei der atemgetriggerten Bestrahlung wird die Strahlung eingeschaltet, wenn sich der Tumor in der korrekten Position befindet. Überschreitet die Abweichung zwischen Soll- und Istposition einen vorgegebenen Wert, wird die Strahlung abgeschaltet. Diese Technik wurde an unserem Klinikum im Sommer 2003 zum erstenmal in Deutschland eingesetzt. Das Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat soeben die Ergebnisse einer Computersimulation publiziert und unterstreichen die hohe Präzision dieser Technik und den Benefit für Brustkrebspatientinnen [Z. Med. Physik 15, 192 (2005)].

Veröffentlichungen Block A, Keffel FW, Theophil B., Erste klinische Erfahrungen

atemgetriggerter Bestrahlungen des Thorax.

Strahlenther. Onkol. 2003; 179 (Sondernr. 1), 40

Block A, Implementation of respiration-gated radiotherapy for lung sparing radiotherapy of non-small cell lung cancer. Proceedings 10th Varian European Users Meeting 2004, 38-42

Block A, Skamel HJ, Keffel FW, Theophil B, Mathias K. Ein Konzept zur klinischen Implementierung einer atemgetriggerten Bestrahlungstechnik. In: U. Wolf, W. Wilke (Hrsg.): Med. Physik 2004, 146-147

Block A. Benefit of Respiration-Gated Radiotherapy versus Expenditure of Working Time and Technologically Preparation. ESTRO International Symposium: “Challenges in the practice of evidence based oncology in developing countries”, Mumbai (Indien) 28.02.-3.03.2005, Abstract book 39, 2005

Block A, Skamel HJ, Keffel FW, Heilsberg G, Mathias K. Initial experience with the technique of respiration-gated radiotherapy for heart and pulmonary sparing radiotherapy of breast cancer. Biomedizinische Technik 2005, 50, S. 905-906

Block A, Skamel HJ, Keffel FW, Heilsberg G, Mathias K. Commissioning and implementation of respiration-gated radiotherapy: The Dortmund experience. 8th Biennial ESTRO Meeting on Physics and Radiation Technology for Clinical Radiotherapy, Radiother. Oncol. 2005, 76, S. 158

Organbewegungen stellen aufgrund ihres individuellen Charakters eine große Herausforderung in der Strahlentherapie dar und können, wenn sie nicht schon bei der Therapieplanung in geeigneter Weise berücksichtigt werden, den Therapieerfolg infrage stellen oder die Komplikationsrate erhöhen. Mit einer Analyse-Software für Organbewegungen, die am hiesigen Med. Physik Institut entwickelt wurde, können interne Organbewegungen erfasst und die Parameter für atemgetriggerte Bestrahlungen individuell festgelegt werden.

Block A, Bauer R., Signalaus- und -bewertung bei der atemgetriggerten Bestrahlung. In: W. Semmler, L. Schad (Hrsg.): Med. Physik 2003, 296-297

Block A, Bauer R, Keffel FW, Theophil B. Eine Methode zur Festlegung der individuellen Parameter bei atemgetriggerten Bestrahlungen. Strahlenther. Onkol. 2004; 180 (Sondernr. 1)

Block A, Bauer R, Ein Auswerteprogramm zur visuellen und quantitativen Erfassung der intrafraktionellen Organdynamik. In: U. Wolf, W. Wilke (Hrsg.): Med. Physik 2004, 342-343

Block A, Bauer R. Eine Analyse-Software zur Festlegung der Parameter bei atemgetriggerten Bestrahlungen und Berechnung individueller Sicherheitssäume aufgrund von ZV-Bewegungen. Strahlenther. Onkol. 2005; 181 (Sondernr. 1), 112

Block A, Bauer R. An analysing software for determining the parameters for respiration-gated radiotherapy. 8 th

Biennial ESTRO Meeting on Physics and Radiation Technology for Clinical Radiotherapy, Lissabon 24.-28.09.2005, Radiother. Oncol. 2005, 76, S. 92-93