Zweiter Dortmunder Ultraschallworkshop

Ganztägiger Workshop in der Bibliothek der alten Frauenklinik am Standort Mitte

Durch einen Organspendeausweis Leben retten: Experten informierten im ...

Wenn der Hirntod des einen Patienten die zweite Chance für einen anderen bedeutet: Am Mittwoch, 05....

Neuer Direktor der Anästhesie übernimmt ab 1. April größte Abteilung ...

Die Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin ist seit dem 1. April 2018 unter neuer...

Standorte

Klinikzentrum Mitte, Beurhausstr. 40
Haus A4, Ebene 0, Zimmer 001
Tel: 0231 / 953 – 19 151
(Mo-Fr, 08–15 Uhr)
Karte (für eine größere Ansicht bitte anklicken)

Klinikzentrum Nord, Münsterstr. 240
NAOZ, 5. Etage
Tel: 0231 / 953 – 18 050
(Mo-Fr, 08–15 Uhr)
Karte (für eine größere Ansicht bitte anklicken)

KlinikumLive

08.05.2018 - Angst vor Narkose? Prof. Ellerkmann, Direktor der Anästhesie, live im Chat

14.09.2017 - Praktisches Jahr im Klinikum Dortmund

Curriculum für die Weiterbildung zur Fachärztin/zum Facharzt Anästhesiologie

... an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und postoperative Schmerztherapie des Klinikums Dortmund (Stand 01/2019)

 
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir freuen uns, Sie als neue Mitarbeiter in unserem Team begrüßen zu dürfen.
Derzeit ist die Anästhesieabteilung des Klinikums Dortmund mit ihren zwei Standorten in Nord und Mitte eine der größten Anästhesieabteilungen in Deutschland. Pro Jahr werden mehr als 32.000 Patientinnen und Patienten anästhesiologisch versorgt. Die operative Intensivstation NA1 und die operative Intermediate Care Station NI1 mit ihren jeweils 20 Betten stehen unter anästhesiologischer Leitung. Es besteht zudem für Sie die Möglichkeit, auf der pädiatrischen Intensivstation zu hospitieren.
Außerdem nehmen die Ärztinnen und Ärzte unserer Abteilung regelhaft am Notarztdienst der Stadt Dortmund teil und besetzen im Wechsel mit Kollegen aus der (Unfall-)Chirurgie und Inneren Medizin drei Notarzteinsatzfahrzeuge.

Unser Ziel ist es, Ihnen in Übereinstimmung mit den Richtlinien und Inhalten der Weiterbildungsordnung für Anästhesiologie der Ärztekammer Westfalen-Lippe geregelte Kenntnisse und Fertigkeiten ärztlicher Tätigkeit zur Erlangung der Facharztkompetenz zu vermitteln.


Verantwortlichkeiten

Der Erwerb der in der Weiterbildungsordnung geforderten Qualifikationen liegt in der Eigenverantwortlichkeit der ärztlichen Mitarbeiter. Dies betrifft vor allem die intensive Aneignung der theoretischen Grundlagen des Fachgebietes.
Zur Sicherung der Qualität und zur vereinfachten Einarbeitung neuer Mitarbeiter und Berufsanfänger wurden wissenschaftlich begründete, praxisorientierte Leitlinien und SOP`s („Standard Operating Procedures“) entworfen. Dabei handelt es sich um standardisierte Handlungs- und Verfahrensanweisungen in verschiedenen Bereichen.
Den Ärzten in Weiterbildung werden Oberärzte und Fachärzte als Supervisoren zur Seite gestellt, um eine fundierte und strukturierte Ausbildung zu gewährleisten.

Gliederung der Weiterbildung

Die Weiterbildungszeit beträgt 60 Monate, wovon

  • 48 Monate in der Anästhesiologie absolviert werden (davon können 12 Monate in einem anderen Gebiet mit unmittelbarer Patientenversorgung oder 18 Monate im ambulanten Bereich angerechnet werden)

und

  • 12 Monate in der Intensivmedizin absolviert werden (davon können auch 6 Monate in einem anderen Gebiet der Intensivmedizin angerechnet werden)

 

In unserer Klinik gliedert sich die Weiterbildung in folgende Abschnitte:

Im 1. Weiterbildungsjahr arbeiten Sie in den Bereichen

  • Unfallchirurgie (v.a. Handchirurgie)
  • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Urologie
  • Augenheilkunde/HNO
  • Orthopädie

Im 2. Weiterbildungsjahr erfolgt Ihr Einsatz in der

  • Unfallchirurgie (große Operationen)
  • Urologie (große Operationen)
  • Gefäßchirurgie
  • Neurochirurgie
      

Während des 1. und 2. Weiterbildungsjahres sollen folgende Ausbildungsinhalte erreicht werden:

  • Adäquate Durchführung von präoperativer Anamnese und klinischer Untersuchung der Patienten
    • Erkennen von etwaigen Erkrankungen, Störungen oder sonstigen Besonderheiten und deren Bedeutung für die Narkose
    • Anforderung und Interpretation von notwendigen Zusatzinformationen und Untersuchungen (Beurteilung von laborchemischen Untersuchungen, EKG, Röntgen-Thorax, Blutgasanalyse und Lungenfunktion)
    • Planung einer sicheren Anästhesie
  • Fachgerechte Durchführung von Masken- und Intubationsnarkosen (endotracheal, nasal) unter Verwendung intravenöser und volatiler Anästhetika zunächst bei Patienten der Kategorie ASA I und II, später ggfls. auch ASA III und IV
    • Dazu gehört auch das sichere Beherrschen der Narkoseeinleitung
  • Fachgerechte Durchführung von Spinalanästhesien, Periduralkathetern und ultraschallgesteuerter Regionalanästhesie (u.a. axilläre und interskalenäre Plexusanästhesien, N. femoralis-, N. ischiadicus- und N. obturatorius-Blockaden), zentrale Venenkatheterisierungen
  • Fachgerechte Infusionstherapie sowie postoperative Schmerzbehandlung
  • Kenntnis der Pathophysiologie des jeweiligen operativen Eingriffs und damit verbundener prä-, intra- und postoperativer Anästhesiekomplikationen
  • Kenntnis und Durchführung von kardiopulmonaler Reanimation und Schockbehandlung durch interne Reanimationsfortbildungen
  • Kenntnis von anästhesierelevanten topographisch-anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen insbesondere von Atemwegen und Lunge, Herz, großer und kleiner Kreislauf, Leber- und Nierenfunktion, Blutvolumen und dessen Regulation, Transfusion, Wärme-, Wasser- und Elektrolythaushalt, zentrales und peripheres Nervensystem, motorische Endplatte, Organinnervation
  • Kenntnis und korrekte Bedienung der Narkosesysteme und Beatmungsgeräte, Monitore, Perfusoren, Defibrillatoren, Infusionspumpen etc. 
  • Kenntnis in der Anwendung, Dosierung, Indikation und Kontraindikation sowie Pharmakologie aller anästhesierelevanter Medikamente
  • Kenntnis in der Anwendung von Blut- und gerinnungsaktiven Produkten und Plasmaersatzmitteln
  • Kenntnis über anästhesiologische Besonderheiten wie nicht nüchterner Patient, Notfallpatienten, Traumapatienten, maligne Hyperthermie, Herz-, Lungen-, Nieren- und Muskelerkrankungen
  • Mitversorgung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma und Polytrauma


Im 3. Weiterbildungsjahr erfolgt die Rotation

  • für 12 Monate auf die Intensivstation

Während dieser Weiterbildungszeit sollen folgende Ausbildungsinhalte erreicht werden:

  • Siehe gesondertes Skript Intensivstation


Im 4. und 5. Weiterbildungsjahr arbeiten Sie in den Bereichen

  • Chirurgie
  • Geburtshilfe
  • Kinderanästhesie
  • Herz-Thoraxchirurgie
  • Rettungsdienst

 

Während dieser Weiterbildungszeit sollen folgende Ausbildungsinhalte erreicht werden:

  • Vertiefung der bisher erlernten Kenntnisse und Durchführung von komplexeren Anästhesieverfahren mit Risikopatienten, die ein höheres Maß an Selbstständigkeit und Übernahme von Verantwortung erfordern
  • Besonderheiten der Narkoseführung bei großer Darm- und Tumorchirurgie
  • Ein-Lungen-Ventilation
  • Thoraxdrainagenanlage
  • Anästhesie zur Sectio caesarea
  • Kenntnis über anästhesierelevante physiologische Veränderungen in der Schwangerschaft, Präeklampsie und HELLP-Syndrom
  • Anästhesierelevante physiologische Besonderheiten bei Kindern
  • Besonderheiten der Anästhesie bei kinderchirurgischen Eingriffen sowie Regionalanästhesieverfahren bei Kindern (Kaudalanästhesie)
  • Management komplexer kindlicher Syndrome
  • Kenntnisse über Besonderheiten und Komplikationen bei Operationen an Herz und Aorta
  • Kenntnisse über Einsatz von Hypothermie und Antikoagulation
  • Kenntnisse über die Pathophysiologie der extrakorporalen Zirkulation und der verschiedenen Schrittmacher
  • Behandlung der akuten Aortendissektion
  • Kenntnis über Grundlagen der transösophagealen Echokardiographie
  • Kenntnisse und Behandlung der für die Notfallmedizin relevanten Krankheitsbilder
  • Kenntnisse der Pharmakologie und Toxikologie von Notfallmedikamenten
  • Erkennung und Behandlung akuter Störungen der Vitalfunktionen einschließlich der dazu erforderlichen instrumentellen und apparativen Techniken
  • Herstellung von Transportfähigkeit
  • Kenntnisse der rechtlichen und organisatorischen Grundlagen des Rettungsdienstes
  • Erkennung und Behandlung beim Massenanfall Verletzter (MANV) einschließlich Triage bis zum Eintreffen des leitenden Notarztes


Erwerb von Zusatzbezeichnungen

An unserer Klinik besteht die Möglichkeit, folgende Zusatzbezeichnungen zu erwerben:

  • Notfallmedizin: kann während der Facharztweiterbildung erworben werden, Voraussetzung sind 24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet mit unmittelbarer Patientenversorgung (davon 6 Monate in der Anästhesie, Intensivmedizin oder Notaufnahme), der 80 Unterrichtsstunden umfassende Notarztkurs sowie 50 Einsätze auf dem Notarzteinsatzfahrzeug und/oder Rettungshubschrauber
  • Intensivmedizin: kann nach der Facharztweiterbildung erworben werden, Voraussetzung sind insgesamt 24 Monate Weiterbildung im Bereich der Intensivmedizin, wobei die bereits zur Facharztweiterbildung Anästhesiologie notwendigen 12 Monate Intensivzeit anerkannt werden
  • Spezielle Schmerztherapie: kann nach der Facharztweiterbildung erworben werden, Voraussetzung sind 12 Monate Weiterbildung im Bereich Spezielle Schmerztherapie (anrechenbar auch schon vor der Facharztbezeichnung, die Weiterbildung zum Facharzt Anästhesiologie wird dabei jedoch für diesen Zeitraum unterbrochen), Voraussetzung ist außerdem der 80 Stunden-Kurs Spezielle Schmerztherapie


Außerdem besteht die Möglichkeit, eine curriculare Fortbildung in folgenden Bereichen nach der Facharztanerkennung zu absolvieren:

  • Kardioanästhesie
  • Kinderanästhesie

Ziel ist dabei, die speziellen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlangen, die für eine selbstständige und eigenverantwortliche anästhesiologische Tätigkeit in diesen Bereichen erforderlich sind.

Für die Kardioanästhesie sind dies folgende:

  • Theoretische Fortbildung mit insgesamt 40 Unterrichtseinheiten, davon maximal 40 % in Form von eLearning bzw. interne/externe Fortbildungen
  • Kenntnisse über katheter-interventionelle Eingriffe im Hybrid-OP oder im
    Herzkatheterlabor (TAVI, Mitra-Clip, LAA-Okkluder, PFO-Verschluss, Interventionen an der Pulmonalklappe, o. ä.)
  • Kenntnisse über ECMO-Anlagen zum passageren Ersatz der Herz-
    Kreislauf- oder Lungenfunktion
  • Kenntnisse über intra-/extrakorporale Unterstützungssysteme (z.B.
    LVAD-Implantationen zum längerfristigen oder permanenten mechanischen Ersatz der linksventrikulären Funktion, IABP-Anlagen)
  • eine Mindestanzahl der folgenden Narkosen/Eingriffe:
    • 150 herzchirurgische Eingriffe unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine
    • Erweitertes hämodynamisches Monitoring (transkardiale und transpulmonale Thermodilutionsverfahren, transthorakale Echokardiographie)
    • 50 supervidierte und dokumentierte transösophageale Echokardiographien bei herzchirurgischen oder katheter-interventionellen Eingriffen


Für die Kinderanästhesie sind dies folgende:

  • Theoretische Fortbildung mit Freistellung für
    • European Paediatric Life Support (EPLS)-Kurs (3 Tage)
    • Besuch von 2 Fortbildungen/Kongressen mit Schwerpunkt Kinderanästhesie (4 Tage)
  • Absolvierung des jährlichen Notfalltrainings „Reanimation im Kindesalter“
  • Anlage von i.v.-Zugängen (> 100, davon > 25 bei FG/NG/Säuglingen)
  • Anlage von i.o. Zugängen (2, auch am Modell)
  • Zentralvenöse/peripher-zentralvenöse Katheterisierungen (inkl. Einsatz der Sonographie)
  • Arterielle Punktionen/Kanülierungen (inkl. Einsatz der Sonographie)
  • Endotracheale Intubationen (> 100, davon > 25 bei FG/NG/Säuglingen)
  • Supraglottische Atemwegssicherungen (> 20, davon > 5 bei FG/NG/Säuglingen)
  • Management des erwartet schwierigen Atemwegs, fiberoptische Intubationen (2, auch am Modell/Simulator)
  • Regionalanästhesieverfahren im Kindesalter (jeweils mindestens 25 zentrale und periphere Blockaden)


Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen

Alle zwei Wochen findet mittwochs von 7.30 bis 8.15 Uhr unsere interne Fortbildungsveranstaltung statt, die per Videokonferenzschaltung zwischen beiden Betriebsteilen übertragen wird und die für jeden Mitarbeiter frei zugänglich ist.

Die Dortmunder Anästhesie-Kolloquien werden jeweils an einem Donnerstag in der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Robert-Schimrigk-Straße 4-6 in 44141 Dortmund veranstaltet. Beginn ist um 19 Uhr.

Das jeweilige Datum mit entsprechendem Thema kann über unsere Homepage eingesehen werden.

Regelmäßig findet zudem unsere interne Reanimationsfortbildung statt, an der Sie teilnehmen können.

 

Dokumentation der Weiterbildung und Mitarbeitergespräche

Die Ärztin/der Arzt in Weiterbildung hat nach jedem Weiterbildungsabschnitt die Weiterbildungsinhalte und Narkosezahlen zu dokumentieren und einem Weiterbildungsbefugten im Betriebsteil Nord oder Mitte vorzulegen.

Anzahl und Art der Narkosezahlen werden über das Krankenhausinformationssystem iMedOne gespeichert und können darüber abgerufen werden.

Zumindest einmal im Jahr führt der Weiterbildungsbefugte mit den Ärzten in Weiterbildung ein Gespräch, in dem der Stand der Weiterbildung beurteilt, Defizite benannt und Vereinbarungen über die nächsten Weiterbildungsziele formuliert werden.
Sollte es erforderlich sein, die Weiterbildung auf Grund persönlicher Umstände anzupassen, so besteht jederzeit die Möglichkeit, in einem gemeinsamen Gespräch mit Prof. Ellerkmann eine individuelle Lösung zu finden.