Neuer Direktor der Anästhesie übernimmt ab 1. April größte Abteilung ...

Die Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin ist seit dem 1. April 2018 unter neuer...

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KlinikumLive

08.05.2018 - Angst vor Narkose? Prof. Ellerkmann, Direktor der Anästhesie, live im Chat

14.09.2017 - Praktisches Jahr im Klinikum Dortmund

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Vollnarkose oder eine Regionalanästhesie (Teilbetäubung) vorteilhafter für mich als Patient/in?
Dies kann nicht generell beantwortet werden. Es ist die Aufgabe der Anästhesistin/des Anästhesisten, durch die Untersuchung, die Erhebung der Krankheitsgeschichte (Anamnese) und die Kenntnisse der Notwendigkeiten der Operation herauszufinden, welches das bessere Narkoseverfahren für Sie ist. Dazu findet vor der Operation das sogenannte Prämedikationsgespräch statt, in dem Ihnen das genaue Vorgehen bei der jeweiligen Narkose erklärt und mögliche Risiken erläutert werden.

Bin ich bei der Regionalanästhesie völlig wach?
Nicht unbedingt. Bei der Anlage einer Regionalanästhesie müssen Sie wach und kooperativ sein um zu verifizieren, dass die Narkose optimal sitzt. Im Anschluss daran können Sie entweder weiter wach bleiben oder auch durch verschiedene Medikamente oder deren Kombination schlafen.

Häufig wird eine Regionalanästhesie auch mit einer Vollnarkose kombiniert. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass zum einen während der Narkose ein geringerer Narkosemittelbedarf besteht, zum anderen kann somit eine wirksame Schmerztherapie nach der Operation erreicht werden.

Wie wird die Anästhesie dosiert?
Um die richtige Dosierung für das jeweilige Narkosemedikament zu bestimmen, orientiert sich der/die Anästhesist/in u.a. an Ihrem Körpergewicht und Alter, an Ihren Vitalparametern (Herzfrequenz, Blutdruck) und Ihren Vorerkrankungen.

An Hand der Veränderung Ihrer Körperfunktion und Ihrer Reaktion lässt sich abschätzen, ob eine adäquate Narkosetiefe dadurch erreicht wurde oder ob gegebenenfalls noch mehr Medikamente dafür verabreicht werden müssen. Diese werden also immer individuell dosiert, um den gewollten Effekt zu erzielen. Während der Operation werden die Medikamente mehrmals bzw. kontinuierlich verabreicht, um eine tiefe Narkose beizubehalten. Zum Ende des Eingriffs werden diese abgestellt, so dass Sie innerhalb kurzer Zeit wieder wach werden.

Erzähle ich während der Narkose Dinge, die ich nicht erzählen will? Tue ich Dinge, die ich sonst nicht tun würde?
Nein. Nach der Einnahme einer Beruhigungstablette haben Sie sich weiterhin unter Kontrolle. Es kann vorkommen, dass Sie sich später nicht an diese Phase erinnern können, aber während dieser Zeit wissen Sie genau, was Sie tun.

Nach Einleitung der Anästhesie können Sie nicht mehr sprechen. Hierfür sind einerseits die Narkosemedikamente verantwortlich. Andererseits liegt bei Narkosen, bei denen ein Luftröhrentubus verwendet wird, dieser zwischen den Stimmbändern, so dass ein Sprechen schon mechanisch unmöglich ist. Auch bei der Anwendung der sogenannten Larynxmaske, die oberhalb des Kehlkopfes platziert wird, ist ein Sprechen ausgeschlossen.

Wie schnell wirkt die Vollnarkose?
Moderne Medikamente ermöglichen Ihnen ein rasches und angenehmes Einschlafen. Dabei werden die Medikamente typischerweise intravenös verabreicht, bei Kindern und in seltenen Fällen auch bei Erwachsenen könne diese auch über eine Maske über die Atemluft gegeben werden. Bei beiden Methoden schlafen Sie innerhalb von wenigen Minuten ein.

Ich kann mich an vorherige Narkose nicht mehr erinnern, ist das normal?
Auf Grund der Medikamente, die für die Prämedikation und die Narkose verwendet werden, kann es vorkommen, dass Sie sich nicht mehr an die Phase vor bzw. kurz nach der Operation erinnern. Diese können dazu führen, dass das Kurzzeitgedächtnis nicht ins Langzeitgedächtnis übernommen wird, wodurch eine „Erinnerungslücke“ entstehen kann. Ob diese aber wirklich bei Ihnen auftritt, ist nicht vorhersagbar.

Wann habe ich den ersten Kontakt zum Anästhesisten?
Spätestens 24 Stunden vor einer geplanten Operation haben Sie das Prämedikationsgespräch mit der Anästhesistin/dem Anästhesisten. Nur bei dringenden Eingriffen kann es vorkommen, dass diese Zeitspanne unterschritten wird. Für das Gespräch kommen Sie entweder in die Anästhesie-Ambulanz oder der/die Anästhesist/in kommt zu Ihnen auf die Station.

Hierbei wird Ihnen ein Narkoseaufklärungsborgen ausgehändigt, auf dem wichtige Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand (Vorerkrankungen, vorherige Operationen, Medikamente, Allergien etc.)  zu beantworten sind. Wichtige Untersuchungsbefunde oder Arztbriefe sollten Sie zu dem Gespräch mitbringen. Außerdem erfolgt eine kurze körperliche Untersuchung, in der geprüft wird, ob es Besonderheiten für die Narkose gibt.

Im Anschluss wird das für die geplante Operation am besten geeignete Narkoseverfahren festgelegt. Dabei wird das genaue Vorgehen inklusive der Risiken erklärt und eventuelle Fragen Ihrerseits beantwortet.

Aus organisatorischen Gründen ist es jedoch nicht möglich, dass der/die prämedizierende Arzt/Ärztin auch derjenige/diejenige ist, die später die Narkose durchführt.