Neuer Direktor der Anästhesie übernimmt ab 1. April größte Abteilung ...

Die Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin ist seit dem 1. April 2018 unter neuer...

Standorte

Klinikzentrum Mitte (Beurhausstraße 40)
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Klinikzentrum Nord (Münsterstraße 240)
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Anästhesie in speziellen Abteilungen

Die Herzchirurgie hat sich seit den Anfängen in den 50er Jahren erheblich weiterentwickelt. Die Benutzung der Herz-Lungen-Maschine hat auch sehr schwere und lange Operationen möglich gemacht. In der Zwischenzeit werden jedoch viele Operationen wieder ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt; außerdem kommt auch die Minimal-invasive Chirurgie in der Herz- und Thoraxchirurgie zur Anwendung.

Die Änderungen des chirurgischen Vorgehens machten auch andere Verfahren in der Anästhesie notwendig. Langjährige, prospektiven und retrospektive Untersuchungen zeigten, dass die Morbidität und Mortalität bei Herzchirurgischen Eingriffen auch durch Anwendung neuer Verfahren in der Anästhesie entscheidend verbessert werden konnten.

Zur Anästhesie können sowohl total intravenöse Anästhesieverfahren als auch Inhalationsanästhetika angewendet werden.

Die Eingriffe in der Neurochirurgie erfordern besondere anästhesiologische Massnahmen, damit es nicht zu Komplikationen bzw. einer Verschlechterung der Erkrankungen kommt. Dies gilt sowohl für elektive Eingriffe (z.B. bei Tumoren) als auch bei Notfalleingriffen (Intracranielle Blutungen, Schädel-Hirn-Traumen, etc.).

In der Geburtshilfe wird die Anästhesie sowohl im Rahmen einer normalen Geburt als auch bei Kaiserschnitten tätig.

Bei einer normalen Geburt kann die Schmerzausschaltung über einen Periduralkatheter erfolgen. Sie lässt sich so steuern, dass die Frau in der Lage ist, die Kontraktionen zu spüren und aktiv durch Pressen zu unterstützen, aber trotzdem die Schmerzen erträglich oder kaum noch zu spüren sind. Bei Vorbereitungskursen auf die Geburt wird den Frauen genau erläutert, wie diese Methode funktioniert, so dass sie in der akuten Situation wissen, was auf sie zukommt. Auch ein Kaiserschnitt kann so problemlos von der wachen Patientin erlebt werden.

Sollte es doch einmal notwendig sein, einen Kaiserschnitt in Vollnarkose durchzuführen, dann ist auch dies mit den heutigen Anästhesieverfahren problemlos möglich.

Eine Untersuchung der Zufriedenheit mit der anästhesiologischen Versorgung bei werdenden Müttern, die wir im letzten Jahr durchführten, hat gezeigt, dass 95 % der Frauen ausgesprochen zufrieden mit der Versorgung im Kreißsaal oder während eines Kaiserschnittes waren.

Diagnostische Bereiche

In manchen Fällen ist es notwendig, auch bei diagnostischen Eingriffen eine Narkose durchzuführen. Dies kann beispielsweise im Bereich der Kernspin-Tomographie, der CT-Untersuchungen, der Endoskopie oder der Angiographie der Fall sein, und zwar sowohl bei Erwachsenen als auch vor allen Dingen bei Kindern.

Die Durchführung einer Sedierung oder einer Narkose wird unter den gleichen Bedingungen was die Qualität und die Sicherheit angeht durchgeführt wie im Operationssaal.

Ambulante Anästhesie

Es ist heute grundsätzlich möglich, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen Anästhesien so durchzuführen, dass die Patienten einige Stunden später wieder nach Hause entlassen werden können. In einigen Fällen jedoch sind ambulante Eingriffe auf Grund von Erkrankungen des Patienten nicht ratsam.

Anästhesien bei Kindern werden in allen Krankenhäusern durchgeführt. In Kinderchirurgien werden jedoch auch Eingriffe vorgenommen, die über das übliche Spektrum hinaus gehen. Neben den Routineeingriffen werden auch Kinder mit schweren, teilweise komplexen Erkrankungen behandelt. Aus diesem Grunde hat die Anästhesie in diesen Abteilungen besondere Erfahrung mit diesen Krankheitsbildern und ihrer Bedeutung für die Anästhesie.

Die Kinderchirurgie ist als Spezialgebiet der Chirurgie seit den 50er Jahren etabliert worden. Heute werden komplizierte Eingriffe nicht nur bei Kindern, sodern auch bei Frühgeborenen von einem Geburtsgewicht von weniger als 1000 g durchgeführt. Die Anästhesieführung bei diesen Kindern setzt große Erfahrung und besondere Kenntnisse der speziellen Krankheitsbilder und Physiologie von Kindern verschiedener Altersgruppen und eine gute Zusammenarbeit mit den Operateuren voraus.

Vor der Narkose bekommen die Kinder auf der Station eine Prämedikation zur Beruhigung, meist in einem Saft gelöst oder als Zäpfchen. Erst wenn dieses Medikament wirkt wird das Kind in den OP gebracht.

Die derzeit zur Verfügung stehenden Narkosemittel sind auch bei Kindern sehr gut anzuwenden, gut verträglich und sehr gut steuerbar. Neben der intravenösen Einleitung, die bei Erwachsenen praktiziert wird, besteht die Möglichkeit der Einleitung "per inhalationem". Dabei wird die Infusionsnadel erst gelegt, wenn das Kind schon schläft.

Der Kinderchirurgische OP ist besonders für die Bedürfnisse der Kinder ausgestattet. Hervorzuheben ist dabei die deutlich über dem normalen liegende Temperatur, die ein Auskühlen der Kinder verhindert. Die intraoperative Überwachung erfolgt durch spezielle Geräte, die extra auf Kinder bzw. auf Kleinkinder, Säuglinge und Frühchen abgestimmt sind.

Der Umgang des Personals mit den Kindern ist so, dass die Kinder eine möglichst stressfreie Erfahrung mit dem OP machen. Das reduziert die Angst vor eventuellen weiteren Eingriffen .