Qualität in Serie: Mediziner aus dem Klinikum Dortmund elfmal in ...

Wie bereits 2017 hat es das Klinikum Dortmund auch in diesem Jahr gleich elfmal in die...

Leistungsspektrum

Die Netzhautambulanz am Klinikum Dortmund hat sehr schnell auch überregionale Bedeutung gefunden. Schwerpunkte hier bildet das gesamte Spektrum der Netzhauterkrankungen, insbesondere diabetische Netzhauterkrankungen, altersbedingte Makuladegenerationen, Netzhautdegenerationen, Netzhautablösungen und ihre Vorstufen sowie Gefäßverschlusserkrankungen der Netzhaut und Durchblutungsstörungen des Sehnervens. Mit jährlich knapp 7000 Fluoreszein- und Indocyaningrün-Angiographien (Gefäßdarstellungen der Aderhaut und Netzhaut), ca. 1500 optischen Kohärenztomographien (OCT, Schichtaufnahmen der Netzhaut), mehr als 3000 konventionellen Laserbehandlungen und mehr als 400 Photodynamischen Therapien (moderne, so genannte „kalte“ Lasertherapie der altersbedingten Makuladegeneration) bildet sie ein sehr umfangreiches ambulantes Leistungsspektrum ab. Die an Praxisabläufen ausgerichtete Ambulanz ermöglicht modernste Diagnostik und Therapie in entspannter Atmosphäre.

Parallel wurde das neue Angebot der Glaskörper-Chirurgie ebenfalls in einem sehr großen Einzugsgebiet angenommen, mehr als 60% unserer stationären Patienten kommen nicht aus dem Dortmunder Stadtgebiet. Mit mehr als 700 glaskörperchirurgischen Eingriffen pro Jahr, mehr als 200 konventionellen eindellenden Operationen zur Behandlung der Netzhautablösung, deutlich über 1000 intravitrealen Injektionen (operativen Behandlungen der Netzhautmitte mittels medikamentöser Einspritzung in den Glaskörperraum) hat sich hier ein Schwerpunkt etabliert. Die gewebeschonende zeitsparende Technik der kontaktfreien Weitwinkelbeobachtung in der Glaskörper-Chirurgie hat mit optimalen Ergebnissen Patienten wie zuweisende Ärzte schnell überzeugen können, zunehmend finden gering invasive Op-Techniken wie die 23 Gauge-Vitrektomie Anwendung. Der hohe Standard der konventionellen, eindellenden Chirurgie bei Netzhautablösung ergänzt dieses Spektrum. Sehr gute funktionelle Ergebnisse konnten bei bisher schlecht behandelbaren Formen des Makulaödems (Flüssigkeitsansammlung in der Netzhautmitte) mit Gabe von Präparaten in den Glaskörperraum erzielt werden.

Auch die moderne Operation des Grauen Stares konnte ausgeweitet werden. Kleinschnitttechniken, Phakoemulsifikation (moderne Ultraschallverfahren zur Entfernung der getrübten Augenlinse) und verschiedene Faltlinsensysteme haben neben komplexen Eingriffen wie Aniridiekorrektur (Ersatz der verletzten Regenbogenhaut durch spezielle Kunstlinsensysteme) u. ä. die Anzahl zu behandelnder Patienten wachsen lassen. Insbesondere die Nachfrage nach ambulanten Operationen führte zu einem Zuwachs auf über 1000 ambulante Eingriffe. Kombinierte Operationen bei grünem und grauem Star oder bei Hornhauttrübungen und grauem Star wurden ebenfalls zunehmend durchgeführt.

Auch die Gebiete der Chirurgie bei grünem Star und der Hornhautchirurgie sowie -transplantation konnten durch Einführung moderner Techniken gute Ergebnisse verzeichnen. So ist die tiefe, nicht perforierende Sklerektomie neben der Trabekulektomie in der Glaukomchirurgie ebenso etabliert wie die Cyklophotokoagulation. Diese Behandlungen stellen spezielle operative Verfahren bei grünem Star zur Senkung des Augendruckes dar. Für die Hornhautchirurgie hat der Einsatz moderner Schneidesysteme zur passgerechten Entnahme der zu verpflanzenden Hornhaut und Transplantatbettbereitung wie auch die sehr gute Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Hornhautbanken die Ergebnisse weiter verbessert.

Der schon lange vorhandene Schwerpunkt der Schieldiagnostik und -therapie konnte weiter ausgebaut werden. Mit ca. 300 Operationen an geraden und schrägen Augenmuskeln sowie mehr als 4000 Patienten in der Sehschule wird hier ebenfalls ein weit überregionales Gebiet versorgt. Die Sehschule wird von zwei erfahrenen Orthoptistinnen betreut.

Folgende Informationen sind für interessierte Patienten wie insbesondere auch für Augenärzte bestimmt, Fachbegriffe etc. werden daher nicht in jedem Fall erläutert. Etwaige offene Fragen können im Rahmen einer Ambulanzvorstellung geklärt werden, wobei auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten eingegangen werden kann.