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05.11.2018 - Zu viel Kalzium im Blut & in der Psychiatrie? Nebenschilddrüse war geschädigt

Laparoskopische Enddarmoperationen

Unter dem Begriff Enddarm sind die letzten 15 cm des Dickdarms bis zum After zu verstehen.

Im Enddarm können sich gutartige und bösartige Tumore entwickeln. Oftmals fallen diese Tumore durch Stuhlgangsunregelmäßigkeiten, Blutbeimengungen oder Schmerzen auf. Die genaue Diagnose wird durch eine Endoskopie (Darmspiegelung) mit Entnahme von Proben zur feingeweblichen Aufarbeitung durch den Pathologen, und weitere bildgebende Verfahren, wie z.B. Ultraschalluntersuchung (Sonographie), Computertomograhie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Ultraschall von innen während einer Darmspiegelung (Endosonograhie), gestellt.

Bei gutartigen Erkrankungen in diesem Bereich, wie z. B. gutartigen Geschwülsten (Polypen), können diese in den allermeisten Fällen durch eine Darmspiegelung entfernt werden.

Bei bösartigen Tumoren wird das weitere Vorgehen in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz zusammen mit den Onkologen, den Strahlentherapeuten, den Radiologen und den Pathologen festgelegt. Es wird hier für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erstellt.
Bei größeren Tumoren wird vorher eine sogenannte adjuvante Radio-/ Chemotherapie durchgeführt. Diese wird in mehreren Zyklen über mehrere Wochen verabreicht. Hierdurch soll der Tumor zerstört oder verkleinert werden. Danach erfolgt dann die eigentliche Operation.

Je nach Lage und Größe des Tumors ist eine laparoskopische Entfernung des betroffenen Enddarmabschnittes möglich. In den allermeisten Fällen gelingt dies kontinenzerhaltend, d.h. ohne künstlichen Darmausgang.  Ein künstlicher Darmausgang muss z.T. nur für eine kurze Zeit, in der Regel 6-9 Wochen, als sogenanntes „protektives Stoma“ angelegt werden, um die Nahtverbindung am Enddarm zu schützen. In einer kleinen zweiten Operation wird dieses protektive Stoma dann nach abgeschlossener Heilung (6-9 Wochen) wieder beseitigt.
Laparoskopische Operationen am Enddarm werden unter onkologischen Gesichtspunkten, genau wie beim offenen Vorgehen, durchgeführt.  Dies beinhaltet ein zentrales Absetzen der Blutgefäße nahe der Hauptschlagader sowie die systematische Entfernung von Lymphknoten entlang der Blutgefäßachsen. Die den Enddarm umgebende Fetthülle, das sogenannte Mesorektum, wird ebenfalls komplett mit entfernt.
Sollte dieses Vorgehen nicht zu gewährleisten sein oder ist die Situation vor der Operation nicht eindeutig zu klären, wird das offene Operationsverfahren mit einem Leibschnitt durchgeführt. Bezüglich der onkologischen Radikalität werden bei den laparoskopischen Operationen keine Abweichungen vom offenen Vorgehen sowie den entsprechenden Leitlinien der Fachgesellschaften vorgenommen.
Vor und nach der Operation wird das Behandlungskonzept in unserer Tumorkonferenz mit allen anwesenden Experten (Onkologen, Radioonkologen, Pathologen, Chirurgen, Dariologen) festgelegt.

Zur Durchführung der Operation wird analog des Vorgehens bei gutartigen Erkrankungen oberhalb des Nabels eine Arbeitshülse platziert. In Abhängigkeit des zu entfernenden Enddarmabschnittes werden weitere Arbeitshülsen platziert. Der Dickdarm wird nun freipräpariert und mit automatischen Klammernahtgeräten reseziert. Über einen Bergeschnitt, welcher in den meisten Fällen im linken Unterbauch angelegt wird, kann der betroffene Enddarmabschnitt entfernt werden.

Unmittelbar postoperativ kann der Patient flüssige Kost zu sich nehmen. Der Kostaufbau wird rasch durchgeführt und nach ca. 5 – 8 Tagen kann der Patient aus stationärer Behandlung entlassen werden.

Nach der Operation werden weitere ergänzende Behandlungsschritte, wie z.B. eine Chemotherapie, nach Erhalt des feingeweblichen Befundes in unserer Tumorkonferenz besprochen.