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Chirurgie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Die Chirurgie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) umfasst die operative Behandlung gutartiger wie bösartiger Veränderungen. Die Bauchspeicheldrüse ist im Körper vor allem für die Bereitstellung von Verdauungsenzymen und für die Blutzucker-Regulation zuständig.

Gutartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Die chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) ist der häufigste Grund für eine Operation. Die oft durch Alkohol, Medikamente oder andere Erkrankungen ausgelöste Entzündung des Pankreas verursacht starke Schmerzen, verläuft oft schubweise und kann sich kontinuierlich über Jahre verschlimmern.

Gutartige Tumore der Bauchspeicheldrüse, wie z.B. Insulinome, können massive Störungen im Hormonhaushalt verursachen und tragen in einigen Fällen auch die Tendenz zur bösartigen Entartung in sich. Aus diesen Gründen besteht die Indikation zur operativen Therapie. Prinzipiell kann bei gutartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gewebeschonend und sparsam operiert werden, in vielen Fällen führen wir diese Operationen heute minimal-invasiv durch. Bei ungünstiger anatomischer Lage oder sehr ausgeprägten Befunden kann jedoch auch eine größere Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse mit oder ohne Zwölffingerdarm erforderlich werden.

Bösartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

In der Behandlung bösartiger Tumore der Bauchspeicheldrüse stellt die vollständige chirurgische Entfernung des Tumors mit dem entsprechenden Lymph- und Umgebungsgewebe die einzige kurative Behandlungsmöglichkeit dar. In manchen Fällen liegen neu aufgetretene unklare Raumforderungen in der Bauchspeicheldrüse vor, die nicht eindeutig einzuordnen sind. Auch in diesen, feingeweblich nicht zu klärenden, Fällen ist die chirurgische Therapie indiziert, da ein Großteil dieser unklaren Tumore der Bauchspeicheldrüse bösartiger oder aber potentiell bösartiger Natur ist. Es gibt einige Mischtypen von Raumforderungen (z.B. sog. IPMN), die nach sehr ausgefeilten Kriterien in der Computertomographie oder Magnetresonanztomographie beurteilt werden müssen, um zu entscheiden, ob eine operative Therapie erforderlich ist. In diesen Fällen ist eine umfassende Beratung und Aufklärung der Patienten auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Kollegen der Gastroenterologie / Onkologie unumgänglich und in unserem Zentrum selbstverständlich.

Ein Großteil der Tumore der Bauchspeicheldrüse befindet sich im vorderen Teil, dem sogenannten Kopf des Organs. In diesen Fällen führen wir eine Entfernung des Pankreaskopfes und des Zwölffingerdarmes unter Erhalt des kompletten Magens durch (PPPD). Der verbleibende Rest des Pankreas und der Gallengang werden nun mit dem Dünndarm verbunden, so dass die Darmpassage und Verdauung perspektivisch nicht beeinträchtigt sind. Liegt der Tumor im mittleren oder hinteren Teil des Organs, so wird dieser Anteil der Bauchspeicheldrüse zusammen mit der anhängenden Milz entfernt. Diesen Eingriff führen wir bei bestimmten Indikationen auch minimal-invasiv durch.

In manchen Fällen, z.B. bei sehr großen im Mittelteil der Drüse gelegenen Tumoren, ist eine komplette Entfernung der gesamten Bauchspeicheldrüse erforderlich. Nach einem solchen Eingriff sind die Patienten automatisch Insulin-pflichtige Diabetiker, da die Bauchspeicheldrüse, die normalerweise das körpereigene Insulin produziert, nun fehlt. Ist eine solche seltene Komplettentfernung des Pankreas erforderlich, so werden die Patienten bereits während des stationären Aufenthaltes im Umgang mit der Blutzucker-Messung und Insulin-Gabe geschult.  Prinzipiell ist nach einer Pankreas-erhaltenden Operation eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten mittel- und langfristig nicht erforderlich.

Chirurgie als palliative Behandlung

Im Falle eines weit fortgeschrittenen Tumors der Bauchspeicheldrüse mit Fernmetastasen ist eine kurative Operation nicht mehr möglich. Aufgrund der lokalen Symptome, die der Tumor verursacht, z.B. eine Verengung des Magenausganges und/oder eine Verlegung des Gallenganges, kann jedoch eine palliative Operation sinnvoll sein, um die Lebensqualität zu verbessern. So führt man z.B. eine Bypass-Verbindung vom Magen zum Dünndarm durch (Gastroenterostomie) und/oder eine Bypass-Verbindung vom Gallengang zum Dünndarm (biliodigestive Anastomose), um so die Ernährung und die Verdauung auf natürlichem Wege aufrecht erhalten zu können und auch die ggf. vorhandenen Schmerzen der Patienten zu lindern.