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Sprechstunden

Privatsprechstunde
Prof. Dr. Maximilian Schmeding
Tel: 0231 / 953 - 21430

Bauchfellsprechstunde
Prof. Dr. Jürgen Zieren
Tel: 0231 / 953 - 21440

Endokrine Sprechstunde
Freitags, 08.30 - 12.00 Uhr
Tel: 0231 / 953 - 21971

Adipositas- Sprechstunde
Mittwochs, 14.00 - 17.00 Uhr
Tel: 0231 / 953 - 21971

Pankreassprechstunde
Tel: 0231 / 953 - 21430

Lebersprechstunde
Tel: 0231 / 953 - 21430

Kontinenzsprechstunde
Tel: 0231 / 953 - 21971

Postoperative Sprechstunde
Tel: 0231 / 953 - 21971

Minimal-Invasive laparaskopische Chirurgie
Tel: 0231 / 953 - 21971

Darmsprechstunde des Darmzentrums
Tel: 0231 / 953 - 21971

Standorte

Klinikzentrum Mitte (Beurhausstraße 40)
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Zertifikate

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Behandlungsmethoden

Die Behandlungsmethoden der verschiedenen Erkrankungen hängen in erster Linie vom Stadium der Erkrankung und den Beschwerden des Patienten ab. Die Entscheidung für eine Therapie wird in täglichen interdisziplinären Beratungen im Klinikum getroffen.
Bei einem akuten Anfall einer entzündlichen Erkrankung ist oftmals eine stationäre Beobachtung nötig und im weiteren Verlauf, wie bei gutartigen Tumoren, eine regelmäßige endoskopische Kontrollen notwendig. In selteneren Fällen werden endoskopische Interventionen und Operationen durchgeführt.

Bei seltenen bösartigen Tumoren und bei einem duktalen Pankreaskarzinom kommt als einzige mögliche kurative (heilende) Therapie die chirurgische Entfernung des Tumors in Frage, meistens mit einer Chemotherapie im Anschluss. Ist das Karzinom schon zu weit fortgeschritten kann als palliative Therapie eine Operation, die die Funktion der Bauchorgane gewährleisten soll, eine Chemotherapie und eine Bestrahlung durchgeführt werden.

Die Behandlung der akuten Pankreatitis richtet sich vor allem nach den Beschwerden des Patienten. Je nach der Verlaufsform (milde oder schwere Form) unterscheidet sich die Therapie. Grundsätzlich sollte jeder Patient mit akuter Pankreatitis in einem Krankenhaus überwacht werden, weil nicht selten Komplikationen entstehen und die starken Schmerzen effektiver behandelt werden können. Der Patient sollte für einige Tage nüchtern bleiben, um die Bauchspeicheldrüse ruhig zu stellen und den Darm nicht zu belasten. Eine Infusionstherapie gewährleistet eine ausreichende Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Sollte sich eine schwere Form der akuten Pankreatitis abzeichnen, wird man den Patienten auf die Intensivstation verlegen.

Eine Operation bei einer schweren akuten Pankreatitis ist bei ungefähr 20-25% der Patienten notwendig. Verschlechtert sich der Zustand des Patienten wird man unter Röntgen- oder Ultraschallkontrolle mit einer feinen Nadel die Bauchspeicheldrüse punktieren. Sollten sich in diesem sogenannten „Punktat“ Bakterien oder Pilze zeigen, kann eine Operation notwendig werden. Dabei wird man den Bauch durch einen Längsschnitt in der Mitte eröffnen und die infizierten und abgestorbenen Bauchspeicheldrüsenteile entfernen. Schließlich kommt es zur Einlage von mehreren Schläuchen, durch welche in den folgenden Tagen der Raum um die Bauchspeicheldrüse durchgespült wird, um somit eine weitere Infektion zu verhindern. Zur Entlastung des Darmes muss häufig ein künstlicher Darmausgang angelegt werden, der nach Erholung des Patienten (in der Regel ca. 3 Monate nach Entlassung aus dem Krankenhaus) wieder entfernt werden kann. Bei einem schweren Verlauf der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung kann es zu einem mehrwöchigen ggf. monatelangen Aufenthalt im Krankenhaus und auf der Intensivstation kommen.

Sollte ein Gallengangstein für das Entstehen der akuten Pankreatitis verantwortlich sein, wird man diesen so früh wie möglich mit Hilfe der ERCP zu entfernen versuchen. Dadurch können die Enzyme der Bauchspeicheldrüse und die Galle wieder in den Zwölffingerdarm abfließen. Falls Gallensteine die akute Pankreatitis ausgelöst haben, sollte nach dem Ausheilen der akuten Pankreatitis die Gallenblase entfernt werden.

Unabhängig von den Ursachen sollte nach einer akuten Pankreatitis übermäßiger Alkoholkonsum in Zukunft limitiert oder besser ganz unterlassen werden. Das Auftreten einer erneuten akuten Entzündung muss als potentiell lebensgefährlich betrachtet werden.

Die Therapie der chronischen Pankreatitis richtet sich vor allem nach den Beschwerden des Patienten und der Funktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse:

Das Hauptproblem der Patienten ist sehr häufig der kaum ertragbare Oberbauchschmerz. Dagegen sollte zunächst der Alkoholkonsum sofort eingeschränkt, besser noch gestoppt, eine Diät eingeleitet und eine gezielte Schmerztherapie begonnen werden. Führen diese Maßnahmen nicht zur erwünschten Schmerzlinderung muss eine Operation erwogen werden.

Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug Verdauungsenzyme produziert – erkennbar an fettigen Stuhlgang, schmerzenden Blähungen und übelriechenden Durchfällen - müssen sie in Form von Kapseln ersetzt werden. Schließlich ist auch auf eine ausreichende Einnahme von fettlöslichen Vitaminen (Vitamine A, D, E und K) zu achten.

Wenn der Blutzuckerspiegel ansteigen sollte, ist dies ein Zeichen, dass zu wenig Insulin durch die Bauchspeicheldrüse produziert und ausgeschüttet wird. Zunächst kann durch eine angepasste Diät versucht werden, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Führt dies nicht zu einer befriedigenden Absenkung des Blutzuckerspiegels muss kurz- und/oder langfristig der Blutzuckerspiegel durch Insulinspritzen abgesenkt werden.

Operation

Bei jedem zweiten Patienten mit chronischer Pankreatitis wird im Verlauf der Erkrankung eine Operation notwendig. Es empfiehlt sich, diese Operation in einem Zentrum für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen vornehmen zu lassen.

Hauptsächlich gibt es 3 Gründe, warum an der Bauchspeicheldrüse operiert werden muss:
  • Die Schmerzen können auch mit stärksten Schmerzmitteln (Morphium, Opiate) nicht befriedigend unter Kontrolle gebracht werden, was zu einer schlechten Lebensqualität führt.
  • Durch die chronisch-entzündlichen Veränderungen der Bauchspeicheldrüse kommt es zu Auswirkungen auf die umliegenden Organe, wie Einengung oder Verschluss des Zwölffingerdarms, des Gallengangs, des Pankreasganges und der hinter der Bauchspeicheldrüse liegenden Gefäße.
  • Unklarheit, ob sich hinter den Veränderungen ein Tumor verbirgt.
  • Manchmal kann es auch zur Ausbildung von sogenannten "Pseudozysten" (flüssigkeitsgefüllter Hohlräume) kommen. Das mit Pankreassaft gefüllte Gebilde liegt in oder an der Bauchspeicheldrüse und können sich ohne jede Behandlung zurückbilden, aber auch fortlaufend größer werden und zu Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Gewichtsverlust führen. Die beste Therapie ist dann die chirurgische Drainage der Pseudozyste oder eine endoskopische Drainage.
Durch eine frühzeitige operative Entfernung des Entzündungsherdes in der Bauchspeicheldrüse kann eine Erhaltung der Bauchspeicheldrüsenfunktionen erreicht werden. Operationen an der Bauchspeicheldrüse bei chronischer Pankreatitis können in "drainierende" und in "resezierende" Operationen unterteilt werden:

Bei den drainierenden Operationen wird der Bauchspeicheldrüsenhauptgang auf seiner ganzen Länge eröffnet und mit dem Dünndarm verbunden, so dass das Pankreassekret direkt in den Darm abfließen kann. Bei einer Pseudozyste kann diese eröffnet werden, und es wird ein Stück Dünndarm aufgenäht, damit die gestaute und/oder angesammelte Flüssigkeit ungehindert abfließen kann.

Meist ist die Bauchspeicheldrüse bei der chronischen Pankreatitis so stark entzündlich verändert, dass diese Drainage-Verfahren nur kurzzeitig die Situation verbessern. In diesem Fall ist eine Entfernung (Resektion) des geschädigten Anteils der Bauchspeicheldrüse die Therapie der Wahl. Da die Entzündung fast immer im Pankreaskopf am Ausgeprägtheiten ist, wird dieser fast vollständig entfernt. Heute wird versucht, diese Operationen so schonend wie möglich durchzuführen und so viel Pankreasgewebe wie möglich zu erhalten. Die umliegenden Organe, wie der Zwölffingerdarm (Duodenum), die Gallenwege und der Magen werden in der Regel nicht wie früher teilweise oder ganz entfernt (Duodenum-erhaltende Pankreaskopfresektion). Dadurch gelingt es, die Funktionen innerhalb des Verdauungsapparates weitestgehend aufrecht zu erhalten.

Bei dem weitaus häufigsten bösartigen Pankreastumor, dem duktalen Adenokarzinom, sind die Heilungschancen sehr schlecht und es gibt wenig Therapiemöglichkeiten, weil die Diagnose aufgrund der unspezifischen Symptome erst in einem späten Stadium der Erkrankung gestellt wird. In den meisten Fällen liegt bereits eine lokale Infiltrationen des Tumors in die umliegenden Gefäße und Nerven oder auch Metastasen, am häufigsten in der Leber, vor.

Eine kurative (heilende) Therapie kann nur die Operation bieten, d.h. eine komplette Entfernung des Tumors, die allerdings nur in einem frühen Stadium möglich ist. An eine solche Operation wird meist eine so genannte adjuvante Chemotherapie angeschlossen, um evtl. noch vorhandene Tumorreste zu zerstören.

Bei einem weiter fortgeschrittenen Karzinom ist nur noch eine palliative (lindernde) Therapie möglich. Eine palliative Operation ist sinnvoll, da mögliche Verschlüsse durch das Tumorwachstum vermieden und dadurch die Funktion der Bauchorgane aufrecht erhalten werden können. Diesemn Zweck dient auch die palliative Chemotherapie und Bestrahlung, die das Tumorwachstum verlangsamen, aber nicht aufhalten vermögen.

Die Heilungschancen müssen als sehr schlecht eingestuft werden.

Operation

Die chirurgische Therapie, das heißt das Entfernen des bösartigen Tumors, ist die einzige Behandlung, die eine Chance auf Heilung verspricht. Diese kann nur erfolgen, wenn eine Metastasierung der Krebszellen in andere Organe, wie z.B. die Leber oder die Lunge, ausgeschlossen wurde. Außerdem sollte der Tumor nicht in die umgebenden Gefäße eingewachsen sein, da ansonsten eine vollständige Entfernung des Tumors häufig nicht möglich ist. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass nur bei ca. 15% bis 20% aller Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs eine komplette chirurgische Entfernung des Tumors durchgeführt werden kann.

Dabei wird versucht eine komplette Entfernung der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden, da hierbei schwerwiegende Folgen, wie ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), unweigerlich entstehen. Diese Operation wird daher auf wenige ausgewählte Indikationen beschränkt, wenn sich beispielsweise Tumore auf die ganze Bauchspeicheldrüse ausdehnen, oder wenn die Nahtverbindung der Bauchspeicheldrüse zum Darm aus technischen Gründen nicht durchführbar ist.

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen einige Operationsmöglichkeiten beschreiben.

Ist der Tumor im Bereich des Bauchspeicheldrüsenkopfes lokalisiert, werden der Tumor, der betroffene Teil der Bauchspeicheldrüse, ein Teil des Gallenganges, der Zwölffingerdarm und die Gallenblase entfernt und mithilfe einer Dünndarmschlinge neue Verbindungen zum Magen, Gallenwegen und restlicher Bauchspeicheldrüse angelegt (Abbildung 1; sog. Magenausgangerhaltende Whipple-Operation).

Je nach Lage und Größe des Tumors kann es aber notwendig werden, auch einen Teil des Magens zu entfernen (Abbildung 2). Diese sogenannte „klassische Whipple”- Operation wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Professor Walter Kausch erstmals durchgeführt und von Professor Allen O. Whipple etabliert.

Tumore im Bereich des Bauchspeicheldrüsenkörpers oder -schwanzes sind im Vergleich zu den Bauchspeicheldrüsenkopftumoren deutlich seltener und werden häufig erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Die Pankreaslinksresektion, welche auch als distale Pankreatektomie bezeichnet wird, ist hier die Operation der Wahl. Sie umfasst die Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkörpers und des Schwanzes zusammen mit den umgebenden Lymphknoten und evtl. der Milz. Die Wahl der Grenze des entfernten Bauchspeicheldrüsengewebes richtet sich nach der Ausdehnung des Tumors und kann von einer Entfernung des Schwanzes bis zur fast kompletten Entfernung der Bauchspeicheldrüse ausgeweitet werden. Am Bauchspeicheldrüsenstumpf wird entweder ein Blindverschluss oder eine Verbindung zum Dünndarm vorgenommen.

Bei fortgeschrittenen Tumoren kann eine vollständige Tumorentfernung häufig nicht mehr durchgeführt werden. Das Ziel der Behandlung ist es dann, die aktuellen Symptome des Patienten zu lindern und zukünftige Probleme durch das Tumorwachstum zu vermeiden. Bei einem Gallenrückstau und Gelbsucht ist der Galleabfluss durch den Tumor verlegt und muss wieder hergestellt und so lange wie möglich gewährleistet werden. Dies kann endoskopisch mittels einer ERCP durch die Einlage eines Schlauches (Stents) in den Gallengang geschehen oder durch eine Operation, bei der ein Darmstück auf die Gallenwege genäht wird, um so den Galle-Abfluss zu sichern (sog. biliodigestive Anastomose). Wächst der Tumor in den Zwölffingerdarm ein, kann es zu einer Störung des Nahrungstransportes kommen, das heißt, die Speise gelangt nicht oder nur schlecht vom Magen in den Darm. Mit einer Operation kann man eine Verbindung zwischen Magen und dem Dünndarm schaffen, um dieses Hindernis zu umgehen (sog. Gastroenterostomie).

Da die zwei genannten Probleme häufig mit zunehmender Tumorgröße auftreten, ist die sinnvollste palliative Operation die so genannte Doppelbypass Operation, bei der beide Umgehungsverbindungen angelegt werden (Abbildung 1).


Jede Operation birgt Risiken und vor allem bei Begleiterkrankungen kardialer, pulmonaler und endokriner Art können Komplikationen eintreten. Daher werden vor jedem Eingriff alle Risikofaktoren erfasst und wenn möglich vorbeugende Maßnahmen eingeleitet.

Ein ganz wesentlicher Teil der präoperativen Vorbereitung besteht in der ausführlichen Information der Patienten über den exakten Ablauf der Operationsvorbereitung, der Operation sowie der Behandlung im Anschluss an die Operation. Sinn bzw. Notwendigkeit einzelner Maßnahmen sollten verstanden sein (siehe auch Patientenbroschüre und Patienteninformationsbroschüre vor Pankreasoperationen). Nur so kann der Patient aktiv und gut motiviert am Heilungsprozess teilhaben.

Trotz sorgfältiger Vorbereitung können nach größeren Operationen im Bauchraum auch Störungen auftreten, die nicht nur das Wohlbefinden des Patienten beeinträchtigen, sondern bei auftretenden Komplikationen auch die Gesundheit gefährden und den Krankenhausaufenthalt verlängern. Ernst zu nehmende Komplikationen nach einer Pankreasoperation sind:

Blutungen

Eine Blutstillung wird während der Operation mit größter Sorgfalt durchführt. Das Hauptrisiko einer Nachblutung besteht dennoch innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Operation. Um solche Blutungen rechtzeitig zu erkennen, werden die Patienten engmaschig auf einer Intensivstation überwacht. Das Risiko einer starken Nachblutung ist mit 1% niedrig.

Anastomoseninsuffizienz

Eine relevante Komplikation ist eine Nahtundichtigkeit der neu vernähten Organenden, die typischerweise 6-8 Tage nach der Operation auftritt. Diese so genannte Anastomoseninsuffizienz kann u.a. zu Fisteln führen, d.h. kleine Gänge, in denen sich Pankreas- oder Wundflüssigkeit sammelt. Gründe hierfür sind in der Regel unzureichend durchblutete Areale an der Neuverbindung (Anastomose), die zu einer Undichtigkeit führt. Die Rate an Anastomoseninsuffizienzen bei Pankreasoperationen sollte in guten Kliniken bei 2-3% liegen. Warnsymptome sind zunehmende Bauchschmerzen sowie Fieber.

Wundinfektion

Bei jeder Operation ist die Bauchdecke gefährdet, durch Darmkeime verunreinigt zu werden. Es werden aus diesem Grund während der Operation immer spezielle Vorsorgemaßnahmen (Hygienevorschriften, Antibiotikagabe) getroffen. Trotzdem können in bis zu 5% der Fälle Wundinfektionen auftreten. Diese sind meist harmlos, können aber den Krankenhausaufenthalt verlängern.

Verdauungsstörungen

Nach einer Pankreasoperation arbeitet der Verdauungstrakt zunächst nicht, was einerseits an der Narkose selbst liegt, mehr aber noch an der neuen Position der Verdauungsorgane im Bauchraum. Dieser Zustand soll nach einer Operation möglichst kurz gehalten werden. Um dies zu erreichen, erhalten die Patienten bereits sehr früh nach der Operation etwas zu trinken und der Kostaufbau wird schnell gesteigert. Sehr wichtig sind auch die frühzeitige Mobilisierung und das eigenständige Aufstehen der Patienten. Typischerweise können sich nach Pankreasoperationen auch Appetitlosigkeit, Übelkeit und Durchfälle einstellen. Dagegen erhalten die Patienten Medikamente und im Normalfall regulieren sich diese Probleme mit der Zeit.

Schmerzen

Wir wollen, dass die Patienten nach einer Operation möglichst schmerzfrei sind, denn nur ein schmerzfreier Patient kann frühzeitig mobilisiert und dadurch die durch langes Liegen erhöhte Gefahr einer Beinvenenthrombose verringert werden. Eine gute Schmerzmedikation ermöglicht eine verbesserte Atemgymnastik und verhindert eine Lungenentzündung. Die Patienten erhalten aus den genannten Gründen automatisch nach Ihrer Operation von den Pflegekräften und dem Ärzteteam eine regelmäßige Schmerzmedikation sowie eine bei weiterhin vorhandenen Schmerzen abrufbare Bedarfsmedikation.