Dortmunder Gerinnungskreis - Fortbildungsreihe in der Hämostaseologie

Mittwoch, 24. Februar 2021
Beginn: 15.00 Uhr
Ort: Lensing-Carrée Conference Center
Dortmund

Lebensqualität nach Herz-OPs: Große Studie untersucht Einflussfaktoren

Die Herzoperation kann technisch noch so gut laufen – manche Patienten tun sich dennoch schwer,...

Erstmals künstliches Herz implantiert: Herzzentrum des Klinikums ...

Premiere: Das herzchirurgische Team um Klinikdirektor Prof. Dr. Alexander Albert hat einem...

„Es fließt ja wieder“: Herz-Team rettet Intensiv-Patienten das Leben

Es stand sehr schlecht um Peter Wächter*: Er litt seit langem an einem schwachen Herz, aber nun...

Minimal-invasive Mitralklappen-Rekonstruktion

Mitralklappe
Bei der Mitralklappen- und Trikuspidalklappen-Insuffizienz, die in der Regel durch Degenerationen der Segel an sich oder auch einer Dilatation des Ringes hervorgerufen werden, wenden wir verschiedene Verfahren der Rekonstruktion an. Der häufigste Grund für eine Insuffizienz an der Mitralklappe ist ein Durchschlagen des hinteren Mitralklappen Segels, weil die Aufhänge-Fäden (Chordae) entweder ausgeleiert oder abgerissen sind. Dadurch schließen sich die Segel nicht mehr richtig und der Ventilmechanismus versagt. Das Prinzip einer Rekonstruktion des Segels besteht darin, das posteriore Segel wieder schlussfähig zu machen. Dies geschieht entweder durch eine Entfernung des durchschlagenden Anteils und Raffung (Resektion) oder durch eine Wiederaufhängung des Segels durch Anbringen neuer Haltefäden (Neo-Chordae). Um die Belastung auf dieser Reparatur zu verringern, wird der Ring der Mitralklappe durch einen prothetischen Ring stabilisiert und evtl. auch verkleinert und dadurch die Fläche der Koadaption vergrößert. Weitere Gründe für eine Insuffizienz der Mitralklappe sind eine reine Erweiterung des Mitralklappen-Ringes (Dilatation) oder komplexe Pathologien wie das Barlow-Syndrom.

 

Unsere Expertise
Die minimal-invasive Rekonstruktion der Mitral- und der Trikuspidalklappe zählt seit langem zu unserem Standard. Seit mehr als 10 Jahren werden Mitral- und Trikuspidalklappen-Operationen in unserem Team über eine rechtsseitige Mini-Thorakotomie durchgeführt. Dieser Zugang hat im Vergleich zu dem Zugang der Sternotomie zum einen den Vorteil, dass dieser Zugang weniger traumatisch und kosmetisch deutlich besser ist, zum anderen aber auch, dass der Zugang zur Mitralklappe und der Blick auf diese perpendikular ist und die Rekonstruktion ohne Verzerrung der Klappe erfolgt. Unser Team in Düsseldorf hat eine neue Technik entwickelt, die es ermöglicht, auch so komplizierte Defekte an der Mitralklappe, wie sie beim Barlow-Syndrom auftreten, zu beheben. Dadurch kann auch bei diesen Patienten auf einen Herzklappen-Ersatz durch eine Prothese verzichtet werden.

 

 

Video

Mitralklappen-Therapie im Herzzentrum