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Mandelentfernung (Tonsillektomie) und Mandelverkleinerung (Tonsillotomie)

Gründe für eine Operation

Die landläufig als „die Mandeln“ bezeichneten Gaumenmandeln oder Gaumentonsillen sind als Lymphorgane Teil des körpereigenen Abwehrsystems, die im Rachen links und rechts neben dem Zäpfchen sitzen. Gerade bei kleineren Kindern ist das Gewebe sehr aktiv und kann durch eine starke Vergrößerung das Essen und vor allem nächtliche Atmen behindern, so dass es zu Schnarchen mit Atemaussetzern kommen kann. Auch immer wiederkehrende akute Mandelentzündungen können auftreten und eine operative Entfernung der Mandeln erforderlich machen. Selten kann auch ein Mandelabszess auftreten. Dieses ist eine Eiteransammlung hinter oder neben der Mandel, die man auch mit starken Antibiotika nicht bessern kann.

Für die Überprüfung der Erforderlichkeit eines Eingriffs an den Mandeln besteht das Recht auf Einholung einer unabhängigen ärztlichen Zweitmeinung.

 

Operation

Operationen an den Mandeln können in Form einer Teilentfernung (Tonsillotomie) oder einer kompletten Entfernung (Tonsillektomie) erfolgen.

Die Mandel-Teilentfernung eignet sich zur Behandlung von zu großen Mandeln, bei denen eine immer wiederkehrende antibiotikapflichtige Entzündung meist nicht das Hauptproblem ist. Bei der Teilentfernung wird in Narkose mit dem Laser oder einem Hoch- oder Radiofrequenzgerät der zu große Teil der Mandeln abgetragen. Dieses ist für die meist kleinen Patient*innen wenig schmerzhaft und hat ein geringes Blutungsrisiko.

Bei der kompletten Entfernung der Mandeln werden die Mandeln vollständig mit ihrer Kapsel entfernt. So kann sich das Gewebe in keiner Weise neu entzünden. Die Komplett-Entfernung der Mandeln erfolgt auch in Narkose und ist nachher beim Schlucken meist schmerzhaft, so dass üblicherweise Schmerzmittel gegeben werden müssen. Nach der kompletten Mandelentfernung besteht ein Nachblutungsrisiko, in seltenen Fällen sogar bis zu zwei oder drei Wochen nach der Operation. Aus diesem Grunde werden Eingriffe an den Mandeln als stationäre Eingriffe durchgeführt. Wenn ein Mandelabszess durch eine Operation entleert werden muss, werden typischerweise die entzündeten Mandeln mit entfernt.

 

Nach dem Eingriff

Für zwei bis drei Wochen nach einer Mandel(teil)entfernung sollte eine körperliche Schonung erfolgen. In dieser Zeit lösen sich die weißen Beläge, vergleichbar mit den Krusten einer Wunde auf der Haut, im Bereich der ehemaligen Mandeln. Hierdurch kann es zu Nachblutungen kommen, bei denen eine umgehende Vorstellung in unserer Klinik angeraten ist. Zur Kontrolle des Abheilungszustandes sollte der HNO-Facharzt bzw. die HNO-Fachärztin zwischenzeitlich aufgesucht werden.