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Behinderte Nasenatmung, verbogene Nasenscheidewand, verdickte Nasenmuscheln

Ursachen einer gestörten Nasenatmung

Die Ursachen einer behinderten Nasenatmung können vielfältig sein. Sie kann durch eine Verbiegung der Nasenscheidewand ohne oder nach Verletzung entstehen oder auch durch eine Schwellung der Nasenmuscheln in der Tiefe der Nase, durch das Vorhandensein von Polypen oder Nasennebenhöhlenentzündungen, durch eine Allergie wie z.B. Heuschnupfen oder selten auch durch Medikamenteneinflüsse. Welche Ursache im Einzelfall vorliegt, kann nur durch eine sorgfältige Untersuchung geklärt werden.

Eine behinderte Nasenatmung verursacht oftmals Entzündungen der Nase oder der Nasennebenhöhlen. Es können gehäuft Racheninfekte durch die weitgehende Mundatmung oder eine Bronchitis auftreten. Auch nächtliches Schnarchen kann durch eine behinderte Nasenatmung ausgelöst werden.

 

Operationsablauf

Sollten konservative Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sein, kann z.B. bei einer verbogenen Nasenscheidewand und/oder einer Verdickung der Nasenmuscheln eine operative Behandlung erfolgen. Die Nasenscheidewand trennt die Nasenhöhle in zwei Hälften. Ausgeprägte Verkrümmungen führen zu einem unregelmäßigen Luftstrom durch die Nase. Als Reaktion kann es zu einer zusätzlichen Verdickung der Nasenmuscheln kommen, so dass die Atmung durch die Nase über die Zeit zunehmend schlechter und die damit einhergehenden Begleiterscheinungen mehr werden.

Die Begradigung der Nasenscheidewand (Septumplastik) erfolgt in Vollnarkose in der Regel während eines wenige Tage dauernden stationären Klinikaufenthaltes. Die OP wird durch die Nasenlöcher ohne Schnitte von außen durchgeführt. Falls erforderlich werden in der gleichen Sitzung auch die Nasenmuscheln verkleinert (Konchotomie). Am Ende der Operation werden Stützfolien in die Nase eingebracht. Zur Vorbeugung von Nasenbluten kann ggf. eine Tamponade der Nase notwendig sein, welche in den allermeisten Fällen aber am Folgetag entfernt werden kann.

 

Nach der Entlassung

Eine Nachbehandlung einer solchen Operation ist ambulant je nach Heilungsverlauf noch für zwei bis vier Wochen notwendig. Die Stützfolien können schon nach kurzer Zeit entfernt werden. Zur Unterstützung der Heilung und zur Vorbeugung einer trockenen Schleimhaut ist eine mehrfach tägliche Pflege der Nase mit Salbe angeraten und sollte auch langfristig fortgeführt werden. Der oder die behandelnde HNO-Fachärzt*in sollte ebenfalls zur Nachbetreuung aufgesucht werden.