Nachholtermin: Innovationen in der HNO-Heilkunde - Fortbildung 2020

Nachholtermin: 10.02.2021
Wittekindshof, Westfalendamm 270, 44141 Dortmund

Auszubildende im Klinikum Dortmund üben an neuen Dummys

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Polypen-Operation beim Kind, Adenotomie, Operation der Rachenmandel

Bei Kindern kann es vorkommen, dass die Rachenmandel sich stark vergrößert. Die Rachenmandel bezeichnet nicht die üblicherweise als „die Mandeln“ verstandene Organe die man hinten im Rachen rechts und links vom Zäpfchen sieht, sondern ähnliches Lymphgewebe, welches versteckt oben hinter dem Zäpfchen sozusagen hinter der Nase sitzt. Für die Rachenmandel wird auch der Ausdruck „Polypen“ oder „Adenoide“ benutzt. Eine Vergrößerung oder Entzündung der Rachenmandel führt zu häufigem Schnupfen und einer behinderte Nasenatmung, weil die Nase von hinten verstopft wird. Dadurch kann auch Schnarchen entstehen. Weil die Ohrtrompeten genau dort münden, wo die Rachenmandel sitzt, kann es dadurch auch zu wiederholten Mittelohrentzündungen oder Mittelohr-Ergüssen kommen. Bei der Untersuchung von jungen Kindern kann man oftmals die Rachenmandel selbst garnicht untersuchen, da das Kind eine Untersuchung mit Spiegel oder Endoskop hinter dem Zäpfchen oder durch die Nase nicht zulässt. Man kann jedoch die Diagnose einer vergrößerten Rachenmandel mit einer so hohen Wahrscheinlichkeit auch ohne direkte Untersuchung oft stellen, dass man zu einer Narkose, Endoskopie der Rachenmandel und dann oftmals notwendigen Entfernung raten kann. Die Rachenmandel-Entfernung erfolgt in Narkose und wird teilweise ambulant, teilweise aber auch stationär durchgeführt; das hängt von vielerlei Begebenheiten, z.B. der Betreuungsmöglichkeit des Kindes, der Entfernung zur Klinik und der sonstigen Gesundheit oder des Alters des Kindes ab. Die Entfernung der Rachenmandel wird auch als „Polypen-Operation“ oder als „Adenotomie“ bezeichnet. Der Eingriff ist für die Kinder auch nachher kaum schmerzhaft, es sind jedoch Nachblutungen aus Nase oder Rachen möglich.