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Neuer Chefarzt der HNO-Klinik: Herzlich Willkommen, Prof. Dr. Claus ...

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Magnet statt Schraube? So wird neue Generation von Hör-Implantaten am ...

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Das Frühjahr ist Allergikern ein Graus. Die Nase, verstopft. Die Schleimhäute, angeschwollen. Leicht...

Schnarchen und obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

Beim Schnarchen muss kritisch unterschieden werden, ob der Patient nur ein störendes Schnarchgeräusch erzeugt, oder ob er auch durch einen immer wieder eintretenden Verschluß des Atemweges unter Atemaussetzern (=Apnoen) leidet. Solche Aussetzer führen immer wieder zu Sauerstoffmangel im Schlaf, unmerklichem Aufschrecken zum Weiteratmen und so einem ungesunden und nicht erholsamen Schlaf. Patienten mit einem solchen Aussetzer-Schnarchen haben eine starke Tagesmüdigkeit, sind unausgeschlafen und erleiden auch häufiger Krankheiten der Lunge und des Herzkreislaufsystems. Eine Unterscheidung zwischen Schnarchen und Aussetzer-Schnarchen kann mit einer Aufzeichnung von Atem-, Kreislauf-, Bewegungs- und Hirnstromparametern erfolgen. Eine Voruntersuchung und Unterscheidung erfolgt mit einem kleinen Aufzeichnungsgerät mit Messsonden, welches am Patienten angebracht wird und mit dem der Patient zu Hause schlafen kann. Er bringt das Gerät dann am Folgetag zur Auswertung zurück (sogenannte Schlaf-Polygraphie). Eine genauere Untersuchung kann in einem Schlaflabor erfolgen. Hier übernachtet der Patient und wird durch noch wesentlich weitergehende Aufzeichnungen überwacht. Beide Formen der Schlafuntersuchung werden am Klinikum Dortmund angeboten. Die Behandlung eines Schnarchens oder eines Aussetzer-Schnarchens muss die vielfältigen Ursachen beachten. Ein zu hohes Körpergewicht, abendlicher Alkoholkonsum, eine behinderte Nasenatmung, zu große Mandeln, ein zu schlaffer Gaumen, ein zu großer Zungengrund, eine Rücklage der Zunge oder vielerlei Veränderungen im Nasen-, Rachen- und Kehlkopfraum können ursächlich sein. Deswegen sollte beim Schnarchen in jedem Fall eine hno-ärztliche Mituntersuchung erfolgen.  Es ist dann zu überlegen, ob durch Änderungen des Lebensstils, durch örtliche Medikamente, Hilfsmittel wie Zahnschienen oder auch durch Operationen eine Beseitigung oder Linderung erfolgen kann. Da von Patient zu Patient unterschiedlich Konstellationen bestehen, muss eine individuelle Behandlungsplanung erfolgen. Eine bewährte Form der Beseitigung von Aussetzer-Schnarchen besteht in der nächtlichen Masken-Überdruckbeatmung. Hierbei muss sich der Patient zur Nacht eine Kunststoffmaske auf die Nase schnallen, durch die ein leichter Überdruck-Luftstrom aus einem Gerät auf dem Nachttisch geblasen wird. Manche Patienten scheuen diese Art der Behandlung und man kann mit ihnen andere Behandlungswege, wie zum Beispiel operative Behandlungen überlegen.