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Dokumentationsheft von Dortmunder Mediziner-Team entwickelt

Deutschlandweit einzigartiger „Shunt-Ausweis“ erleichtert nierenkranken Patienten die Dialyse

Zysten an der Niere: Was kann ich tun?

Die so genannte autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist mit ca. 10 Millionen Betroffenen weltweit eine der häufigsten vererbbaren Krankheiten. Für die Betroffenen stellt die Erkrankung eine schwerwiegende körperliche und emotionale Belastung dar. Durch das Zystenwachstum geht immer mehr Nierengewebe verloren, es kommt zu einem fortschreitenden Nierenfunktionsverlust, der bei den meisten Betroffenen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren in Nierenversagen – mit Dialysepflicht oder Nierentransplantation – mündet. Nicht selten führen große Zysten darüber hinaus zu Schmerzen, Bluthochdruck und Druckgefühl in der Bauchgegend. Darüber hinaus kann es zu einer Zysteninfektion oder zu einer Zystenblutung kommen. Der individuelle Verlauf kann bei jedem Patienten ganz unterschiedlich sein.

Ziel der Therapie ist in erster Linie der Erhalt der Lebensqualität durch Verzögerung einer Nierenersatztherapie (Dialyse).

Die Zulassung des Medikamentes Tolvaptan durch die europäische Arzneimittel-Agentur zur Behandlung Erwachsener Zystennierenpatienten hat neue Perspektiven für die Betroffenen eröffnet. Die Wirksamkeit wurde in einer großen Studie belegt. Tolvaptan verlangsamt das Zystenwachstum, in dem die Flüssigkeitssekretion in den Zysten reduziert wird. Dies hat eine langsamere Zunahme des Nierenvolumens zur Folge, sogleich wird damit der Untergang von funktionstüchtigem Nierengewebe verhindert.

Wenn auch die Zulassung des Medikamentes in der Behandlung der Patientin mit Zystennieren erfolgsversprechend ist, bleiben für die Experten immer noch einige Fragen offen. Einer der bedeutendsten Fragen in diesen Kontext ist, wer und wann behandelt werden soll. Dabei gilt das Prinzip nicht unnötig zu früh zu behandeln, aber sogleich sollte die Therapie nicht zu spät im fortgeschrittenen Stadium eingeleitet werden. Eine individuelle Betrachtung und Entscheidung ist daher wichtig.

Wenn Sie oder einer Ihrer Angehörigen an Zystennieren leiden, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne!


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