4. Interventions-Workshop Dortmund

Neuer Termin: 19.11.2020

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Neurochirurgie

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Zertifikate

DKG

Hydrocephalus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Das Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiß.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Unser Gehirn produziert in seinen inneren Kammern täglich bis zu 500ml Wasser, den sogenannten Liquor. So ist leicht nachvollziehbar, dass ein geordneter Abfluss stattfinden muss, soll sich das Wasser nicht im Gehirn zurück stauen. Dennoch gibt es zahlreiche Veränderungen im Gehirn und seinen Hirnhäuten, die angeboren oder erworben sind durch beispielsweise Blutungen, Entzündungen oder gar Tumoren, die zu einer Blockade der natürlichen Abflusswege oder einer Resorptionsstörung des Nervenwassers führen. Als Folge kommt es zu einem Wasserkopf, dem Hydrocephalus.


 


Dieser Hydrocephalus muss behandelt werden, da das zurückstauende Wasser zu einer Druckerhöhung im Schädel führt. Weicht das Gehirn dann dem Wasserdruck aus, verliert es seine Funktionen und kann sogar schweren Schaden nehmen.


Abhängig von der Ursache des Hydrocephalus kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten in Betracht. Nur in Ausnahmefällen ist eine medikamentöse Therapie denkbar. Am häufigsten werden Schlauchsystem in die Nervenwasserkammern platziert, die das Nervenwasser in den Bauchraum (Ventrikulo-Peritonealer Shunt) oder viel seltener den rechten Vorhof (Ventrikulo-Atrialer-Shunt) ableiten. Bei manchen Abflussbehinderungen kann durch eine operative Öffnung des Bodens einer der Hirnwasserkammern ein Umgehungskreislauf geschaffen werden, eine sogenannte Dritt-Ventrikulo-Stomie.



Da die ableitenden Schlauchsysteme mechanische Geräte sind, die zum Teil eine komplizierte Ventilmechanik zur Regelung des Wasserlaufs besitzen, raten wir unseren Patienten, sich regelmäßig bei uns vorzustellen, um die Funktionstüchtigkeit der Geräte zu überprüfen. Gleichzeitig sollte mindestens einmal jährlich ein Augenarzt aufgesucht werden, der den Augenhintergrund spiegelt. Am Augenhintergrund kann der Augenarzt erkennen, ob im Gehirn eine chronische Druckerhöhung vorherrscht.