Nach Lockdowns: Mediziner:innen warnen vor komplexeren Schmerzen

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Capsaicin Pflaster

Capsaicin ist ein natürlicher Bestandteil in verschiedenen Paprika- und Chilli-Arten, welcher durch die Wirkung auf spezifische Rezeptoren einen Schärfe- oder Hitzereiz auslöst. Dieser Reiz initiiert die Freisetzung von Neuropetiden. Durch diesen Effekt kommt es zunächst zu einer starken Gefäßerweiterung und Brennen. Im Anschluss daran erfolgt vorübergehende Rückbildung der Nervenfasern (Mechanismus nicht geklärt), in der die Empfindlichkeit gegen eine erneute Capsaicingabe vermindert ist. Nach Anwendung kommt es so zu einer Empfindlichkeitsverminderung des Areals und auch die vor der Capsaicingabe vorhandenen Schmerzen lassen dadurch nach. Seit 2009 wird Capsaicin in Form eines hochdosierten Pflasters zur Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen verwendet. Seit 2015 ist die Therapie auch für Patienten mit diabetischer Polyneuropathie anwendbar. Auch bei Stumpf- und Phantomschmerzen, sowie Trigeminusneuralgie oder Clusterkopfschmerzen kann die Therapie Anwendung finden. Laut wissenschaftlichen Studien kommt es zu einer Schmerzlinderung von über 30% nach der 1. Anwendung.
 

Anwendung

Das Pflaster wird auf die betroffene, schmerzhafte Stelle für 30-60 min geklebt. Es ist nach 3 Tagen mit einer Schmerzlinderung zu rechnen, diese kann bis zu 90 Tage anhalten. Im Anschluss kann die Therapie ggf. wiederholt werden.