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Klinik für Schmerzmedizin

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KlinikumLive

24.07.2017 - Kiffen auf Rezept? Cannabis in der Schmerztherapie

Schmerzpsychotherapie am Klinikum Dortmund

Sowohl während des stationären Aufenthalts als auch in unserem ambulanten Setting werden Sie bei uns auch psychologisch-psychotherapeutisch betreut.

Weshalb ist das so? Warum arbeiten in einer Schmerzklinik auch Psychologische Psychotherapeuten?

Leidet man über längere Zeit unter starken Schmerzen, hat dies fast immer einen Einfluss darauf, wie man sich fühlt, was und wie man denkt und wie man sich verhält. Viele Betroffene berichten, dass sie sich im Zuge ihrer Schmerzen verändert hätten, nicht mehr so seien wie früher, sie dünnhäutiger oder aufbrausender geworden seien, sich schneller oder über Kleinigkeiten ärgern würden, schneller als früher weinten. Auch hinsichtlich ihrer Denkmuster berichten viele chronische Schmerzpatienten Veränderungen: so sind die Gedanken bei starken Schmerzen oft eher negativ, man sorgt sich um die Zukunft, wie das Leben mit den Schmerzen weitergehen soll. Gefühle von Hilflosigkeit, Trauer, Angst, Verzweiflung und Wut kennen viele unserer Schmerzpatienten. Viele Patienten berichten auch eine Einschränkung  sozialer Kontakte, oder dass sie diese weniger genießen können. Die Lebensqualität ist meist deutlich eingeschränkt. Hier können wir Psychologen und Psychotherapeuten hilfreich sein: Wir erarbeiten mit Ihnen, was Ihnen im Umgang mit der Schmerzerkrankung bereits gut gelingt und wo vielleicht noch neue Ansatzpunkte zu finden wären. Thematisch beinhaltet dies zum Beispiel, wie Sie trotz Schmerzen ein Leben führen können, das Sie als wertvoll erleben, wie Sie einen Weg finden können, sich weniger hilflos zu fühlen. Probleme in anderen Lebensbereichen können bei der Aufrechterhaltung und Verschlimmerung chronischer Schmerzen ebenfalls eine Rolle spielen (z.B. Stress im Berufs- oder Privatleben). Wir versuchen mit Ihnen gemeinsam individuelle Stressoren zu identifizieren und an ihrer Reduktion zu arbeiten.

Die stationäre psychologisch-psychotherapeutische Betreuung umfasst bei uns folgende Bausteine:

Gruppenangebote: Wir bieten psychoedukative Gruppen zu schmerzrelevanten Themen an, in denen wir Ihnen fundiertes Wissen zu schmerzmedizinischen Modellen chronischer Schmerzen vermitteln wollen. Ziel ist, dass Sie als Patient Experte für Ihre Erkrankung werden. Sie lernen den Teufelskreis der Schmerzen kennen, und wir erläutern Ihnen, mit welchen Strategien Sie aus dem Teufelskreis der Schmerzen aussteigen können.
Einzelgespräche: Hier identifizieren wir zum Beispiel mit Ihnen gemeinsam Belastungsfaktoren Ihres Alltags, kümmern uns um eventuelle psychische Folgen der Schmerzerkrankung und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam Lösungsstrategien. Oft knüpfen wir vertiefend an Themen der Gruppenangebote an.

Dr. Martina Rustemeier, Daniela Mengel (M. Sc. Psych.), Simone Spottke (M. Sc. Psych.) und Christiane Kost (M. Sc. Psych.)