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Ungewollte Kinderlosigkeit (Infertilität)

 Verantwortlicher Oberarzt der Urologischen Klinik (Klinikdirektor Prof. Dr. Truß): Dr. Kreutzer

Etwa 15 % der Paare bleiben un­gewollt kinderlos.In ca. der Hälfte der Fälle liegt die Ur­sache hierfür beim Mann. Dennoch stellt sich in den meisten Fällen zunächst die Frau beim Gynä­kologen zur ein­gehenderen Unter­suchung vor. Auf Grund der geringen unter­suchungs­bedingten Belastung beim Mann sollte aber die Abklärung der ungewollten Kinder­losig­keit bei Ihm beginnen.

Bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch wird zunächst eine ausführliche Untersuchung des Mannes im Rahmen der Spezialsprechstunde für Fertilitätsstörungen durchgeführt. Sollten konservative (nichtoperative) Behandlungsverfahren nicht ausreichend sein, bieten wir die gesamte Bandbreite von operativen Therapien an. Hierzu gehören die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenwege (sog. Refertilisierung) beispielsweise nach Entzündungen im Genitalbereich oder nach Sterilisationsoperation. Desweiteren kann der direkte operative Samengewinn und aus dem Nebenhoden oder Hoden nötig sein. Alle Eingriffe werden nach international anerkannten Richtlinien in mikrochirurgischer Technik, d .h. unter Verwendung eines Operationsmikroskopes durchgeführt. Weitere Verfahren der künstlichen Befruchtung (Insemination, lVF, ICSI) werden in Kooperation mit dem Kinderwunschzentrum Dortmund durchgeführt. Hier erfolgt auch die Beratung und weitere Behandlung der Partnerin.

Was sind die Ursachen für eine Zeugungsunfähigkeit ?

Die Gründe für eine Zeugungsunfähigkeit sind vielfältig und können z. B. in der Kindheit durch zu spät erkannte Hodenfehllagen oder auch durch Infektionen nach der Pubertät, wie z. B. Mumps, ausgelöst worden sein. Eine weitere Ursache kann in einer Krampfader des Hodens (Varicozele) liegen, die zu einer chronischen Überwärmung des Hodens führt. Aber auch sog. Genussstoffe wie Tabak, Alkohol oder hoher Kaffeekonsum, oft gepaart mit permanenten Stresssituationen, können die Ursache darstellen.

Es stellen sich aber auch viele Patienten, welche sich in früheren Jahren durch eine Unterbindung des Samenleiters sterilisieren ließen, mit erneutem Kinderwunsch vor.

Welche Untersuchungen sollten vorgenommen werden?

Bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch wird zunächst eine ausführliche Untersuchung des Mannes im Rahmen der Spezialsprechstunde für Fertilitätsstörungen (Fruchtbarkeitsstörungen) durchgeführt.

Dabei wird eine ausführlichen Krankengeschichte erhoben und eine körperliche Untersuchung, insbesondere des männlichen Genitale, vorgenommen. Zur Grunduntersuchung gehört auch eine für den Patienten ebenfalls nicht belastende Ultraschalluntersuchung.

Als wichtige Ergänzung dienen spezielle Hormonbestimmungen. Eine zentrale Säule der Diagnostik bildet ferner das sog. Spermiogramm welches nach einer sexuellen Karenzzeit von 5 Tagen abgegeben wird. Hier wird insbesondere auf die Menge-, die Beweglichkeit- und das Aussehen der Spermien geachtet.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Die Behandlung der Zeugungsunfähigkeit richtet sich in der Regel nach der Ursache. Es stehen konservative Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, z.B. Medikamente oder Änderung von Lebensgewohnheiten (Nikotinreduktion, ...).

Je nach Befund und nicht erfolgreicher konservativer Behandlungsverfahren wird in unserer Klinik aber auch die gesamte Bandbreite operativer Therapien angeboten, die in der Regel ambulant durchgeführt werden können.

Hierzu gehören die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenwege mit Hilfe mikrochirurgischer Eingriffe (sog. Refertilisierung) beispielsweise nach Entzündungen im Genitalbereich oder nach Sterilisationsoperation.

1. Vasovasostomie: Dabei wird der Samenleiter neu aneinander genäht, z.B. nach Sterilisation oder bei entzündlichen Verschlüssen.

"Mikrochirurgische Refertilisierung"

Die Operation erfolgt unter dem Mikroskop bei 20-facher Vergrößerung (der Innendurchmesser des Samenleiters ist nur ca. 0,3 – 0,5 mm!) und findet im Regelfall unter Vollnarkose in 2-4 Stunden statt. Die Vollnarkose wird gewählt, weil bei dieser mikrochirurgischen OP der Patient sich nicht bewegen darf.

2. Tubulovasostomie: Dabei wird der Samenleiter an den Nebenhoden angeschlossen.

Des weiteren kann der direkte operative Samengewinn aus dem Nebenhoden oder der Hoden nötig sein (sog. MESA / TESE). Diese Operation kann ambulant, unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Weitere Verfahren der künstlichen Befruchtung (Insemination, ICSI, ...) werden in enger Kooperation mit den Kollegen der Frauenklinik des Klinikums sowie niedergelassenen Gynäkologen durchgeführt. Hier erfolgt auch die Beratung und weitere Behandlung der Partnerin.

Was ist die Kryokonservierung?

Ein spezieller Service, der von der Urologischen Klinik angeboten wird, ist die Kryokonservierung (Einfrieren) von Spermien oder Hodengewebe, um später damit evtl. eine künstliche Befruchtung zu ermöglichen.

Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn sich junge Männer einer Chemotherapie unterziehen müssen. Durch die Chemotherapie kann das Hodengewebe derart geschädigt werden, dass die Spermienproduktion nicht mehr möglich ist.

Die Kryokonservierung wird nach Richtlinien der andrologischen Gesellschaft mit speziellen Einfrierautomaten durchgeführt, wodurch eine hohe Qualität der Konservierung gewährleistet wird.

Sterilisation (Vasektomie):

Selbstverständlich führen wir auch die Sterilisation beim Mann durch. Die Sterilisation kann ambulant vorgenommen werden. Sie ist, verglichen zur Frau, wesentlich weniger belastend und komplikationsarm.

Dabei werden durch zwei kleine Hautschnitte (ca. 1 cm) am Hodensack die Samenleiter durchtrennt und unterbunden. Ein kurzes Stück des Samenleiters wird entfernt, um das erneute Zusammenwachsen der Enden zu vermeiden.

Fertilitätssprechstunde
OA Dr. Kreutzer
Nach Vereinbarung
Tel.: 0231-953-18750/18760

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