Leben mit Krebs - Immer noch ein Tabu?!

Patientinnen-Nachmittag des Brustzentrums und des gynäkologischen Krebszentrums

Statt Chemo: Neue Therapiemöglichkeit bei Brustkrebs steigert deutlich ...

Weniger Krankenhausaufenthalte und deutlich weniger Nebenwirkungen: Ein neues Medikament gegen...

"Singendes Krankenhaus": Erster Termin in der Magistrale

Die heilende Wirkung der Musik: Seinen Anfang fand das Projekt des Westfälischen Brustzentrums und...

16. Tag der Organkrebszentren

Die Behandlung von Tumorpatienten ist inhaltlich und zahlenmäßig einer der bedeutendsten...

Entwicklung in der operativen Gynäkologie

In der Bibliothek der alten Frauenklinik, Raum Dudenstift (Bibliothek Dudenstift)

Kontakt

Ambulanz / Brustsprechstunde
Untergeschoss des Dudenstifts Haus E

Anmeldung
Telefon: 0231 / 953 - 21488
Schwester Anke Lehmkühler, Schwester Marlene Schubert

Terminvergabe
Mo. bis Fr. 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Brustsprechstunde(a)klinikumdo.de

Sprechzeiten
Montags: 8:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Freitags: 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Bitte bringen Sie Vorbefunde und Röntgenbilder oder CDs mit Bildern zum Termin mit.

Verdacht auf Brustkrebs: Früherkennung, Vorsorge und Diagnose

Weltweit erkranken geschätzt mehr als 1,6 Millionen Frauen an einem Brustkrebs (Mammakarzinom), in Deutschland sind es ca. 70 000 Frauen pro Jahr. Auch Männer sind selten betroffen (ca. 700 Neuerkrankungen pro Jahr). Auch wenn das mittlere Erkrankungsalter bei 64 Jahren liegt, sind laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten des Robert Koch Instituts  ein Viertel der betroffenen Frauen bei Diagnosestellung  jünger als 55 Jahre und jede Zehnte Patientin ist unter 45 Jahre alt. Gerade die jüngeren Frauen und die männlichen Betroffenen werden durch das Mammographiescreening nicht erfasst.

Hohe Heilungschancen durch spezielle Untersuchungen und Sprechstunden

Häufig ertasten die Betroffenen selbst erstmals den „Knoten“ in der Brust. Hier ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Tast- und Bildbefunden durch die Frauen- und Hausärzte enorm wichtig. Jeder unklare Befund der Brust muss durch weitergehende Untersuchungen eindeutig zugeordnet werden. Die Anbindung an eine spezialisierte Brustsprechstunde ist ein wichtiger Schritt, um eine zeitliche Verschleppung und damit unnötige Verschlechterung der Heilungschancen zu vermeiden.

Mit der Eröffnung der Diagnose Brustkrebs setzt bei vielen Betroffenen ein beängstigendes „Kopfkino“ ein.  Wir möchten Ihnen zeigen, dass Sie nicht alleine sind mit dieser Erkrankung.

Unsere Sprechstunde wird ausschließlich von auf Brustkrebs spezialisierten Ärztinnen und Ärzten (Senologen) durchgeführt. Spezialisiert heißt, dass neben der Zertifizierung des Zentrums durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe auch eine persönliche  Zertifizierung der Ärzte durch die European Academy of Senology (EAoS) und die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) vorliegt.

In unserem Zentrum behandeln wir jährlich mehrere Hundert Frauen mit bösartigen Veränderungen der Brust. Unser Team besteht aus BreastCare Nurses, onkologischen Fachpflegekräften, Physiotherapeuten und Psychoonkologen. Dank der Größe unseres Hauses ist es uns möglich das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie aus einer Hand anzubieten. 

Wir koordinieren für Sie die Termine, sprechen mit den Behandlungspartnern und stehen Ihnen in jeder Phase der Behandlung als feste Ansprechpartner zur Seite.

Gehen Sie regelmässig zur Vorsorge bei Ihrem/r Frauenarzt/ärztin oder zum Hausarzt/Urologen. Sollte sich ein auffälliger oder unklarer Befund ergeben, vereinbaren Sie einen Termin in unserer Brustsprechstunde. Wir bieten auch Zweitmeinungsgespräche an.

Oberärztin Dr. Acar
Oberärztin C. Biehl
Oberärztin Dr. Lückebergfeld
Oberärztin J. Palatty

 

Kann ich durch regelmäßiges Ertasten meiner Brüste frühzeitig Brustkrebs erkennen?

Basis aller Untersuchungen ist die Inspektion und Palpation der Brust durch den Frauenarzt. Aber auch die monatliche Selbstuntersuchung kann bei richtiger und regelmäßiger Durchführung helfen Veränderungen in der Brust frühzeitig zu erkennen.
Wir bieten Schulungen für eine effiziente Brustuntersuchung nach der MammaCare©-Methode an.

Brustselbstuntersuchung
Susanne Hartmann
E-Mail an die Ansprechpartnerin

Was passiert bei einer Ultraschalluntersuchung bzw. Mammasonographie der Brust?

Die Mammasonographie erstellt mit Hilfe von Ultraschallwellen ein Bild der Brust mit ihren unterschiedlichen Gewebeanteilen. Hierbei besteht keine Strahlenbelastung.

Diese Untersuchung wird zur Abklärung sichtbarer oder tastbarer Befunde der Brust durchgeführt.

Auch in Ergänzung zur Röntgenmammographie oder zur Kernspintomographie (MRT) kann die Ultraschalluntersuchung zusätzliche Informationen bieten.

Haupeinsatzgebiete sind die Früherkennung von bösartigen Veränderungen der Brustdrüse, bei strahlendichtem Drüsenkörper und in der Nachsorge.

Neben der Überwachung des Ansprechens auf eine Antitumortherapie ist auch die Steuerung minimal invasiver Biopsie- und Markierungstechniken eine Domäne der Mammasonographie.

Mithilfe des Dopplermodus können wir auffällige Durchblutungsmuster bei Herdbefunden in der Brust darstellen.

In Zukunft soll ein 3D und Elastographiegerät zum Einsatz kommen, um ergänzend eine Aussage zur Gewebeelastizität machen zu können, so dass noch besser zwischen gut- und bösartigen Befunden unterschieden werden kann. Im 3D Bild sollen die Abgrenzungen des Tumors zum Normalen Gewebe besser verdeutlicht werden.

Was versteht man unter Mammographie durch Röntgen?

Die Mammographie ist eine röntgenstrahlenbasierte Bildgebung, welche jede Brust in zwei oder ggfs. auch mehr Ebenen darstellt. Bei auffälligen Befunden ist auch hier eine Biopsie oder Markierung möglich. Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr wird die Teilnahme an der Früherkennungsuntersuchung im Rahmen des Mammographiescreeningprogramms angeboten.

Wann wird meine Brust mit der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) untersucht?

Magnetresonanz-Tomographie (MRT) ist eine kontrastmittelunterstützte Schichtbildaufnahme der Brust ohne Strahlenbelastung, welche bei speziellen Fragestellungen zur Rate gezogen wird, z.B. bei stark zystisch verändertem Drüsengewebe oder dem lobulären Mammakarzinom. Für eine gute Aussagekraft ist es wichtig, bei Frauen vor den Wechseljahren den richtigen Zykluszeitpunkt auszuwählen.

Anders als beim Ultraschall oder der Röntgenmammographie erfolgt hier die Befunderstellung nicht sofort, da die vielen Schichtbilder vor der Auswertung erst digital weiterverarbeitet werden müssen.

Verdacht auf Brustkrebs: Wie werden auffällige Gewebeproben entnommen?

Sind auffällige Befunde in der Bildgebung gefunden worden, ist es in den meisten Fällen möglich direkt in örtlicher Betäubung schmerzfrei eine Gewebeprobe zu entnehmen. Mithilfe der Vakuumbiopsie können so auffällige Verkalkungen in der Brust bei entsprechender Größe abgesaugt werden. Dieses geschieht ambulant.

Nur in seltenen Fällen ist eine offene Gewebeentnahme in Vollnarkose notwendig.

Hier ist zur sicheren Eingrenzung des Areals eine ultraschall- oder mammographiegesteuerte Drahtmarkierung möglich. Nach der Entfernung des Gewebeareals wird die Probe erneut geröngt oder per Ultraschall untersucht, um sicher zu gehen, dass der Befund vollständig entfernt wurde.

Zur Überwachung des Ansprechens einer neoadjuvanten Chemotherapie können ultraschallgesteuert kleine Clips an den Tumorrand gelegt. So wird sichergestellt, dass auch nach dem kompletten Einschmelzen des Tumors unter der Therapie, der richtige Bereich operativ entfernt wird.