Leben mit Krebs - Immer noch ein Tabu?!

Patientinnen-Nachmittag des Brustzentrums und des gynäkologischen Krebszentrums

"Singendes Krankenhaus": Erster Termin in der Magistrale

Die heilende Wirkung der Musik: Seinen Anfang fand das Projekt des Westfälischen Brustzentrums und...

Qualität in Serie: Mediziner aus dem Klinikum Dortmund elfmal in ...

Wie bereits 2017 hat es das Klinikum Dortmund auch in diesem Jahr gleich elfmal in die...

Entwicklung in der operativen Gynäkologie

In der Bibliothek der alten Frauenklinik, Raum Dudenstift (Bibliothek Dudenstift)

Kontakt

Frauenklinik Beurhausstraße 40 44137 Dortmund Telefon: 0231 / 953 - 21488 E-Mail: gynonkodo(a)klinikumdo.de

Direktor der Frauenklinik Prof. Dr. Thomas Schwenzer Telefon: 0231 / 953 - 0 Sekretariat Petra Hartjen Telefon: 0231 / 953 - 21480

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Gynäkologisches Krebszentrum
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Zertifikate

DKG

Karzinome der Gebärmutterhöhle (Uterus)

Mit jährlich etwa 11.140 Neuerkrankungen und einem Anteil von 5 bis 6 % an allen bösartigen Neubildungen stellen Krebserkrankungen der Gebärmutterhöhle (Korpuskarzinom) die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane dar. Auf Grund der frühen Krankheitssymptome, besonders einer Blutung nach den Wechseljahren, kann die Erkrankung oft in einem frühen Stadium entdeckt werden. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt 69 Jahre.

Krebserkrankungen der Gebärmutterhöhle sind meist endometriale (Endometriumkarzinome), also von der Schleimhaut der Gebärmutter ausgehende Karzinome. Als Risikofaktor für die endometrialen Korpuskarzinome gelten vor allem langjährige überschießende Hormoneinwirkungen. An lebensstilbedingten Faktoren wirken sich Übergewicht und Bewegungsmangel aus. Korpuskarzinome findet man häufig bei Frauen mit Übergewicht, Zuckerstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Östrogene als alleiniges Hormon zur Behandlung von klimakterischen Beschwerden steigert das Risiko für Korpuskarzinome und sie müssen daher immer mit Gestagenen (Gelbkörperhormonen) kombiniert werden. Dann ist das Krebsrisiko nicht erhöht.

Die Diagnose wird gesichert durch eine Ausschabung der Gebärmutter (Abrasio uteri). Die komplette Gebärmutterentfernung unter Mitnahme der Eierstöcke ist die Standardtherapie des Endometriumkarzinoms. Wir führen diesen Eingriff als minimalinvasives endoskopisches Verfahren unter Verzicht auf einen Bauchschnitt durch. Insbesondere bei übergewichtigen Patientinnen können dadurch Komplikationen, wie zum Beispiel langwierige Wundheilungsstörungen und verlängerte stationäre Aufenthaltsdauer, vermieden werden.

Befindet sich die Erkrankung nicht mehr im Frühstadium erfolgt die weitere Therapieplanung nach Stadium und Ausbreitung der Erkrankung im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenz, an der die Betroffenen in Begleitung ihrer Angehörigen teilnehmen können. Im fortgeschrittenen Stadium wird im Anschluss an die Operation gelegentlich eine Strahlentherapie notwendig. Eine adjuvante (unterstützende) Chemotherapie wird bei besonderen Zelltypen (serös-papillär oder klarzellig) empfohlen und kann in unserer gynäkologischen Tumorambulanz durchgeführt werden.

Sarkome der Gebärmutter (Uterussarkome)

Die Sarkome und Mischtumore der Gebärmutter sind bösartige Tumore die von verschiedenen Gewebearten, besonders auch der Gebärmuttermuskulatur ausgehen. Mit 3 bis 4 % der bösartigen Neubildungen der Gebärmutter gehören sie zu den seltenen bösartigen Erkrankungen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren.
Die Ersttherapie besteht nahezu ausschließlich aus einer Operation. Bei Ausbreitung (Metastasierung) der Erkrankung oder einem Rezidiv werden Strahlentherapie und Chemotherapie mit in die Therapieplanung einbezogen.