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Therapie

Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

  • Operation: Entfernung des Tumors durch einen operativen Eingriff
  • Strahlentherapie: Zerstörung von Tumorzellen und Tumoren durch hochdosierte Röntgenstrahlen
  • Systemtherapie: Zerstörung von Tumorzellen und Tumoren durch Medikamente, die im ganzen Körper wirken
  • Psychoonkologie: Begleitung der Patient:innen und der Angehörigen während dieser schwierigen Lebenssituation

Nur bei sehr kleinen Tumoren ist die Behandlung nach der OP abgeschlossen. Die allermeisten Patient:innen benötigen mehrere Therapieformen in Kombination.

 

Je nach Tumorstadium und Fitness der Patient:innen gilt eine kurative oder palliative Zielsetzung: 

  • Kurativ: Ziel der kurativen Therapie ist es, die Tumorerkrankung komplett zu zerstören. Durch diese Therapie tritt die Krebserkrankung bei einem Teil der Patient:innen im Laufe des Lebens nicht erneut auf. Ein zweiter Teil der Patient:innen bekommt jedoch innerhalb der nächsten fünf Jahre ein sogenanntes Rezidiv (Wiederauftreten der Erkrankung).
  • Palliativ: Ziel der palliativen Therapie ist es, die Tumorerkrankung zurückzudrängen, so dass möglichst lange keine oder weniger Beschwerden vorliegen und der Patient bzw. die Patientin eine längere Lebensdauer hat als ohne Therapie.  

Wie erfolgreich die kurative sowie palliative Zielsetzung jeweils ist, hängt von vielen Faktoren ab. Insbesondere gehören dazu: das Stadium der Erkrankung, die Fitness bzw. das Alters der Patient:innen und die genaue Gewebsanalyse des Tumors. Generell kann leider nicht berechnet werden, welcher Patient bzw. welche Patientin ein Rezidiv bekommt und wer welche Lebenserwartung hat.

 

Behandlungsmöglichkeiten im Detail

Systemtherapie

Bei der Systemtherapie werden Medikamente über Infusionen oder als Tabletten verabreicht. Die klassische Systemtherapie ist die Chemotherapie über die Venen, in der Regel bestehend aus mehreren Chemotherapeutika. Damit möglichst wenig Nebenwirkungen auftreten, erhalten die Patient:innen zusätzliche Tabletten oder Infusionen - und häufig viel Flüssigkeit.

Seit einigen Jahren wird auch die Immuntherapie eingesetzt. Bei dieser kommen Medikamente, die die körpereigene Tumorabwehr aktivieren, zum Einsatz. Viele Patient:innen erhalten eine Kombination aus Chemotherapie und Immuntherapie. Je nach Situation kann auch eine alleinige Immuntherapie eingesetzt werden. 

Die dritte Möglichkeit der Systemtherapie besteht aus Tabletten, die nur bei bestimmten Genveränderungen der Tumorzellen eingesetzt werden können. Daher ist es wichtig bei Patient:innen, die eine palliative Therapie benötigen, die Gene der Tumorzellen zu analysieren. Das ist kompliziert und wird in der Pathologie der Universität Köln durchgeführt. Viele Zentren, so auch wir, kooperieren mit der Uni Köln und schicken die Gewebsproben dorthin zum Analysieren. In Köln wird dann u.a. ein „new generation sequencing“ des gesamten Tumorgenoms durchgeführt. Es gibt aktuell ca. zehn Gen-Mutationen, für die eine, jeweils andere, Tablettentherapie zugelassen ist. Etwa 20% der Tumoren zeigen eine Mutation und ermöglichen so diese Therapie.        

 

Psychoonkologie

Unser Behandlungskonzept ist jeweils auf den Befund und die persönliche Situation der Patient:innen angepasst.