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Anmeldung und Information

Ambulanzsekretariat
Urologische Klinik
Zentrales OP- und Bettenmanagement
Petra Sander, Marlies Yildirim
Münsterstraße 240
44145 Dortmund

Tel. 0231 953-18750/-18760
Fax 0231 953-18790

Qualitätsanalysen

Die urologische Klinik führt im Rahmen ihres Qualitätsmanagements jährliche Befragungen der zuweisenden Ärzte durch. Alle Angaben werden anonym erhoben ("Schulnotensystem: 1 = "sehr gut", 6= ungenügend").

Qualitätsanalyse 2017
Qualitätsanalyse 2016
Qualitätsanalyse 2015
Qualitätsanalyse 2014
Qualitätsanalyse 2013
Qualitätsanalyse 2012

Zertifikate

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Das Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) stellt in der westlichen Welt die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes dar. In Deutschland werden pro Jahr etwa 58 000 Patienten neu mit Prostatakrebs diagnostiziert und etwa 15 000 Patienten versterben pro Jahr an einem Prostatakarzinom.

Insbesondere bei jüngeren Männern unter 70 Jahren treten häufig aggressive Formen auf, die eine Behandlung notwendig machen, um Metastasen (Absiedelungen im Körper) oder gar ein Versterben an der Tumorerkrankung zu vermeiden. Von besonderer Bedeutung ist daher die Früherkennung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung des Mannes, da dieser Krebs rechtzeitig erkannt sehr gut zu behandeln und meist heilbar ist. Nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen kann durch eine rechtzeitige Früherkennung die Sterblichkeit um 20-48% gesenkt werden (1,2).

Die drei Säulen der Prostatauntersuchung - Fingeruntersuchung durch den Enddarm (DRE = digital rectal examination), Ultraschalluntersuchung durch den Enddarm (TRUS = transrectal ultrasound) und Bestimmung des PSA-Wertes (Prostataspezifisches Antigen) im Blut - können den Verdacht auf das Vorliegen eines Karzinoms ergeben. Die Sicherung der Diagnose erfolgt dann durch eine Prostatabiopsie.

Sollte ein Karzinom nachgewiesen werden, kommen unter Umständen weitere Untersuchungen wie Sklettszinitigraphie und Computertomographie - sogenannte Staginguntersuchungen - zum Einsatz, um den örtlichen Ausbreitungsgrad und das mögliche Vorhandensein von Tochtergeschwülsten (Metastasen) weiter einzugrenzen. Beim lokal begrenzten Karzinom, d.h. wenn der Tumor sich nur innerhalb der Prostata befindet, diese nicht überschritten hat und keine Metastasen nachgewiesen werden konnten, kommen die sogenannten "kurativen Therapieverfahren" in betracht. Das bedeutet, dass eine Behandlung mit dem Ziel der vollständigen Heilung vom Prostatakrebs durchgeführt wird. In bestimmten Fällen kann aber auch eine sogenannte „Active Surveillance Strategie“ („kontrolliertes Zuwarten“, „verzögerte Therapie“) zum Einsatz kommen.

Heilende Therapieverfahren sind die Operation (Entfernung des tumortragenden Organs „radikale Prostatovesikulektomie“ als offene Schnittoperation oder als minimalinvasive Schlüssellochoperation mit oder ohne Roboterunterstützung), die externe Strahlentherapie und die Brachytherapie (bei der die Prostata durch Einbringen kleinster Strahlungspartikel direkt von innen bestrahlt wird).

Da das Prostatakarzinom vor allem im hohen Alter ein eher langsam wachsender Tumor ist, kann unter bestimmten Umständen wie z.B. bei Vorliegen schwerer Begleiterkrankungen oder ein hohes Alter, eine Hormontherapie oder sogar überhaupt keine Therapie das richtige Vorgehen sein.

Bei fortgeschrittenen oder metastasierten Karzinomen wird in der Regel eine medikamentöse Hormontherapie durchgeführt, bei der die Produktion des männlichen Geschlechtshormons (Testosteron) unterdrückt wird. Da die Krebszellen der Prostata das männliche Geschlechtshormon in der Regel für ihr Wachstum benötigen, kann die Tumorerkrankung auf diese Art und Weise für einige Zeit gebremst werden.

Bei Versagen dieser Behandlung kommt noch die Chemotherapie in Frage.

1. Schröder et al.: Screening and prostate-cancer mortality in a randomized European study. N Engl J Med 360 (13): 1320-8, 2009

2. Huggoson et al.: Mortality results from the Göteburg randomised population-based prostate-cancer screening trial. Lancet Oncology 11: 725-732, 2010

Vorsorgeuntersuchung

Im Rahmen der Vorsorgeunteruchung wird die Prostata durch den Enddarm getastet und mit dem Ultraschall untersucht. Diese Untersuchungen sind gelegentlich unangenehm aber nicht schmerzhaft. Weiterhin wird der PSA-Wert im Blut bestimmt. Sollte sich aufgrund dieser Untersuchungen der Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms ergeben, sollte eine Prostatabiopsie durchgeführt werden. Die Biopsie der Prostata wird üblicherweise unter Ultraschallkontrolle in lokaler Betäubung durch den Enddarm durchgeführt. Hierfür werden meist 12 Biopsien entnommen. In Einzelfällen werden noch besonders auffällige Stellen der Prostata zusätzlich biopsiert. Diese Biopsie kann in ausgewählten Fällen unter stationären Bedingungen mit einer leichten Narkose, der sogenannten i.v. Analgosedierung, oder (bei den allermeisten Patienten) ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt werden. In besonderen Fällen kann auch eine kernspintomografische Untersuchung mit Gewebeprobeentnahme durchgeführt werden.

Tumordokumentation und Tumornachsorge

Onkologische Qualitätssicherung mit dem Tumordokumentationssystem "ONDIS"

Die Tumordokumentation ist ein wichtiges Instrument bei der Qualitätssicherung der onkologischen Versorgung.

Durch eine vollständige Dokumentation von Diagnostik, Behandlungen und Krankheitsverläufen in einem Tumordokumentationssystem können Ursachen von Krebskrankheiten erforscht werden. Zudem kann die Behandlung und Nachsorge der Patienten entsprechend den aktuellen Behandlungsleitlinien gewährleistet werden.

Ziel ist es u.a. durch bundesweite anonyme Auswertungen die Behandlungen von Tumorerkrankungen stetig zu verbessern.

Das Klinikum Dortmund erfasst die erforderlichen Daten auf der Basis von ONDIS (Onkologisches Nachsorge-, Dokumentations- und Informations-System), einem System der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Durch Ihre Zustimmung zur Datenerhebung wird Ihre Selbstbestimmung als Patient nicht eingeschränkt. Der Datenschutz und die ärztliche Schweigepflicht bleiben in jedem Fall gewahrt.

Sollte bei Ihnen eine Krebserkrankung diagnostiziert worden sein, wird Ihr behandelnder Arzt in der Klinik Sie über die Möglichkeit einer Aufnahme in das Tumordokumentationssystem aufklären.

Sie haben aber jederzeit auch die Möglichkeit, die allgemeine Information und die Einwilligungserklärungen (s. unten) einzusehen oder herunterzuladen.

Haben Sie sich mit der Aufnahme ins Tumordokumentationssystem ONDIS einverstanden erklärt, können an der Behandlung beteiligte Ärzte jederzeit aktuelle Behandlungsdaten erhalten. Durch niedergelassene Ärzte erhobenen Nachsorgedaten werden ebenfalls durch das Klinikum im System dokumentiert.

Sie und Ihr behandelnder Arzt werden über jeden empfohlenen Nachsorgetermin von uns schriftlich informiert.

Zusätzlich ermöglicht das Dokumentationssystem ONDIS es uns, die gesetzlich vorgesehene Meldung aller Tumorerkrankungen an das Krebsregister NRW zu gewährleisten.


Leitung und Koordination

Karin Datsis

Telefon: 0231 / 953 - 21756
Telefax: 0231 / 953 – 20588
Email

Zertifizierung

Zertifizierung

Grundlage unseres Handels sind neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, Leitlinien nationaler und internationaler wissenschaftlicher Fachgesellschaften sowie die individuelle Situation des Patienten einschließlich dessen Wünsche. Vor einer jeden Behandlung wird in der Tumorkonferenz mit Beteiligung von Spezialisten aus Urologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Pathologie und Radiologie ein individueller Behandlungsplan erstellt. Ein konsequentes Qualitätsmanagement bürgt für eine ständige Weiterentwicklung der Strukturen und Prozesse sowie für eine Überprüfung der Behandlungsergebnisse. Das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft als anerkanntes Prostatakarzinomzentrum ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich.

Kontakt:

ProDo Prostatakarzinomzentrum Dortmund
Klinikzentrum Nord
Klinikum Dortmund
Münsterstr. 240
44145 Dortmund
Tel: 0231 953 18750/60
Fax: 0231 953 18790

Befragung

Patientenbefragung Prostatakarzinomzentrum Dortmund

kontinuierliche Befragungen unserer Patienten über den Aufenthalt mithilfe von anonymisierten Fragebogen durch.

Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Dortmund (BPS)

Deutsche Krebshilfe e.V.

Postfach 14 6
53004 Bonn
Tel. 02 28/72 99 00
Fax 02 28/72 99 011
E-Mail: deutsche(a)krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de
Blauer Ratgeber der Deutschen Krebshilfe

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

Steinlestraße 6
60596 Frankfurt am Main
Tel. 0 69/630096-0
Fax 0 69/63 00 96- 66
E-Mail: service(a)krebsgesellschaft.de
Internet: www.krebsgesellschaft.de

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V

Uerdinger Straße 64
40474 Düsseldorf
Tel.: 0211/51 60 96-0
Fax: 0211/51 60 96-60
E-Mail: info(a)dgu.de
Internet: www.dgu.de

Deutsche Kontinenzgesellschaft e.V.

Friedrich-Ebert-Straße 124
34119 Kassel
Tel. 05 61/78 06 04
Fax 05 61/77 67 70
Internet:www.kontinenz-gesellschaft.de

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe BPS e.V.

Alte Straße 4
30989 Gehrden
Tel.: 05108/92 66 46
Fax: 05108/92 66 47
E-Mail: info(a)prostatakrebs-bps.de
Internet: www.prostatakrebs-bps.de

Prostataselbsthilfegruppe Dortmund im BPS

Holger Schmidt
Zickenbrink 3, 44229 Dortmund
Telefon (0231) 9 41 90 85
Fax(0231) 9 48 68 38
E-Mail:schmidt(a)prostatakrebs-shg-do.de
Internet: http://www.prostatakrebs-shg-do.de/

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