21.11.2018 - „Kinder brauchen uns e.V.“ finanziert OP im Klinikum Dortmund - Tapfer und mutig: Lippen-Kiefer-Gaumenspalte bei afghanischem Mädchen erfolgreich operiert

Schon rund ein Jahr lang ist dieses kleine Mädchen von ihren Eltern getrennt. Die dreijährige Afghanin kam im Dezember letzten Jahres mit einer beidseitigen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte in das Klinikum Dortmund. Bei dieser angeborenen Fehlbildung ist die Lippe, aber oft auch der Kiefer und der Gaumen gespalten. Betroffene können weder normal essen noch trinken – auch das Sprechen fällt oft schwer. Prof. Dr. Stefan Haßfeld, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) und Dr. Uwe Riesemann, Leitender Oberarzt der MKG-Klinik, haben der kleinen Patientin durch mehrere Operationen helfen können. Die Organisation „Kinder brauchen uns (KBU) e.V.“ hat dies möglich gemacht.



Als Rudolf Mintrop, Vorsitzender der Geschäftsführung des Klinikums Dortmund, von der OP-Anfrage durch eine Hilfsorganisation erfuhr, willigte er sofort ein. Das Mädchen kommt aus der kleinen Provinz Baglan im Norden Afghanistans. „Ohne OP hätte sie dort keine Zukunft gehabt. Gerade als Mädchen hätte sie mit einer derartigen Fehlbildung im Gesicht nicht mehr aus dem Haus gehen können – oder wäre womöglich sogar verstoßen worden“, erklärt Mirvais Karsai, Mitglied von KBU. Der Dolmetscher begleitet die kleine Patientin gemeinsam mit ihrer Pflegemutter zu den Arztterminen. Zwei Operationen hat die Dreijährige schon hinter sich. Im Februar steht der letzte Eingriff an, nach dem sie dann bald nach Hause zurückkehren kann. 

Die Dreijährige, die Ende letzten Jahres nach Dortmund gekommen ist, lebt bei Familie Köksal. „Wir haben für sie ein schönes Prinzessinnen-Zimmer gemacht, damit sie sich so wohl wie möglich bei uns fühlt“, so ihre Pflegemutter. Die anerkannten Pflege- und Adoptiveltern helfen der Dreijährigen, wo sie können - besonders mit der Gaumenplatte in ihrem Mund, die die Kleine regelmäßig säubern muss. Gerade mit der Pflegemutter ist Nazela ein Herz und eine Seele - sogar die Muttersprache ihrer türkischen Pflegefamilie hat die Afghanin gelernt. Auch Deutsch versteht sie schon sehr gut.

(Von Annika Haarhaus, Mitarbeiterin der Unternehmenskommunikation)

 

 

 

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