16.04.2019 - Neueröffnung der Abteilung für Palliativmedizin

Eine neue palliativmedizinische Station (E14) wurde am Montag, 8. April 2019 eröffnet: Dieses Angebot zur Versorgung von Patienten, die unter einer lebensbedrohlichen, unheilbaren Krankheit leiden, ergänzt die Möglichkeiten der am Haus bereits vorhandenen Tumorzentren und schließt somit eine Lücke in der bisherigen Versorgung schwerstkranker Menschen. Auf der Station stehen unter der fachlichen Verantwortung des Oberarztes Markus Miebach, des pflegerischen Bereichsleiters Stefan Heckner und des Direktors der Klinik für Schmerz- und Palliativmedizin Dr. Carsten Meyer 6 Betten für Patienten zur Verfügung, die einer palliativmedizinischen Betreuung bedürfen und dieses spezielle Angebot in Anspruch nehmen wollen.


Worin liegt der Vorteil für Patienten und Angehörige?

Zum einen ist eine deutlich engere Betreuung der Patienten und Angehörigen, auch über den Tod hinaus, möglich. Neben einer engen interdisziplinär-medizinischen Zusammenarbeit erfolgt eine intensive Betreuung durch Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Seelsorger, Musiktherapeuten, speziell weitergebildete Pflegekräfte und Ernährungsberater unter der Leitung spezialisierter Ärzte. Über die klassischen Bereiche hinaus werden zudem auf Wunsch Elemente der Komplementärmedizin (u.a. Aromatherapie, Homöopathie) integriert. Für die klassisch kurativ ausgerichteten, zuweisenden Stationen der Klinik wird eine Entlastung der Kapazitäten und Verbesserung der Versorgung erreicht.

 

Ziel der Palliativmedizin

Entgegen vielen Vorurteilen besteht die Aufgabe einer Palliativstation nicht darin, Patienten zum Sterben aufzunehmen. Ziel ist die Überbrückung akuter Krankheitszustände: Der Patient soll die Station mit verbesserter Lebensqualität nach Hause, in eine Pflegeeinrichtung oder in ein Hospiz verlassen. Auch psychosoziale Belastungssituationen, wie bspw. ein überfordertes Umfeld, können ein Grund für die Aufnahme sein.

 

Einschlusskriterien:

Neben dem Vorliegen einer fortgeschrittenen und fortschreitenden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Die Kontaktaufnahme erfolgt über das Konsilwesen im iMedOne
  • Eine medizinische  und/ oder psychosoziale Indikation liegen vor (Schmerzen, Luftnot, Angst etc.)
  • Der Patient ist darüber aufgeklärt, dass keine Heilung mehr möglich ist und kein kurativer Ansatz mehr erfolgt. Zudem muss zwingend das Einverständnis zur Aufnahme
  • vorliegen.
  • Der Patient ist darüber aufgeklärt, dass nur ein begrenzter Aufenthalt auf der Station möglich und nach Besserung der Beschwerden eine Entlassung nach Hause oder in ein
  • Hospiz geplant ist
  • Betreut werden ausschließlich erwachsene Patienten

 

Ansprechpartner:

Ärztliche Leitung der Palliativmedizin: Markus Miebach 0231-953-20534
Station E14: Tel: 0231-953 19365, Fax: 0231-953 19366
E-Mail: palliativmedizin@klinikumdo.de

 

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