02.11.2015 - Kollege auf vier Pfoten: Akut-Geriatrie erhält Therapiehund für hochbetagte Patienten

Facebook liebt schon jetzt „Lotte“, die bald ihren Dienst aufnimmt

Kollege auf vier Pfoten: Akut-Geriatrie erhält Therapiehund für hochbetagte Patienten

Auf dem Facebook-Profil des Klinikums Dortmund wird sie bereits als „viraler Hit“ gefeiert. Sie ist derzeit die wohl ungewöhnlichste „Auszubildende“ im Klinikum, manchmal auch noch etwas tapsig, dafür aber auch hellwach – und sie lässt sich gern kraulen: „Lotte“ (Foto) ist schon jetzt der heimliche Star in der Akut-Geriatrie, obwohl ihr Dienst erst in ein paar Wochen beginnt. Der fünf Monate alte Labrador-Welpe, der gerade die Hundeschule besucht, muss noch eine spezielle Ausbildung als Therapiehund absolvieren. Dann soll „Lotte“ im Klinikum in die Therapiearbeit mit hochbetagten und oft auch an Demenz erkrankten Menschen eingebunden werden. „Die Wirkung eines Hundes auf unsere Patienten ist enorm“, erklärt der Direktor der Klinik für Akut-Geriatrie.

 

„Da unsere Patienten im fortgeschrittenen Alter in der Regel mit vielen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben, ist es nicht verwunderlich, wenn sie auch Beschwerden im Bereich der Kognition und der Psyche haben. Dann einfach in die große Trickkiste mit den Psychopharmaka zu greifen, kann kein geriatrisches Denken sein“, sagt der Experte. Da die Patienten teilweise mit bis zu 15 Medikamenten in die Akut-Geriatrie kommen, versuchen die Mediziner und Pflegekräfte dort, eher die Menge an Medikamenten zu reduzieren. Dabei kann uns der Therapiehund mit einem alternativen Behandlungsansatz helfen.

 

Tiere mobilisieren bei geriatrischen Patienten neue Energien

„Ein Tier, bei uns der Hund, kann durch sein unbekümmertes Wesen die Psyche der Patienten und damit letztlich den Lebenswillen spürbar aufhellen.“ Auch das Gefühl, gebraucht zu werden und Verantwortung übernehmen zu dürfen, kann bei geriatrischen Patienten neue Energien mobilisieren – die wiederum für einen effektiveren Verlauf von Physio- oder Ergotherapie genutzt werden können. Tiere trösten ohne Worte und helfen alleine durch ihre Nähe. Zudem ist jedes Streicheln oder jedes Bücken nach einem Wurfball eine spielerische Bewegungsübung für den Patienten.

 

Hygienisch unbedenklich

Doch trotz aller Vorteile ist ein Hund in einem Krankenhaus immer noch keine Selbstverständlichkeit. Oft werden hygienische Bedenken ins Feld geführt. Das Klinikum nimmt auch diese Sorgen ernst: „Wir haben in dieses Projekt die Klinikhygiene sehr eng eingebunden und können daher Entwarnung geben. Das ist hygienisch unbedenklich.“

 

Individuelle Bedürfnisse der Patienten im Fokus

Auch für Allergiker ist natürlich ein Hund nicht optimal. „Wir achten deshalb bereits bei der Anamnese während der Aufnahme auf die individuellen Bedürfnisse. So wird z.B. natürlich auch kein Patient, der Angst vor Hunden hat, mit dem Therapiehund arbeiten.“

 

 

Positive Erfahrungen aus Altenheimen

Die Idee zum Therapiehund kam aus dem Team. „Wir haben einen sehr großen Anteil an Mitarbeitern mit Tieren, die bereits im Privaten oder beruflich z.B. in Altenheimen Erfahrung gesammelt haben“, erklärt der Mediziner. Eine Hürde sei aber nach wie vor nicht aus der Welt geschafft: „Probleme gibt es noch mit dem Betriebsrat, weil die Eingruppierung für unsere Mitarbeiterin „Lotte“ in dem Tarif nicht vorgesehen ist. Bislang gibt sich „Lotte“ mit Hundefutter zufrieden.“

 

 

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