09.06.2015 - Was hilft bei chronischen Schmerzen? - Experte mit Tipps an Patientenhotline

Wenn Schmerzen dauerhaft bleiben, sind Betroffene oft ratlos. Zum bundesweiten „4. Aktionstag gegen den Schmerz“ (2. Juni 2015) der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. gab es für zwei Stunden eine Telefonhotline für Patienten, an der auch Dr. Carsten Meyer, Direktor der Klinik für Schmerzmedizin des Klinikums Dortmund, teilgenommen hat.

Dr. Meyer - Was hilft bei chronischen Schmerzen? - Experte mit Tipps an Patientenhotline

Wenn Schmerzen dauerhaft bleiben, sind Betroffene oft ratlos. Zum bundesweiten „4. Aktionstag gegen den Schmerz" (2. Juni 2015) der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. gab es für zwei Stunden eine Telefonhotline für Patienten, an der auch Dr. Carsten Meyer, Direktor der Klinik für Schmerzmedizin des Klinikums Dortmund, teilgenommen hat. Anrufer aus ganz Deutschland wurden zu ihm oder zu einem anderen der bundesweit teilnehmenden Experten durchgestellt und konnten ihre Fragen stellen: Gibt es Alternativen zu Medikamenten? Wer verschreibt mir eine Schmerztherapie? Ist vielleicht eine stationäre Einweisung nötig?

 

Nachfolgend eine Auswahl an Fragen von Patienten und Tipps des Schmerz-Experten:

 

Anruf um 9:17 Uhr:
Eine Gürtelrose am Oberschenkel und Wassereinlagerungen im betroffenen Bein bereiten einem Patienten unerträgliche Schmerzen. Verschiedene Medikamente schlagen nicht an.

 

Dr. Meyer rät:
„…so ungewöhnlich es klingen mag: Ein Schmerzpflaster mit dem Chili-Wirkstoff Capsaicin kann bei Nervenschmerzen helfen. Dieses wird für kurze Zeit auf die betroffene Stelle geklebt; es brennt dann ein wenig. Durch das scharfe Chili werden die Nervenfasern quasi lahm gelegt und es kann damit eine Schmerzlinderung von bis zu zwei Monaten erreicht werden. Ob die Behandlung für Sie in Frage kommt, kann in einer Schmerzklinik überprüft werden."

 

Anruf um 9:46 Uhr:
Eine Patientin klagt nach einem länger zurückliegenden Sturz über andauernde Schmerzen, die vom Gesäß über die Leiste bis ins Knie ausstrahlen. Sie erzählt außerdem, dass eines ihrer Beine kürzer sei als das andere.

 

Dr. Meyer rät:
„Der Sturz und das kürzere Bein haben womöglich eine falsche Gangart begünstigt, wodurch es über die Zeit zu einem Beckenschiefstand gekommen sein kann. Schuheinlagen und ein Aufbautraining in der Krankengymnastik sollten eine Linderung der Schmerzen verschaffen. Wenden Sie sich hierfür bitten an einen Orthopäden und Physiotherapeuten."

 

Anruf um 10:04 Uhr:
Stressbedingte Magenprobleme plagen den nächsten Anrufer. Er ist bereits wegen Burnout krankgeschrieben worden.

 

Dr. Meyer rät:
„Stress – vor allem im Job – lässt sich leider nicht immer vermeiden. Um ihn im Alltag besser verarbeiten und damit stressbedingten Schmerzen entgehen zu können, kann Autogenes Training helfen. Diese speziellen Entspannungstechniken zeigt und übt mit Ihnen zum Beispiel ein Schmerztherapeut."

 

Anruf um 10:28 Uhr:
Ein Patient ruft wegen seiner chronischen Rückenschmerzen an. Was hilft effektiv gegen die Volkskrankheit?

 

Dr. Meyer rät:
„Hier gilt: Bewegung, Bewegung, Bewegung. Die meisten Ursachen von Rückenschmerzen sind nämlich durch gezieltes Training behandelbar. Hierzu können Schmerztherapeuten und Krankengymnasten mit Ihnen einen Bewegungsplan zur Stärkung Ihres Rückens erarbeiten. Eine permanente Schmerzmitteleinnahme ist schon allein wegen der Nebenwirkungen nicht ratsam, aber auch deswegen, weil sich der Körper mit der Zeit an die Medikamente gewöhnt, so dass in vielen Fällen eine Wirkung ausbleibt."

 

Anruf um 10:38 Uhr:
Der Anrufer sucht einen Schmerztherapeuten in seiner Nähe und fragt wie die Abrechnung der Behandlung abläuft.

 

Dr. Meyer rät:
„Niedergelassene Schmerztherapeuten in der Nähe finden Sie zum Beispiel leicht über die Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Die Behandlungen werden von der Krankenkasse übernommen. Bei Fragen oder Unklarheiten kann Ihnen am besten Ihre Krankenkasse weiter helfen."

 

Marc Raschke
Leiter der Unternehmenskommunikation

Klinikum Dortmund gGmbH
Beurhausstraße 40
44137 Dortmund

Telefon +49 (0)231 953 21200
Mobil +49 (0)174 16 65 987
Fax +49 (0)231 953 98 21270
marc.raschke(at)klinikumdo(punkt)de

www.klinikumdo.de
www.facebook.com/klinikumdo
twitter.com/klinikumdo

 

Klinikum Dortmund, Unternehmenskommunikation
Marc Raschke (verantwortlich)

Beurhausstraße 40
44137 Dortmund

Telefon +49 (0)231 953 21200
Mobil +49 (0)174 16 65 987
Fax +49 (0)231 953 98 21270
marc.raschke(at)klinikumdo.de

https://www.klinikumdo.de
http://www.facebook.com/klinikumdo
https://twitter.com/klinikumdo

Pressestelle 2017