23.02.2015 - Wenn die Kniescheibe springt: Orthopäden modernisieren die Operations-Methode

Prof. Dr. Christian Lüring, Direktor der Klinik für Orthopädie im Klinikum Dortmund, informiert über eine neue schonende OP-Methode bei herausgesprungenen Kniescheiben.


 

Sportler sind besonders gefährdet, so zum Beispiel Skifahrer, aber auch bei jungen Menschen kann die Kniescheibe herausspringen. Diese – die Mediziner nennen diesen Vorgang – Luxation ist äußerst schmerzhaft und muss in aller Regel ärztlich versorgt werden. Die Kniescheibe ist nämlich ein frei laufender Knochen, der durch Sehnen, Bänder und Muskeln mit der Kniegelenkkapsel verbunden ist. „Meist kommt es bei einer Kniescheiben-Luxation dazu, dass die Bänder auf der Innenseite des Knies reißen und die Kniescheibe nach außen springt. Um dies wieder zu korrigieren, wurde die Operationsmethode in den letzten zwei, drei Jahren erheblich verändert“, erklärt Prof. Dr. Christian Lüring, Direktor der Klinik für Orthopädie im Klinikum Dortmund (Foto).

 

Bis dato war es nämlich durchaus üblich, dass Operateure während des Eingriffs die Außenbänder der Kniescheibe durchtrennen. „Man war der Annahme, dass diese Bänder zu stramm seien. Doch das entspricht nicht unserem jetzigen bio-mechanischen Verständnis", erklärt Prof. Lüring. Heutzutage bleibt die äußere Aufhängung der Kniescheibe unberührt, man rekonstruiert vielmehr die Innenbänder. Diese Rekonstruktion geschieht z.B. durch die Entnahme einer Sehne an anderer Stelle des Beines, ohne dass es dort zu einem Schaden kommt. „Diese Sehne ist ein Relikt aus der Zeit, als wir noch auf allen Vieren gelaufen sind. Diesen Eingriff vollziehen wir per Schlüssellochtechnik, also über winzige Schnitte. Das heißt, der Patient muss anschließend keine großen Narben an seinem Bein fürchten", erklärt Prof. Lüring.

 

Auf diese Weise können die Orthopäden im Klinikum Dortmund die Aufhängung der Kniescheibe durch eine Bandrekonstruktion wiederherstellen und so nochmaliges Herausspringen verhindern. „Letztlich müssen wir vorab genau untersuchen, was dazu geführt hat, dass die Kniescheibe herausgesprungen ist. Nur dann können wir die geeignete Therapie einleiten", sagt Prof. Lüring. „Entscheidend ist immer die genaue klinische Untersuchung des Kniegelenks durch einen erfahrenen Orthopäden. Eine Untersuchung des Knies durch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztompographie (MRT) ist bei speziellen Fragestellungen sinnvoll", fasst Prof. Lüring zusammen.

 

Insbesondere Ball- oder Kontaktsportarten bergen ein Risiko für eine Kniescheiben-Luxation. Aber auch die Ski-Saison führt jedes Jahr zu einem Anstieg der Fälle. Tendenziell sind in jungen Jahren eher Mädchen als Jungen von einer Luxation betroffen. Auch, wer erblich bedingt eher lockere Bänder am Kniegelenk oder X-Beine hat, ist gefährdeter.

 

Kontakt zur Klinik für Orthopädie am Klinikum Dortmund

 

Gesundheitstipps: Faktencheck zur Knie-Operation

 

 

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