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Klinisches Ethikkomitee (KEK)

Ein älterer Patient wird mit einem schweren Schlaganfall eingeliefert. Er ist nicht in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen und es liegt auch keine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht vor. Oder es gibt eine Verfügung, die allerdings von Angehörigen und Behandlungsteam unterschiedlich interpretiert wird. Und so stellt sich die Frage, welche diagnostischen und therapeutischen Schritte verfolgt werden sollten. Wie kann ein Therapieziel definiert werden, das dem mutmaßlichen Patienteninteresse entspricht oder doch nahe kommt? Bei derartigen Entscheidungskonflikten kann das Klinische Ethikkomitee (KEK) beratend tätig werden. Das KEK erfragt und analysiert die unterschiedlichen Sichtweisen, Ziele und Vorstellungen aller Beteiligten. Es stehen nicht Tod oder Sterben im Vordergrund, sondern die Lebensqualität im individuellen Lebensentwurf des Betroffenen. Das Ziel ist nicht das Erreichen einer "richtigen" und das Vermeiden einer "falschen" Entscheidung, sondern eine an medizinischen Standards orientierte, für alle Beteiligten tragbare, verantwortliche Lösung im bestmöglichen Interesse des Patienten.

Das KEK hat derzeit 15 Mitglieder (sechs Mitglieder aus dem Pflegebereich, sechs aus dem ärztlichen Bereich, eines aus dem Justitiariat, eines aus der Seelsorge sowie ein Mitglied der Geschäftsführung). Vier Mitglieder haben eine Ausbildung als Ethikberater*innen im Gesundheitswesen absolviert, ein Mitglied hat einen Masterstudiengang in Medizinethik abgeschlossen. Gewählte Vorsitzende des KEK ist Dr. Annette Schmitz-Stolbring, gleichberechtigte Vertreter sind Claudia Lemke und Andrea Besendorfer.

 

Das sind die Aufgaben

  • Ethische Einzelfallberatung auf Anfrage von Mitarbeitenden oder Patient*innen und deren Angehörigen/Bevollmächtigten
  • Regelmäßige Teilnahme einzelner Mitglieder an klinischen Visiten auf Intensivstationen, um präventiv die Entwicklung ethischer Problemlagen zu vermeiden
  • Stärkung der medizinethischen Kompetenz der Mitarbeitenden


Wie kann ich eine Ethische Fallberatung anfordern?

Patient*innen und Angehörige

Die Patientenfürsprecher*innen oder ein Mitglied des Behandlungsteams können in Ihrem Namen eine Fallberatung anfordern.

Mitarbeitende des Klinikums Dortmund

Sie können in iMedOne eine Fallberatung als Konsil in der jeweiligen Patientenakte anlegen, im Intranet das Formular unter "Meldung machen" und "Klinisches Ethikkomitee" nutzen oder per Outlook eine E-Mail an den "Verteiler_Ethikberatung" senden. Werktags erfolgt eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden. Alle Mitarbeitenden des Klinikums können ohne Rücksprache mit Vorgesetzten eine Fallberatung anfordern. Der Name des Anfordernden bleibt anonym.


Ich möchte als Mitarbeiter*in des Hauses im KEK mitwirken - was kann ich tun?

Sie können das Komitee auf vielfältige Weise unterstützen - z.B. bei der Vorbereitung von Vorträgen oder der Ausarbeitung von Leitlinien. Konstruktive Kritik und Vorschläge sind willkommen. Kontaktieren Sie das Klinische Ethikkomitee gerne per Outlook über den "Verteiler_Ethikberatung". Eine Legislaturperiode des Klinischen Ethikkomitees dauert drei Jahre, eine künftige aktive Mitarbeit ist also für alle möglich. Gern können Sie sich im Vorfeld auch über Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen im Bereich Ethik erkundigen.

 

Vordrucke und Formulare für Patient*innen

Vorsorgevollmacht
Haben Sie schon eine Vorsorgevollmacht? Darin können Sie festlegen, wer für Sie alle wichtigen Entscheidungen trifft, wenn Sie aufgrund des Alters, einer Erkrankung oder eines Unfalls entscheidungsunfähig werden. U.a. werden folgende Fragen geklärt:

Wem dürfen Ärzt*innen etwas über meinen Zustand erzählen? Gegenüber der in der Vollmacht genannten Person werden Mediziner*innen von der Schweigepflicht entbunden

Wer darf über mich entscheiden? Tatsächlich dürfen nicht automatisch (Ehe-)Partner*innen, Kinder oder andere nahe Verwandte Entscheidungen treffen. Es kann außerdem sogar sein, dass fremde Betreuer*innen gerichtlich beauftragt werden, diese Funktion auszufüllen - ohne, dass die Betreuer*innen die Patient*innen überhaupt kennen.

Was darf entschieden werden? Bevollmächtige sorgen dafür, dass etwa Behördengänge und Bankgeschäfte nicht unerledigt bleiben. In Notfallsituationen werden die medizinischen Optionen (etwa zur Lebenserhaltung) mit den Bevollmächtigten besprochen. Auf welche Bereiche die im Formular genannten Personen tatsächlich Einfluss haben, kann aber individuell festgelegt werden.

Laden Sie hier einen Vordruck herunter: 

Vorsorgevollmacht (deutsch)

Vorsorgevollmacht (englisch)

Vorsorgevollmacht (türkisch)

Organspendeausweis 
Zudem können Sie sich hier einen Organspendeausweis herunterladen und Ihren Wunsch festlegen, ob Sie Ihre Organe nach dem Ableben spenden wollen oder dem widersprechen. 

Organspendeausweis (zum Ausfüllen)

Patientenverfügung
Ebenfalls wichtig ist die Patientenverfügung - was genau das ist, was Sie bereits jetzt festlegen können und wie eine solche Verfügung aufgebaut werden muss, damit sie gültig ist, finden Sie hier:

Patientenverfügung (Erklärung und Vordruck)