Begleitung, die Mut macht: Breast Care Nurses schenken Halt bei Brustkrebs

V.l.: Stephanie Ruhnau, Susanne Hartmann und Meltem Haciosmanoglu arbeiten als Breast Care Nurses am Klinikum Dortmund.

Wenn die Diagnose Brustkrebs das Leben auf den Kopf stellt, sind sie da: die Breast Care Nurses im Westfälischen Brustzentrum des Klinikums Dortmund. Mit Empathie, Wissen und Zeit begleiten sie Patientinnen und Patienten durch alle Phasen der Behandlung.

Wenn die Diagnose Brustkrebs fällt, ist nichts mehr wie zuvor. Plötzlich dreht sich alles um Befunde, Therapien, Ängste. In dieser schweren Zeit stehen Betroffenen im Westfälischen Brustzentrum des Klinikums Dortmund drei Pflegeexpertinnen für Brusterkrankungen zur Seite: Susanne Hartmann, Stephanie Ruhnau und Meltem Haciosmanoglu.

Als Breast Care Nurses begleiten sie Frauen und Männer von der Diagnose an durch alle Phasen der Behandlung und darüber hinaus. Sie erklären, was im Körper passiert, wie Therapien wirken und was die nächsten Schritte bedeuten. „Weil wir schon beim Diagnosegespräch dabei sind, können wir das, was die Ärz‐ tinnen und Ärzte sagen, später noch ein‐ mal ins Laienhafte übersetzen“, erklärt Susanne Hartmann. „Und manchmal reicht es auch, einfach nur die Hand zu halten.“

Mehr als Pflege

Die Arbeit der Breast Care Nurses geht weit über die medizinische Betreuung hinaus. Meltem Haciosmanoglu sagt: „Unsere Aufgabe ist es auch, Patientinnen und Patienten emotional zu stützen, zuzuhören und Mut zu machen. Wir helfen dabei, zu heilen – oder auch, eine Palliativsituation besser anzunehmen.“ Es geht darum, die Akzeptanz zu stärken und Kraft zu geben.

Auch Angehörige finden bei den Pflegeexpertinnen ein offenes Ohr. Denn die Krankheit betrifft das ganze Umfeld. „Wir dürfen uns bewusst Zeit nehmen, und das ist ein großer Vorteil“, betont Stephanie Ruhnau. Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist Vertrauen. Viele Patientinnen und Patienten erleben durch die Begleitung mehr Sicherheit – unabhängig von Sprache oder Herkunft. Im Team werden viele Sprac‐ hen gesprochen, sodass sich auch Menschen mit Migrationshintergrund verstanden fühlen.

Gefühl, nicht allein zu sein

Für ihre Arbeit brauchen die Breast Care Nurses Einfühlungsvermögen, Geduld und Stärke. „Einfach da zu sein – das ist entscheidend“, sagt Meltem Haciosmanoglu. „Nicht immer geht es darum, sofort etwas zu tun oder zu sagen. Manchmal ist es wichtiger, gemeinsam still auszuhalten.“

Im Westfälischen Brustzentrum sind die drei Frauen längst unverzichtbar geworden. Sie schenken Patientinnen und Patienten Mut, Orientierung und das Gefühl, nicht allein zu sein.

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Matthias Lackmann (verantwortlich)
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