Moderner Gelenkersatz: Schnellere Genesung und mehr Lebensqualität

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Gelenk und wie schnell wird man danach wieder fit? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des mediTALKs am 8. April im Klinikum Dortmund.

Das Interesse am Thema „Moderner Gelenkersatz – wie Sie schneller wieder fit werden“ war groß. Der mediTALK-Vortrag von Prof. Dr. Christian Lüring war gut besucht, viele Dortmunderinnen und Dortmunder informierten sich in der Magistrale des Klinikums aus erster Hand.

Der Direktor der Klinik für Orthopädie machte deutlich: In der Endoprothetik hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. „Der Gelenkersatz gehört heute zu den erfolgreichsten Operationen“, sagte Prof. Lüring. Ziel sei es, Schmerzen zu lindern und den Patientinnen und Patienten rasch wieder ein aktives Leben zu ermöglichen.

Allein am Klinikum Dortmund werden jedes Jahr rund 1.000 künstliche Gelenke eingesetzt. Deutschlandweit sind es mehr als 400.000 Eingriffe jährlich. Grund dafür ist auch die steigende Lebenserwartung. Gleichzeitig leiden viele ältere Menschen unter Gelenkverschleiß. Etwa jeder vierte Mensch über 65 Jahren ist betroffen.

Individuelle Beratung und Behandlung

Trotzdem wird nicht sofort operiert. „Wir prüfen immer zuerst, ob es andere Möglichkeiten gibt“, betonte Prof. Lüring. Bewegung und gezieltes Training spielen dabei eine wichtige Rolle. Wer seine Muskulatur stärkt, kann Beschwerden oft lange hinauszögern.

Wenn die Schmerzen den Alltag bestimmen und im Gelenk bereits Knochen auf Knochen reibt, kann eine Operation sinnvoll sein. Die Entscheidung wird gemeinsam mit dem Patienten getroffen. Heute sind Patientinnen und Patienten deutlich stärker in den Behandlungsprozess eingebunden als früher.

Auch im Operationssaal hat sich viel getan. Moderne Verfahren sind schonender und präziser. Muskeln werden nicht mehr durchtrennt, Schmerzen gezielt behandelt. Viele Patientinnen und Patienten können bereits am Tag der Operation wieder aufstehen.

„Viele haben Angst vor starken Schmerzen. Diese Angst können wir ihnen nehmen“, sagte Prof. Lüring. Am Klinikum Dortmund erhalten alle Patientinnen und Patienten ein individuell abgestimmtes Schmerzkonzept. Bei Bedarf können sie selbstständig auf sogenannte Reservemedikamente zurückgreifen.

Kürzere Krankenhausaufenthalte

Auch die Zeit im Krankenhaus hat sich deutlich verkürzt. Während früher mehrere Wochen Krankenhausaufenthalt üblich waren, gehen viele heute schon nach drei bis fünf Tagen nach Hause. Voraussetzung ist eine frühe Mobilisation mit Physiotherapie direkt nach der Operation. 

Ein weiterer Fortschritt ist die digitale Planung der Eingriffe. Jede Operation wird im Vorfeld genau vorbereitet. Seit Anfang 2025 unterstützt zudem ein robotisches System bei Kniegelenksoperationen. „Der Roboter operiert nicht selbst, aber er hilft uns, noch präziser zu arbeiten“, erklärte Prof. Lüring.

In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich, wie groß der Informationsbedarf ist. Viele Sorgen konnten genommen werden. Die zentrale Botschaft des Abends: Moderne Verfahren machen den Gelenkersatz heute sicher und ermöglichen eine schnelle Rückkehr in den Alltag. Im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung am Klinikum Dortmund sind Patientinnen und Patienten dabei in erfahrenen Händen.

Interessierte können den mediTALK nachträglich auf YouTube oder Spotify verfolgen.

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Matthias Lackmann (verantwortlich)
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