04.12.2018 - NRW-Gesundheitsminister sichert Startschuss für Bau eines neuen Westf. Kinderzentrums

Das Klinikum Dortmund hat heute offiziell eine Förderung des Landes NRW über zwölf Millionen Euro erhalten. Damit ist der Startschuss für ein neues Westfälisches Kinderzentrum gefallen, zumindest für den ersten Bauabschnitt, der vier Stationen umfassen wird (darunter eine Palliativstation für Kinder). Die Gesamtkosten für das gesamte Zentrum werden auf ca. 60 Millionen Euro beziffert. „Dortmund braucht in absehbarer Zeit eine neue Kinderklinik, die Zeitspanne bis dahin darf nicht mehr unendlich sein“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich eines Pressetermins im Klinikum Dortmund.

Personen im Bild: siehe Text unten *


3D-Darstellung des Bauvorhabens (roter Teil)


Der Grund für die hohe Einzelfördersumme über rund zwölf Millionen Euro aus Düsseldorf seien die guten Konzepte gewesen, die das Klinikum Dortmund eingereicht habe, so der Minister weiter. Demnach bekommt das Haus rund 7,6 Millionen Euro Fördergeld für die Schwerpunkte Kinderonkologie, Kinderpalliativmedizin, Seltene Tumorerkrankungen und eine Station für Jugendliche und junge Erwachsene mit chronischen oder Tumorerkrankungen. Weitere rund 4,3 Millionen Euro werden in die Schwerpunkte der operativen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen Tumoren, angeborenen Fehlbildungen und anderen seltenen Erkrankungen investiert.

 

Kinderzentrum "on top"
„Wir freuen uns über die Förderung, die uns sehr angenehm überrascht hat. Das ist ein gutes Signal für unser Krankenhaus, unsere Mitarbeiter und natürlich für die Kinder in der Region“, sagte Rudolf Mintrop, Vorsitzender der Geschäftsführung im Klinikum Dortmund. Das neue Kinderzentrum soll auf den bisherigen Zentralen OP- und Funktions-Trakt (ZOPF) „on top“ gebaut werden, der im Jahr 2012 eröffnet wurde. „Wir stocken diesen Teil unseres Hauses auf der gesamten Länge durch zwei weitere Etagen auf und haben auf diese Weise kürzere Wege und effektive Behandlungsabläufe“, sagte Mintrop. So seien nämlich im ZOPF z.B. bereits jetzt schon die Geburtshilfe und das Perinatalzentrum untergebracht, die dann eine optimale Anbindung an die Kinderklinik und Kinderchirurgie bekommen. Die Aufbauten werden in vorgefertigter Bauweise erfolgen.

 

Brückengang zwischen den Gebäuden
Ergänzt werden diese neuen Kinderzentrums-Etagen dann noch abschließend durch ein weiteres Gebäude, das neben dem ZOPF errichtet und über einen Brückengang verbunden sein wird. Dort soll dann u.a. die Kinder-Notaufnahme eingerichtet werden. Aktuell ist aber auf diesem Bauplatz noch das Dudenstift mit der Geriatrie und Schmerzklinik; in gut zwei bis drei Jahren werden diese Abteilungen in einen Neubau ziehen, der bereits ab Anfang 2019 neben dem Haupteingang des Klinikums in Mitte entsteht.

 

Erster Bauabschnitt gesichert
Wann genau nun mit dem Bau des neuen Westfälischen Kinderzentrums begonnen werden kann, lässt sich aktuell noch schwer sagen. Mintrop schätzt, dass das Zentrum vermutlich in drei bis vier Bauabschnitten entstehen kann – vorbehaltlich der Finanzierung, die es bislang ja jetzt nur für den ersten Bauabschnitt gesichert gibt. Doch Minister Laumann stellte bereits in Aussicht, dass in NRW für das kommende Jahr rund 260 Millionen Euro aus dem Fonds für Einzelfördermaßnahmen und dem Krankenhausstrukturfonds geben wird.

 

* Personen im Bild
(v.l.): Rudolf Mintrop (Vorsitzender der Geschäftsführung des Klinikums Dortmund), Karl-Josef Laumann (NRW-Gesundheitsminister), Prof. Dr. Dominik Schneider (Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dortmund), Dr. Andreas Leutner (Direktor der Klinik für Kinderchirurgie und -urologie im Klinikum Dortmund), Jan-Christian Parzies-Koschmieder (Pflegedienstleitung des Westfälischen Kinderzentrums im Klinikum Dortmund), Ulrike Matzanke (Vorsitzende des Aufsichtsrates des Klinikums Dortmund) sowie Prof. Dr. Michael Schwarz (Ärztlicher Direktor des Klinikums Dortmund)

 

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