17.01.2020 - Patient dank minimal-invasiver Herz-OP nach einer Woche wieder auf den Beinen

Wochenlang litt er unter Herzbeschwerden, bevor er zu einer Spezial-Operation ins Klinikum Dortmund kam: Bei Dirk Vosshenrich wurde eine Arterienverkalkung festgestellt, die verhindert, dass sein Herz ausreichend mit Blut versorgt wird. Die Lösung von Prof. Dr. Alexander Albert, Direktor der Herzchirurgie im Klinikum Dortmund: eine minimal-invasive zweifache Bypass-OP, bei der mit „Schlüsselloch“-Technik Arterie und Vene zu den Herzkranzgefäßen umgeleitet werden und das Herz wieder ausreichend mit Blut versorgt wird. Die Methode des Mehrfach-Bypasses wird weltweit bislang sehr selten praktiziert und benötigt eine besondere Expertise.


Minimaler Eingriff, minimale Genesungsdauer: Anders als bei konventionellen Bypass-Eingriffen, bei denen Ärzte den gesamten Brustkorb öffnen, wird bei einer minimal-invasiven OP nur ein kleiner Schnitt unterhalb der linken Brust gemacht. Auf diese Weise verheilt die Wunde deutlich schneller und Patienten können zeitnah in ihren Alltag zurückkehren. „Bei den Treppen mache ich noch langsam, man darf auch keine Wunder erwarten, vor allem, da der Heilungsprozess natürlich noch nicht abgeschlossen ist. Aber ich konnte zum Beispiel schon frühzeitig wieder selbstständig einkaufen“, sagt Vosshenrich, der für die OP im Klinikum extra aus dem Münsterland angereist war. Auch, dass Prof. Albert Patienten nach zwei Monaten zum persönlichen Gespräch einlade und wertvolle Tipps gebe, habe einen großen Unterschied für ihn gemacht. „Es ist unheimlich viel wert, wenn der Spezialist einem alles erklärt“, so der 58-Jährige, der in der Immobilienbranche selbstständig tätig ist.


Vorgehensweise wurde von Prof. Albert weiterentwickelt
„Bei herkömmlichen Eingriffen müssen Patienten sechs bis acht Wochen genesen, bis der Knochen wieder verheilt ist. Patienten nach minimal-invasiven OPs können früher wieder ihre Alltagstätigkeiten aufnehmen“, sagt Prof. Albert, der als Experte für minimal-invasive Chirurgie gilt: So wurde diese Technik von Prof. Albert mitentwickelt und seit Jahren international gelehrt. „Natürlich lässt sich nicht sagen, dass jeder Patient nur noch auf diese Weise operiert werden sollte“, so Prof. Albert. „Man sollte sich mit dem gesamten Repertoire auskennen und dann individuell entscheiden, welche Behandlung für welchen Patienten infrage kommt. Der Eingriff ist zudem besonders anspruchsvoll und setzt eine gute Zusammenarbeit im OP voraus, insbesondere mit den Anästhesisten.“ Klassisch oder innovativ:


Individuelle Therapien für jeden Patienten
Minimal-invasive Verfahren können, wie bei Dirk Vosshenrich, auch mit Stent-Techniken (sog. Hybrid-Eingriffe) kombiniert werden. Dafür ist eine genaue Abstimmung und Zusammenarbeit von Herzchirurgie und Kardiologie notwendig, um jedem Patienten eine maßgeschneiderte Therapie anbieten zu können.


(von Lisa Cathrin Müller, stellv. Leitung der Unternehmenskommunikation)

 

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